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Fruchtbarkeit und Menopause bei der Frau

fruchtbarkeit Tage Eisprung

Die Fruchtbarkeit (Fertilität) einer Frau beginnt mit ihrem Eisprung zwei Wochen vor der ersten Periode und endet mit der letzten Menstruationsblutung (Menopause). Doch bereits in den Jahren vor der Menopause werden die Zyklen aufgrund der hormonellen Umstellung unregelmäßiger.

Da es seltener zu Eisprüngen kommt und das hormonelle Ungleichgewicht den Zyklus durcheinanderbringt, nimmt bereits in dieser Zeit die Fruchtbarkeit sehr stark ab. Außerdem treten während dieser Phase (Klimakterium) häufig die typischen Wechseljahrsbeschwerden auf. Die Wechseljahre können zwar recht beschwerdefrei und fast unbemerkt vorübergehen, können den weiblichen Körper aber auch jahrelang stark belasten.

Beginn der sinkenden Fruchtbarkeit

Während einige Frauen noch bis zu ihrem 55. Lebensjahr (meist unregelmäßige) Zyklen haben, endet bei anderen bereits zehn Jahre früher die fruchtbare Zeit. Durchschnittlich findet die Menopause mit etwa 50 bis 55 Jahren statt. Die Eierstöcke (Ovarien) produzieren in der Zeit zuvor immer weniger Östrogen und Progesteron, wodurch die Hirnanhangdrüse mehr Hormone bereitstellt, um diesen Zustand auszugleichen und eine verstärkte Ausschüttung der ovariellen Botenstoffe herbeizuführen.

Da die Eierstöcke auf die Stimulation aber nicht wie gewohnt reagieren, kommt es zu einem sehr komplexen und langwierigen Prozess, wobei sich der Hormonhaushalt langsam auf einem niedrigeren Level einpendelt. Meist dauert es etwa fünf bis zehn Jahre, bevor der weibliche Körper sich an die Umstellung des Hormonhaushalts gewöhnt hat.

Kinderwunsch ZellteilungSolange unregelmäßige Zyklen auftreten, besteht weiterhin die Chance auf eine Schwangerschaft. Da die Eisprünge aber seltener werden und das hormonelle Gleichgewicht durcheinandergeraten ist, wird die Wahrscheinlichkeit für eine erfolgreiche Befruchtung und Einnistung immer geringer. Ältere Frauen erleiden überdies wesentlich häufiger eine Fehlgeburt als beispielsweise 20-Jährige.

Mit dem Alter der Mutter nehmen aber auch Gendefekte beim Nachwuchs, etwa Trisomie 21, zu. Dies liegt daran, dass die Keimzellen der Frau schon während ihrer Embryonalentwicklung angelegt werden und bis zur vollständigen Reifung in den Eierstöcken verharren.

Dort sind sie im Laufe der Zeit vielen schädlichen Substanzen (etwa Umweltgiften) ausgesetzt, die beispielsweise eine vermehrte Fehlerhäufigkeit bei der Zellteilung begünstigen. Je älter die Eizellen, desto wahrscheinlicher ist es also, dass sich hierdurch Defekte entwickeln. Auch steigt mit dem Alter die Komplikationshäufigkeit während der Schwangerschaft.

Die Fruchtbarkeit sinkt bereits vor den Wechseljahren

Fruchtbarkeit FrauDie Fruchtbarkeit nimmt aber nicht erst mit Beginn der Wechseljahre stetig ab. Bereits mit 35 Jahren liegt die Wahrscheinlichkeit, während eines Zyklus schwanger zu werden, schon nur noch bei 15 Prozent (im Gegensatz zu etwa 30 Prozent bei 20-jährigen Frauen). Ab dem 40. Lebensjahr sinkt die Wahrscheinlichkeit je Menstruationszyklus sogar auf fünf Prozent. Selbst mithilfe der modernen Reproduktionsmedizin lassen sich diese Werte nicht verbessern.

Zwar können Kinderwunschkliniken oft auch älteren Frauen zu einer Schwangerschaft verhelfen, doch dauert dies in der Regel wesentlich länger als bei jungen Paaren. Mit dem Eintritt der Menopause ist es einer Frau dann nicht mehr möglich, auf natürlichem Wege schwanger zu werden.

Die einzige Möglichkeit ist eine Eizellspende, die in Deutschland allerdings verboten ist.

