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Männer reagieren auf die fruchtbaren Tage von Frauen

schwanger werden Kinderwunsch

Die Biologie des Menschen ist hochkomplex und uns in den Details noch garnicht erschlossen. Von vielen Sachverhalten wissen wir, dass es so ist, aber nicht warum und wie im Detail die Mechanismen funktionieren. So ist es auch mit der Fruchtbarkeit der Frau und wie die Frau ihre Umwelt darauf aufmerksam macht.

Die Signale, die die Frau aussendet, sind nicht so “plump” wie beim Schimpansen, bei dem das Weibchen mit einem  erröteten Po ihre Fruchtbarkeit zeigt. Bei uns Menschen ist das viel subtiler, beiden Partnern sehr oft garnicht bewusst, aber trotzdem messbar. Zumindest haben das jetzt Forscher herausgefunden:

Männer können unbewusst sehen, ob Frauen ihre fruchtbaren Tage haben oder nicht!

Dass es so ist, war schon länger bekannt ud ist mehrfach nachgewiesen worden, indem man Männer Photos von ein und derselben Frau während ihres Eisprungs und in der unfruchtbaren Phase gezeigt hat. Die Frau während und kurz vor dem Eisprung war für die Männer signifikant attraktiver.

Jetzt haben Forscher von der Universität Bern zwar noch nicht herausgefunden, was genau der Effekt ist. Sie konnten aber zumindest Photos per Computer so verändern, dass die Gesichter “fruchtbare Züge” bekommen haben. Sehr subtile Veränderungen, kaum sichtbar, und trotzdem haben Männer diese Frauenphotos konsistent als fürsorglicher, attraktiver und flirtbereiter eingeschätzt.

Übrigens verändert sich auch der Gang einer Frau, wenn sie fruchtbar ist. Französische Forscher haben herausgefunden, dass die Frauen dann nämlich im Auge der Männer attraktiver gehen.

 

5+9 Tipps, wie jede Frau ihre Fruchtbarkeit steigern kann

schwanger Fruchtbarkeit Tipps

Fruchtbarkeit steigern TippsSicherlich können sich schwerwiegende organische Fruchtbarkeitsstörungen nicht allein durch eine Ernährungsumstellung oder eine Akupunktur heilen lassen. Dennoch wirken sich ein gesunder Lebenswandel, vitalstoffreiche Ernährung oder Nahrungsergänzung und sanfte Heilmethoden positiv auf die Fertilität aus und gelten als sinnvolle Unterstützung bei einem bestehenden Kinderwunsch.

Das Gute an dieser Art die Fruchtbarkeit zu steigern: Es kommt hierbei zu keinen unerwünschten Nebenwirkungen oder Begleiterscheinungen.

Im Gegenteil: Oftmals verbessert sich auch das allgemeine Wohlbefinden enorm, so dass Sie auf ganzer Linie von der Umstellung Ihrer Gewohnheiten profitieren.

Frau – Mann – Beide

Zu 40% liegt die Ursache für einen unerfüllten Kinderwunsch an der Frau, zu 40% am Mann, und zu 20% sind bei beiden Partnern Ursachen zu suchen. Ihr Partner sollte daher genauso mit gesundem Lebensstil dafür Sorge tragen, die Chancen auf ein gesundes Kind erheblich zu erhöhen. Für ihn gelten die meisten der Aussagen ebenfalls.

Ein natürliches, studiengeprüftes “Boosting” der Spermien kann der Mann durch diese Produkte erreichen:

Damit zu beginnen kann es nie zu früh sein, denn auch hier sind bei der Vitaminkur Nebenwirkungen ausgeschlossen und die Spermien benötigen drei Monate zur Entwicklung (Spermatogenese).

Die besten Tipps, wie Sie auf natürliche Art und Weise die Fruchtbarkeit der Frau steigern können, haben wir hier für Sie zusammengefasst:

1. Gesunde Ernährung

Eine wichtige Voraussetzung für die weibliche Fruchtbarkeit ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Denn nur wenn unser Körper ausreichend mit Vitaminen und Nährstoffen versorgt wird, kann sich Nachwuchs einstellen. Bei einer Unterernährung, etwa durch Magersucht oder Bulimie ausgelöst, stellt der weibliche Organismus nämlich oft als erstes seine Fortpflanzungsfähigkeit ein, um den Körper nicht auch noch mit einer Schwangerschaft zu belasten. Zyklusstörungen oder völlig ausbleibende Regelblutungen zeigen in diesen Fällen die Unfruchtbarkeit an.

Doch auch Übergewicht kann die Fruchtbarkeit herabsetzen, da hierdurch manchmal das hormonelle Gleichgewicht aus den Fugen gerät.

schwanger Fruchtbarkeit TippsAber selbst wenn die Fehlernährung nicht direkt auf den ersten Blick deutlich wird, so kann dennoch das Fehlen eines wichtigen Nährstoffs die Fruchtbarkeit einschränken. Daher gilt eine ausgewogene und gesunde Ernährung als eine der wichtigsten Voraussetzungen bei einem unerfüllten Kinderwunsch.

Wissenschaftler empfehlen eine Vollwertkost, bei der frische pflanzliche Lebensmittel die Hauptbestandteile sein sollten. Vollkornprodukte sind solchen aus Weißmehl vorzuziehen. Viele Fertigprodukte enthalten sehr häufig versteckte Zucker und gesättigte Fettsäuren, die sich negativ auf die Gesundheit – und dadurch auch auf die Fruchtbarkeit – auswirken können. Fleisch sollten Sie nach Möglichkeit höchstens zweimal in der Woche essen, während Sie Fisch und Milchprodukte durchaus häufig zu sich nehmen sollten.

Wichtig ist es außerdem, immer ausreichend zu trinken. Wasser und Früchtetees sind dabei besonders gesund, wohingegen der Konsum von Kaffee, schwarzem Tee und Limonade in der Kinderwunschzeit deutlich eingeschränkt werden sollte.

Wer nicht regelmäßig Rohkost, frisches Obst und Fisch isst, sollte den zweiten Tipp besonders beherzigen:

2. Vitamine und Omega-3 Fettsäuren ergänzen

Viele Vitamine spielen eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung der weiblichen Geschlechtshormone, bei der Eizellreifung und bei der Einnistung in die Gebärmutter. Vor allem sind hier die B-Vitamine Niacin (B3), Pantothensäure (Vitamin B5), Pyridoxin (Vitamin B6) und Folsäure (Vitamin B9) zu nennen, außerdem die Vitamine C und Vitamin E, sowie Beta-Carotin, die Vorstufe von Vitamin A.

Eine Ernährung kann heutzutage kaum ausgewogen sein – zu oft verhindern beruflicher Alltag und Zeitmangel das Zubereiten frischer Rohkost. Stattdessen kommt Essen aus der Kantine auf den Tisch – so ausgelaugt und oft unbewusst zerkocht, dass es quasi Null Gehalt an wichtigen Vitaminen aufweist!

Zudem ist immer wieder in Untersuchungen festgestellt worden, dass sich die Vitamingehalte von Obst und Gemüse in den letzten 20 Jahren um 30% verringert haben – offensichtlich der Tribut an ertragreiche Sorten und Pflanzmethoden.

orthomolDa Folsäure aber nicht nur für die Fruchtbarkeit essentiell ist, sondern auch in der sehr frühen Embryonalentwicklung eine entscheidende Rolle spielt, empfehlen Mediziner, diese Substanz bei bestehendem Kinderwunsch und VOR der Schwangerschaft als Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen.

