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Ursachen der Unfruchtbarkeit beim Mann

Künstliche Befruchtung Fruchtbarkeit

Ursachen Unfruchtbarkeit MannEine Unfruchtbarkeit des Mannes zeigt sich sehr häufig dadurch, dass die Spermienqualität herabgesetzt ist. Mithilfe eines Spermiogramms lassen sich die Menge, das Aussehen und die Beweglichkeit der Samenzellen bestimmen. Sind gleich alle drei Werte betroffen, so spricht man von einer Oligo-Astheno-Teratozoospermie (OAT-Syndrom).

Dieses kann viele Gründe haben, die sich allerdings häufig nicht diagnostizieren lassen. Manchmal sind die Ursachen für eine geringe Spermienmenge oder die schlechte Beweglichkeit im Ejakulat allerdings nachprüfbar.

Die gute Nachricht ist: Die Qualität und Anzahl der beweglichen Spermien lässt sich in einigen Fällen durch Aminosäuren auf natürliche Art steigern (siehe L-Arginin und Fruchtbarkeit des Mannes).

Die Ursachen für eine fehlende Fruchtbarkeit des Mannes können vielfältig sein, wie man an dieser Aufstellung sehen kann:

Mumps

Bekommt ein Mann nach Beginn der Pubertät Mumps, so kann es während der Erkrankung zu einer Entzündung im Hoden kommen, die eine Unfruchtbarkeit zur Folge hat. Die Bildung der Spermien bleibt danach oft gänzlich aus. Manchmal ist die Fruchtbarkeit nur eingeschränkt. Ein Spermiogramm kann Aufschluss über die Reichweite der Schädigung geben.

Hodenhochstand

Eizelle Befruchtung SpermienNormalerweise wandert der männliche Hoden während der Embryonalentwicklung aus dem Bauchraum in den Hodensack. Doch manchmal bleibt diese Verschiebung aus. Da aber für die Spermienentwicklung eine konstante Temperatur von etwa 32 °C benötigt wird, ist es im Bauchraum oder der Leistengegend einfach viel zu warm. Die Folge ist eine verminderte Spermienqualität.

Heutzutage werden die meisten Jungen mit Hodenhochstand bereits in ihrem ersten Lebensjahr behandelt, um einer späteren Unfruchtbarkeit vorzubeugen.

Da ein Hodenhochstand für eine zu hohe Temperatur der Hoden führt, muss in diesem Fall ganz besonders aufgepasst werden, dass die Hoden anderweitig nicht mit zu viel Wärme versorgt werden (insbesondere enge Kleidung, Sauna, Sitzheizungen im Auto oder z.B. ein Notebook auf dem Schoß). Auch in diesem Fall könnte die Einnahme von L-Arginin die Anzahl und Beweglichkeit der Spermien erhöhen und so die Fruchtbarkeit steigern.

Hodenkrampfader

Eine verdickte Ader am Hoden kann möglicherweise die Temperatur ebenfalls so stark erhöhen, dass die Spermienproduktion nicht mehr optimal abläuft. Eine operative Entfernung der Hodenkrampfader wird daher häufig empfohlen. Allerdings herrscht unter Urologen keine Einigkeit darüber, ob hierdurch die Fruchtbarkeit wirklich entscheidend verbessert wird.

Hitze

Befruchtung SpermienHohe Temperaturen sind schädlich für die Entwicklung der männlichen Keimzellen. Deshalb ist auch der Hoden – als Produktionsort der Samenzellen – so aufgebaut, dass er bei tiefen Temperaturen näher zum Körper hinrückt und sich bei Hitze weiter entfernt. Werden die Samenzellen nur kurzfristig der Hitze ausgesetzt, so schränkt sich die Fruchtbarkeit nicht entscheidend ein.