Vorzeitige Wechseljahre

Treten die Wechseljahrsbeschwerden und das Ausbleiben der Monatsblutung schon vor dem 40. Lebensjahr auf, so spricht man von einer vorzeitigen Menopause. Die betroffenen Frauen leiden ebenso unter Hitzewallungen, Schweißausbrüchen und Schlafstörungen, weshalb auch die Bezeichnung „Vorzeitige Wechseljahre“ geläufig ist. Die verfrühte Menopause kann durch einen organisch bedingten Ausfall der Eierstöcke bereits bei 20-jährigen Frauen auftreten und führt bei ihnen ebenso zu einer Unfruchtbarkeit. Obwohl die genaue Ursache für diese Erkrankung unbekannt ist, kommt es gelegentlich vor, dass die Fruchtbarkeit sich später wieder einstellt.

FruchtbarkeitWird die vorzeitige Menopause hingegen durch operative Eingriffe an den Eierstöcken ausgelöst, so bleibt die Unfruchtbarkeit zeitlebens bestehen. Die vorzeitigen Wechseljahre können außerdem durch Bestrahlung oder die Behandlung mit Antiöstrogenen – etwa bei der Brustkrebstherapie – herbeigeführt werden. Selbst Operationen nahe den Eierstöcken können zu einem Funktionsverlust der Ovarien führen.

So können auch eine Gebärmutterentfernung oder eine Sterilisation vorzeitige Wechseljahre auslösen. Gleiches kommt bei der Myomembolisation, einer neuen Methode zur Behandlung gutartiger Wucherungen in der Gebärmutter, vor.

Höheres Alter der Paare beim Kinderwunsch

Kinderwunsch MenopauseEs gibt zahlreiche Gründe, warum Paare ihren Kinderwunsch immer weiter nach hinten verschieben. Sie stehen fest im Berufsleben und können nach der Elternzeit problemlos an ihren alten Arbeitsplatz zurückkehren, sie sind hierdurch finanziell abgesichert und nicht auf fremde Hilfe angewiesen. Die Partnerschaft ist seit vielen Jahren gefestigt. Und die beiden konnten ihre kinderlose Zeit für zahlreiche Urlaubsreisen, Partys oder eigene Hobbys nutzen, so dass sie später nicht das Gefühl haben, durch die Familie etwas im Leben verpasst zu haben.

Doch wissen viele Paare gar nicht, dass ihre Fruchtbarkeit bereits mit 35 Jahren sinkt – nicht nur die Fertilität der Frau, sondern auch die Fruchtbarkeit des Mannes nimmt ab. Umso schockierender ist es für sie, wenn es plötzlich mit Ende 30 oder Anfang 40 nicht mehr mit dem eigenen Baby klappt.

Daher raten Fachleute, mit der Familienplanung nicht zu spät zu beginnen. Denn gegen die biologische Uhr können selbst Reproduktionsmediziner nichts ausrichten.

Ursachen der Unfruchtbarkeit bei der Frau

Unfruchtbarkeit Frau

Schwanger UnfruchtbarkeitSowohl bei Frauen als auch bei Männern können viele Faktoren eine Unfruchtbarkeit hervorrufen. Nicht immer können diese umfassend geklärt werden. Doch mittels modernen medizinischer Methoden lassen sich sehr häufig die Ursachen für die verminderte Fruchtbarkeit finden.

In diesem Artikel führen wir die vielfältigen Ursachen für eine mögliche Unfruchtbarkeit der Frau auf.

Es ist vielleicht wichtig zu verstehen, dass es verschiedene Stufen von Unfruchtbarkeit gibt. Teilweise ist die Fruchtbarkeit überhaupt nicht mehr gegeben.

Oft aber ist die Fruchtbarkeit nur mehr oder weniger eingeschränkt. Die Ursache ist dann zumindest teilweise ein Mangel an Nährstoffen. Dieser kann relativ einfach durch spezialisierte Nahrungsergänzungen behoben werden, die wir Ihnen unter den “Produkten” forstellen.

Mögliche Ursachen einer Unfruchtbarkeit der Frau

Hormonelle Störungen

Bei ausbleibenden oder zu kurzen Menstruationszyklen entsteht entweder keine reife Eizelle, der Eisprung findet nicht statt oder die Aufrechterhaltung der Schwangerschaft ist unmöglich. Dies hängt sehr häufig mit einem Ungleichgewicht der beteiligten Hormone zusammen.