Vitamin A ist zwar lebensnotwendig, eine zu hohe Dosis kann allerdings dem Embryo schaden. Frauen mit Kinderwunsch sollten daher Leber und Lebertran nur in Maßen genießen. Nahrungsergänzungen mit Vitamin A sind hingegen empfehlenswert, denn ihre Menge bewegt sich eigentlich immer im Bereich zwischen 50% und 100% der empfohlenen Tagesdosis – das ist sehr sinnvoll und weit weit entfernt von irgendeiner Gefahr von Überdosierungen.

Empfehlenswerte Produkte zur Nahrungsergänzung bei Frauen mit Kinderwunsch sind insbesondere

amitaminWährend Orthomol natal das bekanntere und in allen Apotheken erhältliche Produkt ist, ist amitamin Vitalität feminin sehr ähnlich von den Inhaltsstoffen her, preiswerter und enthält Omega 3 Fettsäuren. In beiden Fällen sind alle Vitalstoffbedürfnisse gedeckt, so dass auch Kantinenessen oder hin und wieder Fast Food nicht verhindern, dass der Körper allzeit mit den richtigen Vitaminen und Mineralstoffen versorgt ist.

Im Shop amitamin.de gibt es ebenfalls ein Produkt, mit dem der Mann seine Fruchtbarkeit steigern kann, Vitalität M forte (eigentlich zur Behandlung erektiler Dysfunktion). Die Arginin-Formel kann dazu führen, dass die Anzahl der gesunden Spermien sich um den Faktor vier vervielfachen kann.

3. Sport und Bewegung

Wer sich körperlich fit hält, tut seiner Gesundheit in jedem Fall etwas Gutes. Und das wirkt sich höchstwahrscheinlich auch positiv auf die Fruchtbarkeit aus. Leichter Sport reguliert die Insulinausschüttung bei Frauen, was dem weiblichen Hormonhaushalt zugutekommt. Joggen, Walken, Schwimmen und Inlineskaten zählen zu den Sportarten, die in der Kinderwunschzeit besonders effektiv sind. Wer Fitness und Entspannung verbinden möchte, kann seinen Körper mit Gymnastik oder mit Yoga in Schwung bringen.

Eine besondere Form der Entspannungsübungen ist das so genannte Hormon-Yoga, das ursprünglich für Frauen in den Wechseljahren entwickelt wurde. Es hilft dabei, die Tätigkeit der Eierstöcke zu regulieren und kann auf diese Weise auch die Fruchtbarkeit steigern. Luna-Yoga, das ebenfalls den weiblichen Zyklus positiv beeinflussen soll, unterstützt das körperliche Wohlbefinden und aktiviert die Selbstheilungskräfte der Frau.

Zu exzessiver Sport kann sich allerdings auch negativ auf die Fruchtbarkeit auswirken (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19801570). Dies hängt vermutlich damit zusammen, dass der Körper alle Reserven zur Regeneration aufbraucht, wodurch noch dazu das hormonelle Gleichgewicht durcheinander geraten kann.

4. Stress abbauen

Kinderwunsch Tipps fruchtbarIm Beruf, im Straßenverkehr und beim Einkauf sind wir immer wieder unzähligen Stressfaktoren ausgesetzt. Und selbst ein unerfüllter Kinderwunsch kann uns auf Dauer ziemlich zusetzen. Da psychischer Stress aber das hormonelle Gleichgewicht durcheinander bringen kann, sollten Sie sich während der Kinderwunschphase viele Auszeiten und Wohlfühlmomente gönnen.

Entspannungsübungen, Massagen und Meditation können das Wohlbefinden steigern und möglicherweise auch dabei helfen, die Fruchtbarkeit zu verbessern.

5. Nikotin und Alkohol vermeiden

Bereits bei bestehendem Kinderwusch sollten Sie Ihren Zigarettenkonsum und auch das Passivrauchen weitestgehend einstellen. Denn die Inhaltsstoffe des Tabaks können, laut verschiedener Studien, zu Unfruchtbarkeit führen. Dies hängt damit zusammen, dass die Giftstoffe die Keimdrüsen schädigen, die Produktion von Progesteron beeinträchtigen oder die Einnistung verhindern können (unter anderem zusammengefasst in www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18460944).

Alkohol kann sich ebenfalls negativ auf die Fruchtbarkeit auswirken, da es den Hormonhaushalt durcheinanderbringt. Experten empfehlen, bei bestehendem Kinderwunsch höchstens zwei- bis dreimal in der Woche alkoholische Getränke zu trinken.

Diese 5 Tipps sollten Sie unbedingt einhalten – eine gesunde Ernährung und Bewegung ist – wissenschaftlich erwiesen und auch evolutionsbedingt logisch – das A und O der Fruchtbarkeit!

Diese weiteren 9 Tipps sind ebenfalls empfehlenswert. Sie müssen davon allerdings nicht alle so streng beachten wie bei den ersten 5 Tipps.

6. Umweltgifte meiden

Fruchtbarkeit Schwangerschaft KinderwunschWir sind täglich einer Vielzahl von Umweltgiften ausgesetzt: Pestizide, Weichmacher, Schwermetalle, chemische Lösungsmittel und Abgase. Sie alle können sich negativ auf die Fruchtbarkeit auswirken. Leider ist es überhaupt nicht möglich, all diesen Umweltgiften zu entkommen. Allerdings können Sie die Aufnahme der Giftstoffe teilweise einschränken, indem Sie frisches Obst und Gemüse immer gründlich abwaschen und biologisch angebaute Produkte bevorzugen. Verzichten Sie möglichst auf Nahrungsmittel aus Dosen oder Kunststoffverpackungen.

Besteht bei Ihnen derzeit ein Kinderwunsch, sollten Sie möglichst nicht die Wände Ihrer Wohnung mit Farben streichen, die Lösungsmittel enthalten. Auch neue Teppiche und Möbel können wochenlang Gase freisetzen, die sich negativ auf die Fruchtbarkeit auswirken. Selbst bei Haushaltsreinigern und Kosmetika sollten Sie vorsichtig sein. Einige Frauenärzte raten außerdem dazu, in der Phase des Kinderwunsches auf das Färben der Haare zu verzichten, obwohl bisherige Studien keine fruchtbarkeitsmindernde Wirkung bei Menschen belegen (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17012331).

Frauen im gebärfähigen Alter, die beispielsweise als Raumpflegerinnen, Medizinerinnen oder Frisörinnen beruflich immer wieder mit giftigen Stoffen in Berührung kommen, sollten sich bei der Anwendung der Chemikalien genau an die Sicherheitsvorschriften halten (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17966264).

7. Ausreichend schlafen

Genügend Schlaf ist für viele Körperfunktionen wichtig. Auch die Fruchtbarkeit scheint durch ständigen Schlafmangel gestört zu werden. Denn die innere Uhr wird nachhaltig durcheinandergebracht, was sich auch auf die Hormonproduktion negativ auswirkt. Eine groß angelegte Studie zeigt zum Beispiel, dass Schichtarbeiterinnen etwas häufiger einen unregelmäßigen Zyklus und die damit verbundenen Fruchtbarkeitsprobleme aufweisen als andere Frauen (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21364464).