Doch häufige Saunabesuche, das Tragen enger Hosen oder das regelmäßige Einschalten der Sitzheizungen im Auto können sich vorübergehend negativ auf die Entwicklung der Spermien auswirken. Bei einem bestehenden Kinderwunsch sollten solche Hitzequellen daher vermieden werden

Verletzungen der Hoden

Wurden die Hoden bei Unfällen verletzt, so kann es passieren, dass eine Spermienproduktion unmöglich wird. Betrifft die Verletzung nur kleine Bereiche, so ist die Fruchtbarkeit manchmal lediglich eingeschränkt

Umweltgifte und Genussmittel

Obwohl viele Zusammenhänge noch unklar sind, so ist doch erwiesen, dass sich manche Faktoren schädlich auf die Spermienproduktion auswirken. Beispielsweise können übermäßiger Alkohol- oder Zigarettenkonsum, zahlreiche Medikamente und unterschiedliche Umweltgifte die Spermienqualität vorübergehend oder dauerhaft negativ beeinflussen. Eine gesunde Lebensführung bei bestehendem Kinderwunsch wirkt sich daher meist positiv auf die Fruchtbarkeit aus.

Chemotherapien

Viele Chemotherapeutika, die bei Krebsbehandlungen zum Einsatz kommen, können die Samenproduktion nachhaltig schädigen. Manchmal besteht die Unfruchtbarkeit zwar nur über einen kurzen Zeitraum, doch es kommt auch vor, dass sie bestehen bleibt. Daher ist es ratsam, bereits vor einer Chemotherapie über das Einfrieren von Samenzellen nachzudenken, selbst wenn aktuell kein Kinderwunsch besteht.

Angeborener Funktionsausfall der Geschlechtsorgane

Gene FruchtbarkeitManchmal kommt es zu angeborenen Defekten, bei denen beispielsweise im Hoden das Gewebe fehlt, das später die Samenzellen produziert.

Bei anderen Männern ist der Samenleiter nicht ausgebildet, so dass die Spermien, die völlig normal gebildet werden, nicht transportiert werden können. Diese Erkrankung tritt häufig in Zusammenhang mit einer Mukoviszidose auf. Diese Störungen sind wenn überhaupt dann nur operativ heilbar.

Sterilisation

Ist der Kinderwunsch abgeschlossen, so entschließen sich manche Männer für eine Sterilisation, bei der der Samenleiter unterbrochen wird. Entscheidet sich der Mann später doch noch einmal für ein eigenes Kind, so ist manchmal eine Operation erfolgreich, die den Samentransport wieder möglich macht.

Chlamydieninfektion und andere Entzündungen

Entzündungen, meist ausgelöst durch das Bakterium Chlamydia trachomatis, können dazu führen, dass die sehr feinen Samengänge im Nebenhoden verkleben und undurchlässig werden. Krankheitserreger können außerdem Giftstoffe bilden, die die Entwicklung der Spermien beziehungsweise deren Beweglichkeit einschränken. Ist nur ein Nebenhoden betroffen, ist die Fruchtbarkeit lediglich vermindert.

Tückisch an einer Chlamydieninfektion ist, dass diese Erreger vom Mann oft unbemerkt bleiben. Bei der Frau verursachen Chlamydien oft starke Schmerzen, der Mann aber bemerkt kaum etwas oder zeigt auch keinerlei Symptome. So bleibt die Chlamydieninfektion unentdeckt, wenn sie nicht vom Arzt durch einen Abstrich und das Anlegen einer Kultur erkannt wird. Das kann aber nur passieren, wenn der Arzt bewusst danach sucht.

Sind hingegen beide Nebenhoden verschlossen, so kann ein operativer Eingriff oder eine Entnahme der Spermien aus dem Nebenhoden den Kinderwunsch erfüllen.

Ejakulationsstörungen

Manche Männer sind aufgrund einer Querschnittslähmung oder verschiedener Erkrankungen nicht in der Lage zu ejakulieren. Bei anderen befinden sich in der Samenflüssigkeit keine Spermien, da diese nicht nach außen, sondern in die Blase gespült werden. Ein operativer Eingriff ist teilweise möglich.

Hierfür können Operationen, aber auch eine Diabetes-Erkrankung verantwortlich sein.

Spermien-Antikörper

Normalerweise bilden Männer keine Antikörper gegen ihre eigenen Spermien aus, da zwischen der Blutbahn und dem Produktionsort der Keimzellen eine natürliche Barriere besteht. Doch wenn – bedingt durch Verletzungen oder Entzündungen der Samenwege – Spermien in die Blutbahn gelangen, kann das Immunsystem gegen diese Antikörper bilden, so dass die Keimzellen verklumpen.