Dieses Ungleichgewicht kann wiederum durch eine Stoffwechselstörung, durch Nährstoffmangel oder durch äußere Faktoren verursacht werden. Blutuntersuchungen zu verschiedenen Zeiten des Zyklus geben Aufschluss darüber, ob die Konzentrationen der Botenstoffe stimmig sind.

Polyzystisches Ovarialsyndrom (PCO-Syndrom)

Eine sehr häufige hormonelle Störung bei Frauen im gebärfähigen Alter ist das Polyzystische Ovarialsyndrom. Hierbei bilden sich meist mehrere recht umfangreiche Zysten in den Eierstöcken (Ovarien), wodurch auch deren Größe stark zunimmt. Gleichzeitig ist oft der Zyklus unregelmäßig und beträgt dann mehr als 35 Tage. Die Regel kann aber auch ganz ausbleiben.

Es werden vermehrt männliche Sexualhormone gebildet, wodurch es unter anderem zu Akne, zu Bartwuchs, aber auch zu Haarausfall auf dem Kopf kommen kann. Obwohl die Ursachen für ein PCO-Syndrom noch nicht gänzlich geklärt sind, scheint ein erhöhter Insulinspiegel im Blut eine entscheidende Rolle bei der Ausbildung des Krankheitsbildes zu spielen.

Übergewichtige Frauen sind vom PCO-Syndrom besonders häufig betroffen. Manchmal können bereits eine Ernährungsumstellung und viel Bewegung das Syndrom – und damit die Unfruchtbarkeit – beseitigen. In anderen Fällen helfen Medikamente, den Kinderwunsch zu realisieren.

Überproduktion männlicher Geschlechtshormone

Obwohl Androgene als männliche Sexualhormone bezeichnet werden, müssen auch Frauen sie bilden, um wichtige Körperfunktionen aufrechtzuerhalten. Allerdings liegen die Androgene bei Frauen normalerweise in einem wesentlich geringeren Umfang vor als beim anderen Geschlecht. Sind die Werte zu hoch, kann dies den weiblichen Zyklus und damit die Fruchtbarkeit empfindlich stören.

Nicht nur beim PCO-Syndrom, bei einer auftretenden Insulinstörung und bei Übergewicht sind häufig vermehrt männliche Sexualhormone im Blut nachweisbar. Auch ein Enzymdefekt kann eine übermäßige Bildung der männlichen Geschlechtshormone bewirken. Sehr selten sind es Tumoren, die für die verstärkte Ausschüttung der Androgene verantwortlich sind.

Gelbkörperschwäche

Unfruchtbarkeit FrauBei einer Gelbkörperschwäche produziert der Follikelrest im Eierstock, aus dem die reife Eizelle stammt (Gelbkörper) nicht genügend Progesteron. Hierdurch ist die zweite Zyklushälfte verkürzt, wodurch die Einnistung eines Embryos unwahrscheinlich wird. Oft geht die Gelbkörperschwäche mit Schmierblutungen einher.

Man nimmt an, dass eine unzureichende Eizellreifung zur Ausprägung einer Gelbkörperschwäche führt, sicher ist dies allerdings nicht. Oft hilft bereits die Einnahme von Mönchspfeffer, um eine Gelbkörperschwäche auszugleichen und damit die Fruchtbarkeit zu verbessern.

Fehlfunktion der Schilddrüse

Manchmal führt bereits eine nur sehr leicht ausgeprägte Unterfunktion der Schilddrüse zur Unfruchtbarkeit der Frau. Denn die Schilddrüsenhormone werden über einen Rückkopplungsmechanismus im Gehirn reguliert. Liegen sie in geringen Mengen vor, so produziert die Hirnanhangdrüse mehr Thyreoidea stimulierendes Hormon (TSH), um deren Bildung voranzutreiben.

Doch hierdurch werden auch andere Hormone beeinflusst, was sich dann wiederum negativ auf den weiblichen Zyklus auswirken kann.

Störungen der Hirnanhangdrüse

Damit eine Eizelle heranreifen kann, muss der Eierstock Signale aus der Hirnanhangdrüse erhalten. So sind das Follikelstimulierende Hormon (FSH) und das Luteinisierende Hormon (LH) für die Fruchtbarkeit zwei entscheidende Faktoren. Bleibt die Produktion dieser Botenstoffe unter dem Normalmaß, so bildet der Eierstock kein Östrogen, und auch der Eisprung bleibt aus.