8. Stellungen beim Geschlechtsverkehr

Um schwanger zu werden, ist der richtige Zeitpunkt für Sex die wichtigste Voraussetzung. Und auch eine günstige Stellung beim Geschlechtsverkehr kann die Chancen auf eine Befruchtung der Eizelle verbessern. Schließlich gibt es Positionen, bei denen das Sperma direkt vor den Muttermund gelangt, so dass die Samenzellen einfacher den Weg bis zur Eizelle finden können. Dies ist zum Beispiel bei der Missionarsstellung der Fall. Aber auch, wenn die Frau auf dem Bauch liegt und der Mann von hinten in ihre Vagina eindringt, erreicht das Sperma bereits beim Samenerguss den Muttermund.

Ungeeignet sind hingegen Stellungen, bei denen die Spermien leicht wieder aus der Scheide ausgespült werden, etwa beim Sex im Stehen oder im Sitzen. Gleitcremes enthalten teilweise Substanzen, die den Spermien schaden können. Daher sollten Sie, wenn möglich, auf diese verzichten.

Empfehlenswert ist es, nach dem Sex noch etwa eine halbe Stunde lang auf dem Rücken zu liegen und das Becken mit Kissen etwas zu erhöhen. Denn so bekommen die Spermien ausreichend Zeit, um in großer Anzahl durch den Muttermund in die Gebärmutter zu gelangen.

9. Lustvoller Sex

Fruchtbarkeit erektile DysfunktionJe lustvoller der Geschlechtsverkehr ist, desto feuchter wird auch die Scheide. Dies wiederum hilft den Samenzellen auf ihrem Weg durch Vagina und Gebärmutterhals. Während ein männlicher Orgasmus für eine Schwangerschaft unabdingbar ist, gehen viele Wissenschaftler davon aus, dass auch der weibliche Höhepunkt die Fruchtbarkeit fördert. Denn die beim Orgasmus entstehenden Muskelkontraktionen sorgen dafür, dass sofort mehr Sperma in die Gebärmutter gelangt.

Wenn es längere Zeit trotz Kinderwunsch nicht mit dem Schwangerwerden klappt, dann setzen sich Paare oft sehr unter Druck und der Sex findet nur noch nach genauem Terminplan statt. Doch dies kann die Lust am Liebesakt leider völlig einschränken – ein Teufelskreis, aus dem es auszubrechen gilt!

Auch wenn es schwer fällt: Versuchen Sie, es gelassen anzugehen und beim Sex nicht immer nur ans Kinderkriegen zu denken.

10. Fruchtbarkeitsmassage

Eine sanfte Methode bei unerfülltem Kinderwunsch ist die Fruchtbarkeitsmassage, die den Hormonhaushalt und den Zyklus ins Gleichgewicht bringen soll, darüber hinaus den Körper entschlackt und die Geschlechtsorgane im Becken in die optimale Lage bringt. Die Massagetechnik geht auf das „Creative Healing” des 1874 in England geborenen Joseph B. Stephenson zurück.

In den 1990er Jahren hat die Reproduktionsmedizinerin Dr. Gowri Motha erfolgreich damit begonnen, Frauen während ihrer Kinderwunschbehandlung durch die Fruchtbarkeitsmassage und andere ganzheitliche Therapieformen zu unterstützen. Mittlerweile hat sich die Methode, aufgrund der positiven Erfahrungen, etabliert. Dennoch gibt es in Deutschland bisher wenige Heilpraktiker, die eine Fruchtbarkeitsmassage anbieten. Paare können die Techniken auch selber erlernen, um sanft ihre Fruchtbarkeit zu verbessern.

11. Entschlackung

Heilpraktiker empfehlen Frauen mit Kinderwunsch eine Entschlackungskur. Denn hierbei werden viele Giftstoffe ausgeschieden, die die Fruchtbarkeit beeinträchtigen können. Auch normalisiert sich durch Heilfasten der Säure-Basen-Haushalt Ihres Körpers, was sich positiv auf den gesamten Organismus auswirkt.

12. Akupunktur

künstliche BefruchtungAkupunktur wird bei vielen Erkrankungen erfolgreich angewendet, so dass mittlerweile auch westliche Mediziner den Nutzen dieser chinesischen Therapieform anerkennen. Einige Studien deuten darauf hin, dass die Akupunktur auch die weibliche Fruchtbarkeit verbessern kann. Denn es wird vermutet, dass durch die gezielten Stiche körpereigene Botenstoffe freigesetzt werden, die wiederum die Hormontätigkeit positiv beeinflussen. Außerdem regen sie beispielsweise die Durchblutung der weiblichen Geschlechtsorgane an, was sich ebenfalls fruchtbarkeitsfördern auswirken kann.

Bei einer Studie erhielten Frauen während ihrer Kinderwunschbehandlung zusätzlich zur künstlichen Befruchtung eine Akupunktur. Im Gegensatz zur Kontrollgruppe wurden signifikant mehr Frauen schwanger (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11937123).

Andere Untersuchungen kommen zu ähnlichen Ergebnissen, wobei durch die geringen Teilnehmerzahlen die Ergebnisse nicht immer aussagekräftig sind (zusammengefasst in www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12477502).

13. Homöopathie

Auch die Homöopathie wird gerne mal genannt, wenn es darum geht, schwanger zu werden. So werden verschiedene Globuli und Schüßler-Salze bei Gelbkörperschwäche, Endometriosen, einer verzögerten Eireifung oder Fruchtbarkeitsstörungen ohne bekannte organische Gründe in Verbindung gebracht. Gerne empfehlen die Alternativmediziner eine individuelle Therapie, weil sich dadurch die besten Erfolge versprechen würden.

Fakt ist allerdings: Dieser Tipp ist allerdings nicht wissenschaftlich hinterlegt – die klassische Medizin spricht der Homöopathie (nicht nur beim Thema Fruchtbarkeit) ihre Wirksamkeit komplett ab. Auch wir haben keine Studien gefunden, die bei homöopathischen Mitteln positive Wirkungen auf die Fertilität erzielt hätte.

14. Hormonelle Verhütungsmittel rechtzeitig absetzen

Auch wenn einige Frauen bereits einen Monat nach Absetzen der Antibabypille schwanger werden, so brauchen andere doch länger, bevor sich der Zyklus normalisiert. Manchmal kann es sogar bis zu zwei Jahre dauern, bevor wieder ein regelmäßiger Eisprung stattfindet. Wissenschaftler gehen aber im Allgemeinen davon aus, dass bei hormonellen Verhütungsmethoden bei den meisten Frauen bereits nach wenigen Monaten die Fruchtbarkeit wiederhergestellt ist. Bei einer langjährigen Verwendung der Spirale ist in der Folge die Fruchtbarkeitsrate allerdings herabgesetzt.

Wenn Sie gerne in einigen Monaten schwanger werden wollen, aber zurzeit noch mit der Pille oder ähnlichen Medikamenten verhüten, so können Sie dennoch überlegen, bereits jetzt alternative Verhütungsmittel (etwa Kondome) einzusetzen, um demnächst nicht allzu lange auf das Wunschkind warten zu müssen.