Übergewicht

Stark übergewichtige Männer produzieren meist weniger Testosteron. Doch dieses männliche Geschlechtshormon ist für den korrekten Ablauf der Spermien nötig. Studien zeigen, dass die durchschnittliche Spermienqualität von fettleibigen Männern im Vergleich zu normal- und untergewichtigen Herren erniedrigt ist. Dabei scheint nicht nur die Spermienanzahl, sondern auch deren Beweglichkeit eingeschränkt zu sein, wodurch die Fruchtbarkeit insgesamt abnimmt.

Erektile Dysfunktion

Erektionsstörungen (erektile Dysfunktion) sind ebenfalls manchmal der Grund für eine Unfruchtbarkeit. Denn wenn aufgrund einer Impotenz kein Geschlechtsverkehr ausgeübt werden kann, so bleibt ein bestehender Kinderwunsch unerfüllt. Verschiedene neuronale Krankheiten und Stoffwechselstörungen können die Ursache der Erektilen Dysfunktion sein. Auch können hormonelle Störungen vorliegen.

Manchmal sind aber auch psychische Ursachen der Grund für die Impotenz. Auch hierbei kann die Aminosäure L-Arginin und speziell formulierte Produkte helfen.

Globozoospermie

Bei der Globozoospermie fehlen den Samenzellen die Kopfkappen (Akrosome). Da diese aber Enzyme enthalten, die für das Eindringen in die Eizelle nötig sind, wird eine Befruchtung unmöglich. Eine Globozoospermie ist eine angeborene Funktionsstörung, die zu einer lebenslangen Unfruchtbarkeit führt.

In manchen Fällen können nur operative Eingriffe helfen. Im Falle einer eingeschränkten Fruchtbarkeit mit lediglich verminderter Spermienanzahl und Spermienqualität kann aber die natürliche Therapie mit Aminosäuren sinnvoll sein. Der große Vorteil: gleichzeitig wird die Erektion verbessert und es gibt keine Nebenwirkungen.

Suchen Sie nach einer natürlichen Möglichkeit, die Anzahl und Qualität von Spermien zu erhöhen? Lesen Sie weiter im Bericht über die Aminosäure L-Arginin.

Ursachen der Unfruchtbarkeit bei der Frau

Unfruchtbarkeit Frau

Schwanger UnfruchtbarkeitSowohl bei Frauen als auch bei Männern können viele Faktoren eine Unfruchtbarkeit hervorrufen. Nicht immer können diese umfassend geklärt werden. Doch mittels modernen medizinischer Methoden lassen sich sehr häufig die Ursachen für die verminderte Fruchtbarkeit finden.

In diesem Artikel führen wir die vielfältigen Ursachen für eine mögliche Unfruchtbarkeit der Frau auf.

Es ist vielleicht wichtig zu verstehen, dass es verschiedene Stufen von Unfruchtbarkeit gibt. Teilweise ist die Fruchtbarkeit überhaupt nicht mehr gegeben.

Oft aber ist die Fruchtbarkeit nur mehr oder weniger eingeschränkt. Die Ursache ist dann zumindest teilweise ein Mangel an Nährstoffen. Dieser kann relativ einfach durch spezialisierte Nahrungsergänzungen behoben werden, die wir Ihnen unter den “Produkten” forstellen.

Mögliche Ursachen einer Unfruchtbarkeit der Frau

Hormonelle Störungen

Bei ausbleibenden oder zu kurzen Menstruationszyklen entsteht entweder keine reife Eizelle, der Eisprung findet nicht statt oder die Aufrechterhaltung der Schwangerschaft ist unmöglich. Dies hängt sehr häufig mit einem Ungleichgewicht der beteiligten Hormone zusammen.

Dieses Ungleichgewicht kann wiederum durch eine Stoffwechselstörung, durch Nährstoffmangel oder durch äußere Faktoren verursacht werden. Blutuntersuchungen zu verschiedenen Zeiten des Zyklus geben Aufschluss darüber, ob die Konzentrationen der Botenstoffe stimmig sind.