Die Regelblutung tritt nur noch selten oder gar nicht mehr auf. Es gibt verschiedene Gründe für Störungen dieser Hirnfunktionen. So können zum Beispiel psychischer Stress, Hochleistungssport oder Magersucht die Ausschüttung der Hormone zum Stillstand bringen. Sehr selten vermindern hingegen Tumoren die Durchblutung der betreffenden Hirnregionen.

Prolaktinüberschuss

Fruchtbarkeit FrauProlaktin, ein Hormon der Hirnanhangdrüse, wird vor allem in der Stillzeit vermehrt ausgeschüttet, da es für die Milchbildung nötig ist. Ist es erhöht, so hemmt es die Bildung der für den Zyklus wichtigen Hormone FSH und LH. Daher kann Prolaktin den Eisprung unterdrücken oder die Eireifung vermindern.

Als Ursachen für den Prolaktinüberschuss gelten eine Schilddrüsenunterfunktion, seelischer und körperlicher Stress oder (meist gutartige) Tumoren im Gehirn. Natürlich kann auch Stillen die Fruchtbarkeit einschränken, wenngleich es keinesfalls als sicheres Verhütungsmittel gilt. Zahlreiche Medikamente sind ebenfalls dafür bekannt, den Prolaktinspiegel zu erhöhen und damit zu einem unerfüllten Kinderwunsch zu führen.

Vorzeitige Wechseljahre

Obwohl bei vielen Frauen die Eierstöcke erst mit etwa 50 Jahren ihre Funktion einstellen, kann es auch schon bei wesentlich jüngeren Frauen zu Wechseljahren kommen. Tritt dieses Stadium bereits vor dem 40. Lebensjahr ein, so spricht man von vorzeitigen Wechseljahren. Hiervon sind teilweise bereits 20-jährige Frauen betroffen, wobei die Ursachen nicht bekannt sind.

Vorzeitige Wechseljahre sind manchmal nur vorübergehend, so dass sich die Fruchtbarkeit nach einiger Zeit wieder einstellt. Anerkannte Therapiemaßnahmen, die trotz Wechseljahre einen Kinderwunsch erfüllen können, gibt es allerdings nicht. Lediglich eine Eizellspende, die in Deutschland nicht erlaubt ist, kann bei vorzeitigen Wechseljahren zu einer Schwangerschaft führen.

Eileiterverklebung

Fruchtbarkeit FrauIst der Eileiter nicht durchgängig oder ist er mit dem umgebenden Gewebe verwachsen, so wird es schwierig für die Eizelle bis zur Gebärmutter zu gelangen. Ist der obere Teil des Eileiters, der Flimmertrichter, mit dem umliegenden Gewebe verklebt, so kann er sich nicht mehr ausreichend bewegen, um die Eizelle aktiv aufzunehmen.

Auch können die feinen Flimmerhärchen des Eileiters vernarbt und verwachsen sein. Diese transportieren die befruchtete Eizelle normalerweise bis in die Gebärmutter. Sind sie aber verstopft, so hat die Eizelle kaum eine Chance, an ihren Bestimmungsort zu gelangen. Vernarbte Eileiter können teilweise operativ geöffnet werden. In anderen Fällen ist eine in vitro Fertilisation (IVF) unumgänglich. Allerdings wird die Diagnose „Unfruchtbar durch verklebte Eileiter“ mitunter auch etwas vorschnell gestellt, so dass es dennoch manchmal in der Folge zu Schwangerschaften kommt.

Eine Frau besitzt zwei Eierstöcke, und dementsprechend auch zwei Eileiter, die bis zur Gebärmutter führen. Ist nur ein Eileiter verklebt, so kann die Frau weiterhin auf natürlichem Weg schwanger werden. Da aber in der Regel immer nur in einem der Eierstöcke eine Eizelle heranreift, ist die Fruchtbarkeit um 50 Prozent vermindert.

Chlamydieninfektion

Das Bakterium Chlamydia trachomatis kann unter anderem Infektionen der Geschlechtsorgane auslösen. Die Chlamydien Erreger werden beim ungeschützten Geschlechtsverkehr übertagen und führen bei der Frau teilweise zu Zwischenblutungen, Unterleibsschmerzen oder verstärktem Ausfluss .Doch sehr häufig verläuft die Infektion völlig unbemerkt. Es kann allerdings zu Verwachsungen und zu Verklebungen der Organe führen, was eine Unfruchtbarkeit zur Folge haben kann.