Heilpflanzen und Kinderwunsch

Seit Jahrhunderten wird die positive Wirkung verschiedener Heilpflanzen bei Zyklusstörungen, Kinderwunsch und prämenstruellen Beschwerden beschrieben. Die Wirksamkeit einiger Heilkräuter ist wissenschaftlich belegt, denn die Pflanzen enthalten Vitalstoffe, die das natürliche Gleichgewicht des Körpers wiederherstellen. Doch bei vielen Pflanzen gibt es bisher keine gesicherten Studien, die die positiven Effekte belegen. Dies bedeutet aber nicht, dass die Pflanzen auf jeden Fall unwirksam sind. So sind Heilpraktiker, Naturheilkundler und zahlreiche betroffene Frauen von der fruchtbarkeitssteigernden Wirkung der Kräuter überzeugt – auch wenn die Wirkung in den meisten Fällen wissenschaftlicht nicht nachweisbar ist.

Halten Sie sich bei der Dosierung deshalb auch immer an die Herstellerangaben. Denn selbst, wenn es sich „nur“ um Naturkräuter handelt, können die Inhaltsstoffe bei falscher Anwendung doch unerwünschte Reaktionen in Ihrem Körper hervorrufen. Teemischungen, Dragees und andere Heilkräuterzubereitungen gibt es rezeptfrei in der Apotheke, teilweise auch in Reformhäusern, in Teeläden und in Drogeriemärkten.

Einige Heilkräuter wirken spezifisch nur in einer der beiden Zyklushälften, etwa weil sie hormonähnliche Substanzen enthalten, die den weiblichen Botenstoffen ähnlich sind. Daher ist es für die Anwendung sehr sinnvoll, einen Zykluskalender zu führen und den Eisprung beispielsweise mithilfe der Temperaturmessung oder einem Ovulationstest zu bestimmen.

Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus)

Die getrockneten Früchte des Mönchspfeffers können auf sanfte Weise den Hormonhaushalt des weiblichen Körpers verbessern, da ihre Wirkstoffe die Ausschüttung von Prolaktin minimiert (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8369008). Denn erhöhte Prolaktinwerte (Hyperprolaktinämie) bringen den Zyklus durcheinander und verhindern oftmals einen Eisprung. Gleichzeitig verbessert Mönchspfeffer erwiesenermaßen die Bildung des Gelbkörperhormons Progesteron. Daher raten viele Gynäkologen ihren Patientinnen, die an einer leichten Gelbkörperschwäche oder einer Hyperprolaktinämie leiden, Mönchspfeffer-Präparate einzunehmen. Denn die meisten Frauen, bei denen der Hormonhaushalt nur etwas durcheinandergeraten ist, können mit Vitex agnus-castus ihre Zyklen hervorragend regulieren und damit ihre Fruchtbarkeit merklich verbessern.

Eine Verbesserung stellt sich meistens nach etwa zwei bis drei Monaten regelmäßiger Einnahme ein. Der Arzneistoff ist rezeptfrei in der Apotheke erhältlich, er sollte täglich zur etwa gleichen Zeit eingenommen werden. Sprechen Sie vor der Einnahme aber unbedingt mit Ihrem Frauenarzt. Denn wenn die Zyklusstörungen und die verminderte Fruchtbarkeit durch andere Faktoren ausgelöst werden als durch erhöhte Prolaktinwerte oder eine Gelbkörperinsuffizienz, so bringt das Heilmittel den Zyklus möglicherweise sogar noch mehr durcheinander. Setzen Sie das Medikament außerdem ab, sobald Sie merken, dass Sie schwanger sind.

Als Nebenwirkung bei der Anwendung von Mönchspfeffer-Präparaten treten manchmal juckender Hautausschlag oder ein Anschwellen der Brüste auf. Bei Endometriosen oder verschiedenen hormonabhängigen Krebserkrankungen sollte das Medikament auf keinen Fall eingenommen werden, ebenso während der Schwangerschaft und der Stillzeit.

Frauenmantel (Alchemilla vulgaris)

Obwohl die positive Wirkung von Frauenmanteltee wissenschaftlich bisher nicht bestätigt wurde, schwören viele Frauen bei unerfülltem Kinderwunsch, bei Menstruationsbeschwerden und bei zahlreichen anderen Frauenleiden auf das großblättrige Rosengewächs. So soll es den Eisprung anregen, den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut begünstigen und den Uterus kräftigen. Da Frauenmantel unter anderem Inhaltsstoffe enthält, die dem Progesteron ähnlich sind, kann es auch bei Gelbkörperschwäche eingesetzt werden.

Frauenmanteltee können Sie den ganzen Zyklus über trinken. Viele Naturheilkundler empfehlen aber in der ersten Zyklushälfte Himbeerblättertee und erst nach dem Eisprung (beispielsweise erkennbar durch Hochlage der Basaltemperatur) Frauenmantel. In speziellen Frauenteemischungen und in Zyklustees ist das getrocknete Kraut ebenfalls enthalten.

Übergießen Sie für eine Tasse etwa zwei Teelöffel getrocknetes Frauenmantelkraut oder frische zerstoßene Blätter mit kochendem Wasser. Lassen Sie den Tee zehn bis zwölf Minuten ziehen, bevor sie die Blätter abseihen. Sie dürfen täglich bis zu drei Tassen des Frauenmanteltees, der aufgrund der Gerb- und Bitterstoffe, recht herb schmeckt, trinken.

Bei korrekter Anwendung sind keine Nebenwirkungen bekannt. Bei einer Überdosierung können die im Frauenmantel enthaltenen Gerbstoffe die Schleimhäute reizen und zu Erbrechen führen.

Himbeerblätter (Rubus idaeus)

Die Blätter der Himbeere enthalten Phytohormone, die denen des Östrogens recht ähnlich sind. Dies kann sich positiv auf die Eizellreifung und auf den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut auswirken. Die Blätter der Himbeere sollen darüber hinaus eine entspannende Wirkung auf die Gebärmutter haben. Daher geht die Naturheilkunde davon aus, dass hierdurch die Durchblutung der weiblichen Geschlechtsorgane gesteigert wird, was sich wiederum positiv auf die Fruchtbarkeit der Frau auswirken kann.

Übergießen Sie für eine Tasse einen Teelöffel Himbeerblätter im Teesieb mit kochendem Wasser. Lassen Sie den Tee fünf Minuten ziehen. Täglich sollten Sie etwa zwei oder drei Tassen Himbeerblättertee trinken.

Es empfiehlt sich, Himbeerblättertee zu Beginn des Zyklus bis zum Eisprung (beziehungsweise bis zur Hochlage Ihrer Basaltemperatur) zu trinken. Bei korrekter Anwendung sind keinerlei Nebenwirkungen bekannt. Allerdings sollte man den Himbeerblättertee in der frühen Schwangerschaft nicht trinken. In den letzten vier bis fünf Schwangerschaftswochen angewendet, kann der Himbeerblättertee aber möglicherweise dabei helfen, das Gewebe zu lockern und so die Geburt zu erleichtern.