Polyzystisches Ovarialsyndrom (PCO-Syndrom)

Eine sehr häufige hormonelle Störung bei Frauen im gebärfähigen Alter ist das Polyzystische Ovarialsyndrom. Hierbei bilden sich meist mehrere recht umfangreiche Zysten in den Eierstöcken (Ovarien), wodurch auch deren Größe stark zunimmt. Gleichzeitig ist oft der Zyklus unregelmäßig und beträgt dann mehr als 35 Tage. Die Regel kann aber auch ganz ausbleiben.

Es werden vermehrt männliche Sexualhormone gebildet, wodurch es unter anderem zu Akne, zu Bartwuchs, aber auch zu Haarausfall auf dem Kopf kommen kann. Obwohl die Ursachen für ein PCO-Syndrom noch nicht gänzlich geklärt sind, scheint ein erhöhter Insulinspiegel im Blut eine entscheidende Rolle bei der Ausbildung des Krankheitsbildes zu spielen.

Übergewichtige Frauen sind vom PCO-Syndrom besonders häufig betroffen. Manchmal können bereits eine Ernährungsumstellung und viel Bewegung das Syndrom – und damit die Unfruchtbarkeit – beseitigen. In anderen Fällen helfen Medikamente, den Kinderwunsch zu realisieren.

Überproduktion männlicher Geschlechtshormone

Obwohl Androgene als männliche Sexualhormone bezeichnet werden, müssen auch Frauen sie bilden, um wichtige Körperfunktionen aufrechtzuerhalten. Allerdings liegen die Androgene bei Frauen normalerweise in einem wesentlich geringeren Umfang vor als beim anderen Geschlecht. Sind die Werte zu hoch, kann dies den weiblichen Zyklus und damit die Fruchtbarkeit empfindlich stören.

Nicht nur beim PCO-Syndrom, bei einer auftretenden Insulinstörung und bei Übergewicht sind häufig vermehrt männliche Sexualhormone im Blut nachweisbar. Auch ein Enzymdefekt kann eine übermäßige Bildung der männlichen Geschlechtshormone bewirken. Sehr selten sind es Tumoren, die für die verstärkte Ausschüttung der Androgene verantwortlich sind.

Gelbkörperschwäche

Unfruchtbarkeit FrauBei einer Gelbkörperschwäche produziert der Follikelrest im Eierstock, aus dem die reife Eizelle stammt (Gelbkörper) nicht genügend Progesteron. Hierdurch ist die zweite Zyklushälfte verkürzt, wodurch die Einnistung eines Embryos unwahrscheinlich wird. Oft geht die Gelbkörperschwäche mit Schmierblutungen einher.

Man nimmt an, dass eine unzureichende Eizellreifung zur Ausprägung einer Gelbkörperschwäche führt, sicher ist dies allerdings nicht. Oft hilft bereits die Einnahme von Mönchspfeffer, um eine Gelbkörperschwäche auszugleichen und damit die Fruchtbarkeit zu verbessern.

Fehlfunktion der Schilddrüse

Manchmal führt bereits eine nur sehr leicht ausgeprägte Unterfunktion der Schilddrüse zur Unfruchtbarkeit der Frau. Denn die Schilddrüsenhormone werden über einen Rückkopplungsmechanismus im Gehirn reguliert. Liegen sie in geringen Mengen vor, so produziert die Hirnanhangdrüse mehr Thyreoidea stimulierendes Hormon (TSH), um deren Bildung voranzutreiben.

Doch hierdurch werden auch andere Hormone beeinflusst, was sich dann wiederum negativ auf den weiblichen Zyklus auswirken kann.

Störungen der Hirnanhangdrüse

Damit eine Eizelle heranreifen kann, muss der Eierstock Signale aus der Hirnanhangdrüse erhalten. So sind das Follikelstimulierende Hormon (FSH) und das Luteinisierende Hormon (LH) für die Fruchtbarkeit zwei entscheidende Faktoren. Bleibt die Produktion dieser Botenstoffe unter dem Normalmaß, so bildet der Eierstock kein Östrogen, und auch der Eisprung bleibt aus.

Die Regelblutung tritt nur noch selten oder gar nicht mehr auf. Es gibt verschiedene Gründe für Störungen dieser Hirnfunktionen. So können zum Beispiel psychischer Stress, Hochleistungssport oder Magersucht die Ausschüttung der Hormone zum Stillstand bringen. Sehr selten vermindern hingegen Tumoren die Durchblutung der betreffenden Hirnregionen.