Andere Entzündungen

Obwohl meistens Chlamydien an den Entzündungen der Eileiter und den damit verbunden Verklebungen und Verwachsungen beteiligt sind, können auch andere Bakterien, wenn sie die Barriere des sauren Scheidenmilieus erst einmal passiert haben, beteiligt sein.

Bakterien können besonders leicht in die Gebärmutter und die Eileiter gelangen, wenn der Muttermund geöffnet ist. Dies ist während der Regelblutung, nach Ausschabungen und nach einer Geburt der Fall. Auch die Spirale als Verhütungsmittel begünstigt das Eindringen von Krankheitskeimen, so dass es hier vor allem bei jungen Frauen zu Infektionen kommen kann.

Sterilisation

Frauen, die mit der Familienplanung abgeschlossen haben, lassen sich häufig gezielt sterilisieren, um unfruchtbar zu werden. Hierbei werden die Eileiter durch Hitze verklebt. Allerdings kommt es vor, dass nach einer Scheidung erneut ein Kinderwunsch mit einem anderen Partner besteht. Auch dann kann man versuchen, mittels einer Operation die Durchgängigkeit wiederzuerlangen.

Endometriose

Bei der Endometriose gelang Schleimhaut aus der Gebärmutter in den Bauchraum und setzt sich dort an den Organen fest. Die Schleimhaut baut sich dort weiterhin zyklisch auf und blutet gleichzeitig mit der Periode ab, so wie es auch in der Gebärmutter üblich ist. Befindet sich das Gewebe an den Eierstöcken, so bildet es manchmal blutgefüllte Hohlräume (Zysten) aus. Die Endometriose kann aber auch den Darm, das Bauchfell oder andere Organe des Bauchraums befallen – dann allerdings seltener mit Zysten.

Die Schleimhaut verbindet und vernarbt die Gewebe miteinander. Recht selten sind die Endometriosen deshalb für eine Verklebung der Eileiter verantwortlich. Aber auch wenn andere Geschlechtsorgane zusammenhaften und hierdurch ihre Beweglichkeit gestört wird, ist die Fruchtbarkeit oft eingeschränkt. Manchmal treten Symptome wie chronische Unterbauchschmerzen, verlängerte und verstärkte Menstruationsblutungen oder Regelschmerzen auf.

Zysten

Neben den Endometriosezysten gibt es weitere flüssigkeitsgefüllte Hohlräume, die die Fruchtbarkeit beeinflussen können. Bei den Funktionszysten geht ein Gelbkörper nicht am Ende des Zyklus zugrunde, sondern verbleibt im Eierstock. Dabei produziert er weiterhin Progesteron, so dass das hormonelle Gleichgewicht gestört wird.

Ein Eisprung findet normalerweise nicht mehr statt. Funktionszysten verschwinden meist von alleine während der Regelblutung in einem der nächsten Zyklen. Sie schränken die Fruchtbarkeit also nur kurzfristig ein.

Myome

Myome, gutartige Geschwulste der Gebärmutter, entstehen aus dem Bindegewebe der Muskelschicht. Sie sind nur selten Grund für eine Unfruchtbarkeit, können aber – je nach Lage – einen Eileiter versperren oder die Einnistung behindern. Auch lösen sie manchmal Fehlgeburten aus. Symptome, die gelegentlich durch Myome auftreten, sind verstärkte Blutungen oder Regelschmerzen. Myome können operativ oder hormonell behandelt werden.

Übergewicht

Ein starkes Übergewicht wirkt sich immer negativ auf die Hormonproduktion aus. Zum einen bilden auch die Fettzellen Östrogene, wodurch das Gleichgewicht der weiblichen Sexualhormone empfindlich gestört werden kann. Allein hierdurch kann eine Unfruchtbarkeit auftreten.

Und auch Androgene, die als männliche Sexualhormone bezeichneten Botenstoffe, werden hier gebildet, was bei einem Zuviel ebenfalls den Zyklus durcheinanderbringt und die Fruchtbarkeit beeinträchtigt. Übergewicht wirkt sich außerdem nachteilig auf den Insulinhaushalt aus. Ein erhöhter Insulinspiegel wiederum regt die Produktion der Androgene weiter an. Häufig kommt es außerdem zum PCO-Syndrom, einer häufigen Ursache für Unfruchtbarkeit und unerfüllten Kinderwunsch.