Zyklustee

Zyklustee ist eine Mischung verschiedener Kräuter, die bei unerfülltem Kinderwunsch helfen sollen. Es handelt sich dabei meist um zwei verschiedene Mischungen, wobei die eine während der ersten und die andere während der zweiten Zyklushälfte getrunken wird. Es gibt fertige Teemischungen. Sie können den Zyklustee aber auch in der Apotheke anfertigen lassen. Übergießen Sie einen Esslöffel der jeweiligen Kräutermischung mit etwa 200 ml Wasser. Lassen Sie ihn vor dem Trinken etwa zehn Minuten ziehen, bevor Sie ihn abseihen.

Es gibt verschiedene Varianten der Zyklustees. Bewährt hat sich zum Beispiel folgendes Rezept, bei dem alle Heilkräuter zu gleichen Teilen enthalten sind:

Erste Zyklushälfte bis zum Eisprung

  • Beifuß (fördert den Eisprung und entschlackt)
  • Himbeerblätter (siehe oben)
  • Holunderblüten (unterstützt das follikelstimulierende Hormon)
  • Rosmarin (regt die Eierstöcke an; fördert den Eisprung)
  • Salbei (enthält Phytohormone mit östrogenähnlicher Wirkung)

Von dem Zyklustee sollten Sie während der Follikelphase dreimal täglich eine Tasse trinken. Der Tee wird auch als Tieflagentee bezeichnet, da Sie Ihn trinken sollten, solange Ihre Basaltemperatur niedrig ist.

Zweite Zyklushälfte

  • Brennnessel (fördert den Stoffwechsel und entgiftet den Körper)
  • Frauenmantel (siehe oben)
  • Scharfgarbe (Inhaltsstoffe haben progesteronähnliche Wirkung)

Von diesem Zyklustee sollten Sie in der Gelbkörperphase etwa drei Tassen täglich trinken. Beginnen Sie mit diesem Tee, wenn Sie eine Hochlage Ihrer Basaltemperatur bemerken.

Andere Teemischungen, die Frauen während ihrer Kinderwunschzeit unterstützen, können den gesamten Zyklus über genommen werden. Dies hat den Vorteil, dass Sie den Zeitpunkt Ihres Eisprungs nicht exakt kennen müssen. Sie enthalten beispielsweise Frauenmantel, Johanniskraut, Labkraut, Storchenschnabel, Schafgarbe und Steinklee.

Weitere Heilpflanzen

Es gibt viele weitere Heilpflanzen, die bei einem unerfüllten Kinderwunsch helfen und den Zyklus regulieren sollen. So wird das nordamerikanische Heilkraut Falsches Einkorn (Chamaelirium luteum) beispielsweise bei Endometriosen, bei Fehlfunktionen der Eierstöcke und bei Zysten eingesetzt, die die Fruchtbarkeit einschränken. Basilikum, Koriander und Melisse haben eine leicht östrogenähnliche Wirkung, während Wilder Yams in der Gelbkörperphase bei einer Progesteronschwäche helfen kann. Ingwer und Ginseng sollen die Fortpflanzungsorgane stärken, während Schneeallbaum und Gänsefingerkraut ebenfalls dafür verwendet werden, die weibliche Fruchtbarkeit zu steigern.

Vitamine und Omega-3 Fettsäuren

Die wissenschaftlich gesicherte Alternative zur Steigerung der Fruchtbarkeit der Frau: Vitamine, Mineralstoffe und Omega 3 Fettsäuren haben eine nachgewiesene Wirkung auf die Fruchtbarkeit und – sie verhelfen gleich von der ersten Woche der Schwangerschaft an zu einer gesunden, optimalen Entwicklung des Kindes. Denn gerade in dieser Zeit werden grundsätzliche Voraussetzungen geschaffen, die später auch durch gesunde Ernährung nicht mehr korrigiert werden können.

Omega-3 Fettsäuren, die die werdende Mutter vor und während der Schwangerschaft einnimmt und auch während der Stillzeit, wurden in mehreren Studien als die Intelligenz des Kindes fördernd nachgewiesen.

Ähnliches gilt für Folsäure (Vitamin B9): An Folsäure mangelt es über 50% der Frauen. Ist der Folsäurespiegel während der ersten Wochen der Schwangerschaft ausreichend hoch, verringert sich die Gefahr von Neuralrohrdefekten des Fötus um 75%. Eine regelmäßige, präventive Einnahme von Nahrungsergänzungen mit Folsäure ist also jeder Frau in gebährfähigem Alter allein aus diesem Grunde dringend zu raten.

Ursachen der Unfruchtbarkeit beim Mann

Künstliche Befruchtung Fruchtbarkeit

Ursachen Unfruchtbarkeit MannEine Unfruchtbarkeit des Mannes zeigt sich sehr häufig dadurch, dass die Spermienqualität herabgesetzt ist. Mithilfe eines Spermiogramms lassen sich die Menge, das Aussehen und die Beweglichkeit der Samenzellen bestimmen. Sind gleich alle drei Werte betroffen, so spricht man von einer Oligo-Astheno-Teratozoospermie (OAT-Syndrom).

Dieses kann viele Gründe haben, die sich allerdings häufig nicht diagnostizieren lassen. Manchmal sind die Ursachen für eine geringe Spermienmenge oder die schlechte Beweglichkeit im Ejakulat allerdings nachprüfbar.

Die gute Nachricht ist: Die Qualität und Anzahl der beweglichen Spermien lässt sich in einigen Fällen durch Aminosäuren auf natürliche Art steigern (siehe L-Arginin und Fruchtbarkeit des Mannes).

Die Ursachen für eine fehlende Fruchtbarkeit des Mannes können vielfältig sein, wie man an dieser Aufstellung sehen kann:

Mumps

Bekommt ein Mann nach Beginn der Pubertät Mumps, so kann es während der Erkrankung zu einer Entzündung im Hoden kommen, die eine Unfruchtbarkeit zur Folge hat. Die Bildung der Spermien bleibt danach oft gänzlich aus. Manchmal ist die Fruchtbarkeit nur eingeschränkt. Ein Spermiogramm kann Aufschluss über die Reichweite der Schädigung geben.

Hodenhochstand

Eizelle Befruchtung SpermienNormalerweise wandert der männliche Hoden während der Embryonalentwicklung aus dem Bauchraum in den Hodensack. Doch manchmal bleibt diese Verschiebung aus. Da aber für die Spermienentwicklung eine konstante Temperatur von etwa 32 °C benötigt wird, ist es im Bauchraum oder der Leistengegend einfach viel zu warm. Die Folge ist eine verminderte Spermienqualität.

Heutzutage werden die meisten Jungen mit Hodenhochstand bereits in ihrem ersten Lebensjahr behandelt, um einer späteren Unfruchtbarkeit vorzubeugen.

Da ein Hodenhochstand für eine zu hohe Temperatur der Hoden führt, muss in diesem Fall ganz besonders aufgepasst werden, dass die Hoden anderweitig nicht mit zu viel Wärme versorgt werden (insbesondere enge Kleidung, Sauna, Sitzheizungen im Auto oder z.B. ein Notebook auf dem Schoß). Auch in diesem Fall könnte die Einnahme von L-Arginin die Anzahl und Beweglichkeit der Spermien erhöhen und so die Fruchtbarkeit steigern.