Prolaktinüberschuss

Fruchtbarkeit FrauProlaktin, ein Hormon der Hirnanhangdrüse, wird vor allem in der Stillzeit vermehrt ausgeschüttet, da es für die Milchbildung nötig ist. Ist es erhöht, so hemmt es die Bildung der für den Zyklus wichtigen Hormone FSH und LH. Daher kann Prolaktin den Eisprung unterdrücken oder die Eireifung vermindern.

Als Ursachen für den Prolaktinüberschuss gelten eine Schilddrüsenunterfunktion, seelischer und körperlicher Stress oder (meist gutartige) Tumoren im Gehirn. Natürlich kann auch Stillen die Fruchtbarkeit einschränken, wenngleich es keinesfalls als sicheres Verhütungsmittel gilt. Zahlreiche Medikamente sind ebenfalls dafür bekannt, den Prolaktinspiegel zu erhöhen und damit zu einem unerfüllten Kinderwunsch zu führen.

Vorzeitige Wechseljahre

Obwohl bei vielen Frauen die Eierstöcke erst mit etwa 50 Jahren ihre Funktion einstellen, kann es auch schon bei wesentlich jüngeren Frauen zu Wechseljahren kommen. Tritt dieses Stadium bereits vor dem 40. Lebensjahr ein, so spricht man von vorzeitigen Wechseljahren. Hiervon sind teilweise bereits 20-jährige Frauen betroffen, wobei die Ursachen nicht bekannt sind.

Vorzeitige Wechseljahre sind manchmal nur vorübergehend, so dass sich die Fruchtbarkeit nach einiger Zeit wieder einstellt. Anerkannte Therapiemaßnahmen, die trotz Wechseljahre einen Kinderwunsch erfüllen können, gibt es allerdings nicht. Lediglich eine Eizellspende, die in Deutschland nicht erlaubt ist, kann bei vorzeitigen Wechseljahren zu einer Schwangerschaft führen.

Eileiterverklebung

Fruchtbarkeit FrauIst der Eileiter nicht durchgängig oder ist er mit dem umgebenden Gewebe verwachsen, so wird es schwierig für die Eizelle bis zur Gebärmutter zu gelangen. Ist der obere Teil des Eileiters, der Flimmertrichter, mit dem umliegenden Gewebe verklebt, so kann er sich nicht mehr ausreichend bewegen, um die Eizelle aktiv aufzunehmen.

Auch können die feinen Flimmerhärchen des Eileiters vernarbt und verwachsen sein. Diese transportieren die befruchtete Eizelle normalerweise bis in die Gebärmutter. Sind sie aber verstopft, so hat die Eizelle kaum eine Chance, an ihren Bestimmungsort zu gelangen. Vernarbte Eileiter können teilweise operativ geöffnet werden. In anderen Fällen ist eine in vitro Fertilisation (IVF) unumgänglich. Allerdings wird die Diagnose „Unfruchtbar durch verklebte Eileiter“ mitunter auch etwas vorschnell gestellt, so dass es dennoch manchmal in der Folge zu Schwangerschaften kommt.

Eine Frau besitzt zwei Eierstöcke, und dementsprechend auch zwei Eileiter, die bis zur Gebärmutter führen. Ist nur ein Eileiter verklebt, so kann die Frau weiterhin auf natürlichem Weg schwanger werden. Da aber in der Regel immer nur in einem der Eierstöcke eine Eizelle heranreift, ist die Fruchtbarkeit um 50 Prozent vermindert.

Chlamydieninfektion

Das Bakterium Chlamydia trachomatis kann unter anderem Infektionen der Geschlechtsorgane auslösen. Die Chlamydien Erreger werden beim ungeschützten Geschlechtsverkehr übertagen und führen bei der Frau teilweise zu Zwischenblutungen, Unterleibsschmerzen oder verstärktem Ausfluss .Doch sehr häufig verläuft die Infektion völlig unbemerkt. Es kann allerdings zu Verwachsungen und zu Verklebungen der Organe führen, was eine Unfruchtbarkeit zur Folge haben kann.

Andere Entzündungen

Obwohl meistens Chlamydien an den Entzündungen der Eileiter und den damit verbunden Verklebungen und Verwachsungen beteiligt sind, können auch andere Bakterien, wenn sie die Barriere des sauren Scheidenmilieus erst einmal passiert haben, beteiligt sein.