Insbesondere bei dieser Ursache sollte eine zusätzliche Vitaminversorgung in Betracht gezogen werden. Die Aminosäure L-Carnitin hat in diesem Zusammenhang eine doppelte Funktion: L-Carnitin hilft bei der Fettverbrennung und fördert gleichzeitig die Fruchtbarkeit.

Untergewicht

Bei starkem Untergewicht und Magersucht, aber auch bei Bulimie, schränkt das Gehirn die Produktion des Gondatropin Releasing Hormons (GnRH) so stark ein, dass hiervon viele Funktionen des Körpers betroffen sind. Unter anderem wird auch die Eizellreifung eingestellt, so dass kein Eisprung mehr stattfindet.

Oft bleibt die Regelblutung ebenfalls aus. Hinzu kommt, dass bei extremem Untergewicht viele Nährstoffe nicht in ausreichender Menge vorhanden sind, die für die Fruchtbarkeit nötig sind.

Funktionsausfall der Geschlechtsorgane

Unfruchtbarkeit Ursache FrauEine Fehlbildung der Gebärmutter ist selten. Dennoch kommt es manchmal bei der komplexen Entwicklung zu Fehlern, woraus sich beispielsweise eine Unterversorgung des Embryos mit Nährstoffen und eine hieraus resultiere Fehlgeburt ergeben kann.

Ebenso kann eine Veränderung des Gebärmutterhalses dazu führen, dass die Spermien nur sehr schlecht oder gar nicht hindurch gelangen. Die schlechte Durchgängigkeit kann durch Operationen und damit zusammenhängende Vernarbungen, aber auch durch Entzündungen ausgelöst worden sein.

Manchmal nistet sich eine befruchtete Eizelle nicht in der Gebärmutter, sondern bereits im Eileiter ein. Dies kann für die Mutter lebensbedrohlich werden, wenn es nicht rechtzeitig erkannt wird. Meist muss der Eileiter komplett entfernt werden. Ist der zweite Eileiter weiterhin funktionstüchtig, so ist in der Folge die Fruchtbarkeit lediglich eingeschränkt.

Die operative Entfernung beider Eierstöcke führt zu einer Unfruchtbarkeit. Fällt lediglich ein Eierstock aus, so übernimmt normalerweise der andere die Aufgabe alleine. Hierdurch ist die Fruchtbarkeit also nicht eingeschränkt.

Einige Chemotherapien können das Gewebe der Eierstöcke zerstören, so dass die Frauen in der Folge unfruchtbar werden. Die Eizellreifung kann ausbleiben, aber auch die Hormonproduktion wird beeinträchtigt. Allerdings hängt es sehr von der Menge der Zerstörung ab, wie stark die Fruchtbarkeit eingeschränkt ist.

Einige Krebserkrankungen machen die Behandlung mit solchen Medikamenten nötig, die auch die Keimzellen schädigen. Da die Eizellen der Frau aber bereits vor der Geburt angelegt werden, können sie nicht regeneriert werden. Ob eine Frau nach einer Chemotherapie vorübergehend oder sogar dauerhaft unfruchtbar wird, hängt von der Art der Medikamente, von der Dosis und von der Dauer der Therapie ab.

Antikörper gegen Spermien, Eizelle oder Embryo

Jeder Organismus erkennt körperfremde Bestandteile – etwa Bakterien, Viren und Giftstoffe – um diese gezielt abzuwehren. Dann bildet das Immunsystem Antikörper, um die Eindringlinge zu eliminieren. Doch in seltenen Fällen bildet das Abwehrsystem einer Frau auch Antikörper gegen die Spermien ihres Partners. Diese werden dann durch das Sekret im Gebärmutterhals zerstört, so dass sie den Eileiter nicht erreichen.

Äußerst selten kommt es auch vor, dass ein weiblicher Organismus Antikörper gegen die eigene Eizelle bildet, so dass diese bekämpft wird. In wieder anderen Fällen wird der Embryo angegriffen. Da dieser ja für das Abwehrsystem der Mutter immer erst einmal als Fremdkörper gilt, muss ihr Organismus eine Immuntoleranz entwickeln. Bleibt diese aber aus, so kommt es zum Angriff auf den Embryo und eine damit verbundene Fehlgeburt.

Lesen Sie auch hier zu Ursachen der Unfruchtbarkeit des Mannes.