Hodenkrampfader

Eine verdickte Ader am Hoden kann möglicherweise die Temperatur ebenfalls so stark erhöhen, dass die Spermienproduktion nicht mehr optimal abläuft. Eine operative Entfernung der Hodenkrampfader wird daher häufig empfohlen. Allerdings herrscht unter Urologen keine Einigkeit darüber, ob hierdurch die Fruchtbarkeit wirklich entscheidend verbessert wird.

Hitze

Befruchtung SpermienHohe Temperaturen sind schädlich für die Entwicklung der männlichen Keimzellen. Deshalb ist auch der Hoden – als Produktionsort der Samenzellen – so aufgebaut, dass er bei tiefen Temperaturen näher zum Körper hinrückt und sich bei Hitze weiter entfernt. Werden die Samenzellen nur kurzfristig der Hitze ausgesetzt, so schränkt sich die Fruchtbarkeit nicht entscheidend ein.

Doch häufige Saunabesuche, das Tragen enger Hosen oder das regelmäßige Einschalten der Sitzheizungen im Auto können sich vorübergehend negativ auf die Entwicklung der Spermien auswirken. Bei einem bestehenden Kinderwunsch sollten solche Hitzequellen daher vermieden werden

Verletzungen der Hoden

Wurden die Hoden bei Unfällen verletzt, so kann es passieren, dass eine Spermienproduktion unmöglich wird. Betrifft die Verletzung nur kleine Bereiche, so ist die Fruchtbarkeit manchmal lediglich eingeschränkt

Umweltgifte und Genussmittel

Obwohl viele Zusammenhänge noch unklar sind, so ist doch erwiesen, dass sich manche Faktoren schädlich auf die Spermienproduktion auswirken. Beispielsweise können übermäßiger Alkohol- oder Zigarettenkonsum, zahlreiche Medikamente und unterschiedliche Umweltgifte die Spermienqualität vorübergehend oder dauerhaft negativ beeinflussen. Eine gesunde Lebensführung bei bestehendem Kinderwunsch wirkt sich daher meist positiv auf die Fruchtbarkeit aus.

Chemotherapien

Viele Chemotherapeutika, die bei Krebsbehandlungen zum Einsatz kommen, können die Samenproduktion nachhaltig schädigen. Manchmal besteht die Unfruchtbarkeit zwar nur über einen kurzen Zeitraum, doch es kommt auch vor, dass sie bestehen bleibt. Daher ist es ratsam, bereits vor einer Chemotherapie über das Einfrieren von Samenzellen nachzudenken, selbst wenn aktuell kein Kinderwunsch besteht.

Angeborener Funktionsausfall der Geschlechtsorgane

Gene FruchtbarkeitManchmal kommt es zu angeborenen Defekten, bei denen beispielsweise im Hoden das Gewebe fehlt, das später die Samenzellen produziert.

Bei anderen Männern ist der Samenleiter nicht ausgebildet, so dass die Spermien, die völlig normal gebildet werden, nicht transportiert werden können. Diese Erkrankung tritt häufig in Zusammenhang mit einer Mukoviszidose auf. Diese Störungen sind wenn überhaupt dann nur operativ heilbar.

Sterilisation

Ist der Kinderwunsch abgeschlossen, so entschließen sich manche Männer für eine Sterilisation, bei der der Samenleiter unterbrochen wird. Entscheidet sich der Mann später doch noch einmal für ein eigenes Kind, so ist manchmal eine Operation erfolgreich, die den Samentransport wieder möglich macht.

Chlamydieninfektion und andere Entzündungen

Entzündungen, meist ausgelöst durch das Bakterium Chlamydia trachomatis, können dazu führen, dass die sehr feinen Samengänge im Nebenhoden verkleben und undurchlässig werden. Krankheitserreger können außerdem Giftstoffe bilden, die die Entwicklung der Spermien beziehungsweise deren Beweglichkeit einschränken. Ist nur ein Nebenhoden betroffen, ist die Fruchtbarkeit lediglich vermindert.

Tückisch an einer Chlamydieninfektion ist, dass diese Erreger vom Mann oft unbemerkt bleiben. Bei der Frau verursachen Chlamydien oft starke Schmerzen, der Mann aber bemerkt kaum etwas oder zeigt auch keinerlei Symptome. So bleibt die Chlamydieninfektion unentdeckt, wenn sie nicht vom Arzt durch einen Abstrich und das Anlegen einer Kultur erkannt wird. Das kann aber nur passieren, wenn der Arzt bewusst danach sucht.

Sind hingegen beide Nebenhoden verschlossen, so kann ein operativer Eingriff oder eine Entnahme der Spermien aus dem Nebenhoden den Kinderwunsch erfüllen.

Ejakulationsstörungen

Manche Männer sind aufgrund einer Querschnittslähmung oder verschiedener Erkrankungen nicht in der Lage zu ejakulieren. Bei anderen befinden sich in der Samenflüssigkeit keine Spermien, da diese nicht nach außen, sondern in die Blase gespült werden. Ein operativer Eingriff ist teilweise möglich.

Hierfür können Operationen, aber auch eine Diabetes-Erkrankung verantwortlich sein.

Spermien-Antikörper

Normalerweise bilden Männer keine Antikörper gegen ihre eigenen Spermien aus, da zwischen der Blutbahn und dem Produktionsort der Keimzellen eine natürliche Barriere besteht. Doch wenn – bedingt durch Verletzungen oder Entzündungen der Samenwege – Spermien in die Blutbahn gelangen, kann das Immunsystem gegen diese Antikörper bilden, so dass die Keimzellen verklumpen.

Übergewicht

Stark übergewichtige Männer produzieren meist weniger Testosteron. Doch dieses männliche Geschlechtshormon ist für den korrekten Ablauf der Spermien nötig. Studien zeigen, dass die durchschnittliche Spermienqualität von fettleibigen Männern im Vergleich zu normal- und untergewichtigen Herren erniedrigt ist. Dabei scheint nicht nur die Spermienanzahl, sondern auch deren Beweglichkeit eingeschränkt zu sein, wodurch die Fruchtbarkeit insgesamt abnimmt.

Erektile Dysfunktion

Erektionsstörungen (erektile Dysfunktion) sind ebenfalls manchmal der Grund für eine Unfruchtbarkeit. Denn wenn aufgrund einer Impotenz kein Geschlechtsverkehr ausgeübt werden kann, so bleibt ein bestehender Kinderwunsch unerfüllt. Verschiedene neuronale Krankheiten und Stoffwechselstörungen können die Ursache der Erektilen Dysfunktion sein. Auch können hormonelle Störungen vorliegen.

Manchmal sind aber auch psychische Ursachen der Grund für die Impotenz. Auch hierbei kann die Aminosäure L-Arginin und speziell formulierte Produkte helfen.

Globozoospermie

Bei der Globozoospermie fehlen den Samenzellen die Kopfkappen (Akrosome). Da diese aber Enzyme enthalten, die für das Eindringen in die Eizelle nötig sind, wird eine Befruchtung unmöglich. Eine Globozoospermie ist eine angeborene Funktionsstörung, die zu einer lebenslangen Unfruchtbarkeit führt.

In manchen Fällen können nur operative Eingriffe helfen. Im Falle einer eingeschränkten Fruchtbarkeit mit lediglich verminderter Spermienanzahl und Spermienqualität kann aber die natürliche Therapie mit Aminosäuren sinnvoll sein. Der große Vorteil: gleichzeitig wird die Erektion verbessert und es gibt keine Nebenwirkungen.