Bakterien können besonders leicht in die Gebärmutter und die Eileiter gelangen, wenn der Muttermund geöffnet ist. Dies ist während der Regelblutung, nach Ausschabungen und nach einer Geburt der Fall. Auch die Spirale als Verhütungsmittel begünstigt das Eindringen von Krankheitskeimen, so dass es hier vor allem bei jungen Frauen zu Infektionen kommen kann.

Sterilisation

Frauen, die mit der Familienplanung abgeschlossen haben, lassen sich häufig gezielt sterilisieren, um unfruchtbar zu werden. Hierbei werden die Eileiter durch Hitze verklebt. Allerdings kommt es vor, dass nach einer Scheidung erneut ein Kinderwunsch mit einem anderen Partner besteht. Auch dann kann man versuchen, mittels einer Operation die Durchgängigkeit wiederzuerlangen.

Endometriose

Bei der Endometriose gelang Schleimhaut aus der Gebärmutter in den Bauchraum und setzt sich dort an den Organen fest. Die Schleimhaut baut sich dort weiterhin zyklisch auf und blutet gleichzeitig mit der Periode ab, so wie es auch in der Gebärmutter üblich ist. Befindet sich das Gewebe an den Eierstöcken, so bildet es manchmal blutgefüllte Hohlräume (Zysten) aus. Die Endometriose kann aber auch den Darm, das Bauchfell oder andere Organe des Bauchraums befallen – dann allerdings seltener mit Zysten.

Die Schleimhaut verbindet und vernarbt die Gewebe miteinander. Recht selten sind die Endometriosen deshalb für eine Verklebung der Eileiter verantwortlich. Aber auch wenn andere Geschlechtsorgane zusammenhaften und hierdurch ihre Beweglichkeit gestört wird, ist die Fruchtbarkeit oft eingeschränkt. Manchmal treten Symptome wie chronische Unterbauchschmerzen, verlängerte und verstärkte Menstruationsblutungen oder Regelschmerzen auf.

Zysten

Neben den Endometriosezysten gibt es weitere flüssigkeitsgefüllte Hohlräume, die die Fruchtbarkeit beeinflussen können. Bei den Funktionszysten geht ein Gelbkörper nicht am Ende des Zyklus zugrunde, sondern verbleibt im Eierstock. Dabei produziert er weiterhin Progesteron, so dass das hormonelle Gleichgewicht gestört wird.

Ein Eisprung findet normalerweise nicht mehr statt. Funktionszysten verschwinden meist von alleine während der Regelblutung in einem der nächsten Zyklen. Sie schränken die Fruchtbarkeit also nur kurzfristig ein.

Myome

Myome, gutartige Geschwulste der Gebärmutter, entstehen aus dem Bindegewebe der Muskelschicht. Sie sind nur selten Grund für eine Unfruchtbarkeit, können aber – je nach Lage – einen Eileiter versperren oder die Einnistung behindern. Auch lösen sie manchmal Fehlgeburten aus. Symptome, die gelegentlich durch Myome auftreten, sind verstärkte Blutungen oder Regelschmerzen. Myome können operativ oder hormonell behandelt werden.

Übergewicht

Ein starkes Übergewicht wirkt sich immer negativ auf die Hormonproduktion aus. Zum einen bilden auch die Fettzellen Östrogene, wodurch das Gleichgewicht der weiblichen Sexualhormone empfindlich gestört werden kann. Allein hierdurch kann eine Unfruchtbarkeit auftreten.

Und auch Androgene, die als männliche Sexualhormone bezeichneten Botenstoffe, werden hier gebildet, was bei einem Zuviel ebenfalls den Zyklus durcheinanderbringt und die Fruchtbarkeit beeinträchtigt. Übergewicht wirkt sich außerdem nachteilig auf den Insulinhaushalt aus. Ein erhöhter Insulinspiegel wiederum regt die Produktion der Androgene weiter an. Häufig kommt es außerdem zum PCO-Syndrom, einer häufigen Ursache für Unfruchtbarkeit und unerfüllten Kinderwunsch.