Suchen Sie nach einer natürlichen Möglichkeit, die Anzahl und Qualität von Spermien zu erhöhen? Lesen Sie weiter im Bericht über die Aminosäure L-Arginin.

Fruchtbarkeit und Menopause bei der Frau

fruchtbarkeit Tage Eisprung

Die Fruchtbarkeit (Fertilität) einer Frau beginnt mit ihrem Eisprung zwei Wochen vor der ersten Periode und endet mit der letzten Menstruationsblutung (Menopause). Doch bereits in den Jahren vor der Menopause werden die Zyklen aufgrund der hormonellen Umstellung unregelmäßiger.

Da es seltener zu Eisprüngen kommt und das hormonelle Ungleichgewicht den Zyklus durcheinanderbringt, nimmt bereits in dieser Zeit die Fruchtbarkeit sehr stark ab. Außerdem treten während dieser Phase (Klimakterium) häufig die typischen Wechseljahrsbeschwerden auf. Die Wechseljahre können zwar recht beschwerdefrei und fast unbemerkt vorübergehen, können den weiblichen Körper aber auch jahrelang stark belasten.

Beginn der sinkenden Fruchtbarkeit

Während einige Frauen noch bis zu ihrem 55. Lebensjahr (meist unregelmäßige) Zyklen haben, endet bei anderen bereits zehn Jahre früher die fruchtbare Zeit. Durchschnittlich findet die Menopause mit etwa 50 bis 55 Jahren statt. Die Eierstöcke (Ovarien) produzieren in der Zeit zuvor immer weniger Östrogen und Progesteron, wodurch die Hirnanhangdrüse mehr Hormone bereitstellt, um diesen Zustand auszugleichen und eine verstärkte Ausschüttung der ovariellen Botenstoffe herbeizuführen.

Da die Eierstöcke auf die Stimulation aber nicht wie gewohnt reagieren, kommt es zu einem sehr komplexen und langwierigen Prozess, wobei sich der Hormonhaushalt langsam auf einem niedrigeren Level einpendelt. Meist dauert es etwa fünf bis zehn Jahre, bevor der weibliche Körper sich an die Umstellung des Hormonhaushalts gewöhnt hat.

Kinderwunsch ZellteilungSolange unregelmäßige Zyklen auftreten, besteht weiterhin die Chance auf eine Schwangerschaft. Da die Eisprünge aber seltener werden und das hormonelle Gleichgewicht durcheinandergeraten ist, wird die Wahrscheinlichkeit für eine erfolgreiche Befruchtung und Einnistung immer geringer. Ältere Frauen erleiden überdies wesentlich häufiger eine Fehlgeburt als beispielsweise 20-Jährige.

Mit dem Alter der Mutter nehmen aber auch Gendefekte beim Nachwuchs, etwa Trisomie 21, zu. Dies liegt daran, dass die Keimzellen der Frau schon während ihrer Embryonalentwicklung angelegt werden und bis zur vollständigen Reifung in den Eierstöcken verharren.

Dort sind sie im Laufe der Zeit vielen schädlichen Substanzen (etwa Umweltgiften) ausgesetzt, die beispielsweise eine vermehrte Fehlerhäufigkeit bei der Zellteilung begünstigen. Je älter die Eizellen, desto wahrscheinlicher ist es also, dass sich hierdurch Defekte entwickeln. Auch steigt mit dem Alter die Komplikationshäufigkeit während der Schwangerschaft.

Die Fruchtbarkeit sinkt bereits vor den Wechseljahren

Fruchtbarkeit FrauDie Fruchtbarkeit nimmt aber nicht erst mit Beginn der Wechseljahre stetig ab. Bereits mit 35 Jahren liegt die Wahrscheinlichkeit, während eines Zyklus schwanger zu werden, schon nur noch bei 15 Prozent (im Gegensatz zu etwa 30 Prozent bei 20-jährigen Frauen). Ab dem 40. Lebensjahr sinkt die Wahrscheinlichkeit je Menstruationszyklus sogar auf fünf Prozent. Selbst mithilfe der modernen Reproduktionsmedizin lassen sich diese Werte nicht verbessern.

Zwar können Kinderwunschkliniken oft auch älteren Frauen zu einer Schwangerschaft verhelfen, doch dauert dies in der Regel wesentlich länger als bei jungen Paaren. Mit dem Eintritt der Menopause ist es einer Frau dann nicht mehr möglich, auf natürlichem Wege schwanger zu werden.

Die einzige Möglichkeit ist eine Eizellspende, die in Deutschland allerdings verboten ist.

Vorzeitige Wechseljahre

Treten die Wechseljahrsbeschwerden und das Ausbleiben der Monatsblutung schon vor dem 40. Lebensjahr auf, so spricht man von einer vorzeitigen Menopause. Die betroffenen Frauen leiden ebenso unter Hitzewallungen, Schweißausbrüchen und Schlafstörungen, weshalb auch die Bezeichnung „Vorzeitige Wechseljahre“ geläufig ist. Die verfrühte Menopause kann durch einen organisch bedingten Ausfall der Eierstöcke bereits bei 20-jährigen Frauen auftreten und führt bei ihnen ebenso zu einer Unfruchtbarkeit. Obwohl die genaue Ursache für diese Erkrankung unbekannt ist, kommt es gelegentlich vor, dass die Fruchtbarkeit sich später wieder einstellt.

FruchtbarkeitWird die vorzeitige Menopause hingegen durch operative Eingriffe an den Eierstöcken ausgelöst, so bleibt die Unfruchtbarkeit zeitlebens bestehen. Die vorzeitigen Wechseljahre können außerdem durch Bestrahlung oder die Behandlung mit Antiöstrogenen – etwa bei der Brustkrebstherapie – herbeigeführt werden. Selbst Operationen nahe den Eierstöcken können zu einem Funktionsverlust der Ovarien führen.

So können auch eine Gebärmutterentfernung oder eine Sterilisation vorzeitige Wechseljahre auslösen. Gleiches kommt bei der Myomembolisation, einer neuen Methode zur Behandlung gutartiger Wucherungen in der Gebärmutter, vor.

Höheres Alter der Paare beim Kinderwunsch

Kinderwunsch MenopauseEs gibt zahlreiche Gründe, warum Paare ihren Kinderwunsch immer weiter nach hinten verschieben. Sie stehen fest im Berufsleben und können nach der Elternzeit problemlos an ihren alten Arbeitsplatz zurückkehren, sie sind hierdurch finanziell abgesichert und nicht auf fremde Hilfe angewiesen. Die Partnerschaft ist seit vielen Jahren gefestigt. Und die beiden konnten ihre kinderlose Zeit für zahlreiche Urlaubsreisen, Partys oder eigene Hobbys nutzen, so dass sie später nicht das Gefühl haben, durch die Familie etwas im Leben verpasst zu haben.

Doch wissen viele Paare gar nicht, dass ihre Fruchtbarkeit bereits mit 35 Jahren sinkt – nicht nur die Fertilität der Frau, sondern auch die Fruchtbarkeit des Mannes nimmt ab. Umso schockierender ist es für sie, wenn es plötzlich mit Ende 30 oder Anfang 40 nicht mehr mit dem eigenen Baby klappt.