Insbesondere bei dieser Ursache sollte eine zusätzliche Vitaminversorgung in Betracht gezogen werden. Die Aminosäure L-Carnitin hat in diesem Zusammenhang eine doppelte Funktion: L-Carnitin hilft bei der Fettverbrennung und fördert gleichzeitig die Fruchtbarkeit.

Untergewicht

Bei starkem Untergewicht und Magersucht, aber auch bei Bulimie, schränkt das Gehirn die Produktion des Gondatropin Releasing Hormons (GnRH) so stark ein, dass hiervon viele Funktionen des Körpers betroffen sind. Unter anderem wird auch die Eizellreifung eingestellt, so dass kein Eisprung mehr stattfindet.

Oft bleibt die Regelblutung ebenfalls aus. Hinzu kommt, dass bei extremem Untergewicht viele Nährstoffe nicht in ausreichender Menge vorhanden sind, die für die Fruchtbarkeit nötig sind.

Funktionsausfall der Geschlechtsorgane

Unfruchtbarkeit Ursache FrauEine Fehlbildung der Gebärmutter ist selten. Dennoch kommt es manchmal bei der komplexen Entwicklung zu Fehlern, woraus sich beispielsweise eine Unterversorgung des Embryos mit Nährstoffen und eine hieraus resultiere Fehlgeburt ergeben kann.

Ebenso kann eine Veränderung des Gebärmutterhalses dazu führen, dass die Spermien nur sehr schlecht oder gar nicht hindurch gelangen. Die schlechte Durchgängigkeit kann durch Operationen und damit zusammenhängende Vernarbungen, aber auch durch Entzündungen ausgelöst worden sein.

Manchmal nistet sich eine befruchtete Eizelle nicht in der Gebärmutter, sondern bereits im Eileiter ein. Dies kann für die Mutter lebensbedrohlich werden, wenn es nicht rechtzeitig erkannt wird. Meist muss der Eileiter komplett entfernt werden. Ist der zweite Eileiter weiterhin funktionstüchtig, so ist in der Folge die Fruchtbarkeit lediglich eingeschränkt.

Die operative Entfernung beider Eierstöcke führt zu einer Unfruchtbarkeit. Fällt lediglich ein Eierstock aus, so übernimmt normalerweise der andere die Aufgabe alleine. Hierdurch ist die Fruchtbarkeit also nicht eingeschränkt.

Einige Chemotherapien können das Gewebe der Eierstöcke zerstören, so dass die Frauen in der Folge unfruchtbar werden. Die Eizellreifung kann ausbleiben, aber auch die Hormonproduktion wird beeinträchtigt. Allerdings hängt es sehr von der Menge der Zerstörung ab, wie stark die Fruchtbarkeit eingeschränkt ist.

Einige Krebserkrankungen machen die Behandlung mit solchen Medikamenten nötig, die auch die Keimzellen schädigen. Da die Eizellen der Frau aber bereits vor der Geburt angelegt werden, können sie nicht regeneriert werden. Ob eine Frau nach einer Chemotherapie vorübergehend oder sogar dauerhaft unfruchtbar wird, hängt von der Art der Medikamente, von der Dosis und von der Dauer der Therapie ab.

Antikörper gegen Spermien, Eizelle oder Embryo

Jeder Organismus erkennt körperfremde Bestandteile – etwa Bakterien, Viren und Giftstoffe – um diese gezielt abzuwehren. Dann bildet das Immunsystem Antikörper, um die Eindringlinge zu eliminieren. Doch in seltenen Fällen bildet das Abwehrsystem einer Frau auch Antikörper gegen die Spermien ihres Partners. Diese werden dann durch das Sekret im Gebärmutterhals zerstört, so dass sie den Eileiter nicht erreichen.

Äußerst selten kommt es auch vor, dass ein weiblicher Organismus Antikörper gegen die eigene Eizelle bildet, so dass diese bekämpft wird. In wieder anderen Fällen wird der Embryo angegriffen. Da dieser ja für das Abwehrsystem der Mutter immer erst einmal als Fremdkörper gilt, muss ihr Organismus eine Immuntoleranz entwickeln. Bleibt diese aber aus, so kommt es zum Angriff auf den Embryo und eine damit verbundene Fehlgeburt.

Lesen Sie auch hier zu Ursachen der Unfruchtbarkeit des Mannes.