Daher raten Fachleute, mit der Familienplanung nicht zu spät zu beginnen. Denn gegen die biologische Uhr können selbst Reproduktionsmediziner nichts ausrichten.

Genetische Ursachen eines unerfüllten Kinderwunsches

Gene Fruchtbarkeit

Gene FruchtbarkeitDamit ein Lebewesen sich korrekt entwickeln kann, benötigt es in seinen Zellen Erbinformationen. Beim Menschen liegen diese in Form von vielen Tausend Genen auf insgesamt 46 Chromosomen vor. Während Eizellen und Spermien nur den halben Chromosomensatz aufweisen (23), besitzt die befruchtete Eizelle nach der Verschmelzung der väterlichen und der mütterlichen Zellkerne wieder die doppelte Ausführung.

Doch nicht immer gelingt die richtige Halbierung des Chromosomensatzes bei der Bildung der Keimzellen, so dass die Nachkommen eine fehlerhafte Anzahl der Erbanlagen aufweisen. Bei Personen mit Trisomie 21 (Down-Syndrom) ist beispielsweise das Chromosom 21 gleich dreimal vorhanden. Während Menschen mit Trisomie 21 lebensfähig sind, gelten viele andere genetische Defekte als so gravierend, dass die Embryonen bereits nach kurzer Zeit im Mutterleib absterben.

Liegen bei der Frau oder dem Mann die Geschlechtschromosomen in fehlerhafter Zahl vor, so ist eine Unfruchtbarkeit oft die Folge. Denn während Frauen zwei so genannte X-Chromosomen besitzen, liegt beim Mann ein X- und ein Y-Chromosom vor. Frauen mit nur einem X-Chromosom (Turner-Syndrom) haben zwar eine normale Lebenserwartung, doch enthalten ihre Eierstöcke keine Follikel.

künstliche BefruchtungEin bestehender Kinderwunsch kann daher nur durch eine – in Deutschland verbotene – Eizellspende erfüllt werden. Auch beim Triple-X-Syndrom (drei X-Chromosomen) einer Frau kann die Fruchtbarkeit eingeschränkt sein. Besitzt ein Mann neben einem Y-Chromosom gleich zwei X-Chromosomen (XXY), so spricht man vom Klinefelter-Syndrom. Auch diese Männer sind fast immer unfruchtbar. Männer des XYY-Typs hingegen haben manchmal eine leicht eingeschränkte Fruchtbarkeit, können sich aber in der Regel dennoch problemlos fortpflanzen.

Verschiedene Erbkrankheiten, bei denen lediglich ein Gen stark gestört ist, können manchmal zu einer erhöhten Fehlgeburtsrate führen. Die Entwicklung ist dann so sehr beeinträchtigt, dass der Embryo nicht lebensfähig ist und frühzeitig abstirbt. Liegen bekanntermaßen sehr schwere Gendefekte in der Familie der Frau oder des Mannes vor, so können Fruchtwasseruntersuchungen oder eine künstliche Befruchtung mit nicht betroffenen Keimzellen oder mit Spendersamen das Risiko einer Vererbung minimieren. Allerdings sind auch diese Behandlungen teils mit Risiken verbunden, so dass hier das Für und Wider sorgfältig bedacht werden muss.

Ursachen der Unfruchtbarkeit bei der Frau

Unfruchtbarkeit Frau

Schwanger UnfruchtbarkeitSowohl bei Frauen als auch bei Männern können viele Faktoren eine Unfruchtbarkeit hervorrufen. Nicht immer können diese umfassend geklärt werden. Doch mittels modernen medizinischer Methoden lassen sich sehr häufig die Ursachen für die verminderte Fruchtbarkeit finden.

In diesem Artikel führen wir die vielfältigen Ursachen für eine mögliche Unfruchtbarkeit der Frau auf.

Es ist vielleicht wichtig zu verstehen, dass es verschiedene Stufen von Unfruchtbarkeit gibt. Teilweise ist die Fruchtbarkeit überhaupt nicht mehr gegeben.

Oft aber ist die Fruchtbarkeit nur mehr oder weniger eingeschränkt. Die Ursache ist dann zumindest teilweise ein Mangel an Nährstoffen. Dieser kann relativ einfach durch spezialisierte Nahrungsergänzungen behoben werden, die wir Ihnen unter den “Produkten” forstellen.

Mögliche Ursachen einer Unfruchtbarkeit der Frau

Hormonelle Störungen

Bei ausbleibenden oder zu kurzen Menstruationszyklen entsteht entweder keine reife Eizelle, der Eisprung findet nicht statt oder die Aufrechterhaltung der Schwangerschaft ist unmöglich. Dies hängt sehr häufig mit einem Ungleichgewicht der beteiligten Hormone zusammen.

Dieses Ungleichgewicht kann wiederum durch eine Stoffwechselstörung, durch Nährstoffmangel oder durch äußere Faktoren verursacht werden. Blutuntersuchungen zu verschiedenen Zeiten des Zyklus geben Aufschluss darüber, ob die Konzentrationen der Botenstoffe stimmig sind.

Polyzystisches Ovarialsyndrom (PCO-Syndrom)

Eine sehr häufige hormonelle Störung bei Frauen im gebärfähigen Alter ist das Polyzystische Ovarialsyndrom. Hierbei bilden sich meist mehrere recht umfangreiche Zysten in den Eierstöcken (Ovarien), wodurch auch deren Größe stark zunimmt. Gleichzeitig ist oft der Zyklus unregelmäßig und beträgt dann mehr als 35 Tage. Die Regel kann aber auch ganz ausbleiben.

Es werden vermehrt männliche Sexualhormone gebildet, wodurch es unter anderem zu Akne, zu Bartwuchs, aber auch zu Haarausfall auf dem Kopf kommen kann. Obwohl die Ursachen für ein PCO-Syndrom noch nicht gänzlich geklärt sind, scheint ein erhöhter Insulinspiegel im Blut eine entscheidende Rolle bei der Ausbildung des Krankheitsbildes zu spielen.

Übergewichtige Frauen sind vom PCO-Syndrom besonders häufig betroffen. Manchmal können bereits eine Ernährungsumstellung und viel Bewegung das Syndrom – und damit die Unfruchtbarkeit – beseitigen. In anderen Fällen helfen Medikamente, den Kinderwunsch zu realisieren.

Überproduktion männlicher Geschlechtshormone

Obwohl Androgene als männliche Sexualhormone bezeichnet werden, müssen auch Frauen sie bilden, um wichtige Körperfunktionen aufrechtzuerhalten. Allerdings liegen die Androgene bei Frauen normalerweise in einem wesentlich geringeren Umfang vor als beim anderen Geschlecht. Sind die Werte zu hoch, kann dies den weiblichen Zyklus und damit die Fruchtbarkeit empfindlich stören.

Nicht nur beim PCO-Syndrom, bei einer auftretenden Insulinstörung und bei Übergewicht sind häufig vermehrt männliche Sexualhormone im Blut nachweisbar. Auch ein Enzymdefekt kann eine übermäßige Bildung der männlichen Geschlechtshormone bewirken. Sehr selten sind es Tumoren, die für die verstärkte Ausschüttung der Androgene verantwortlich sind.

Gelbkörperschwäche

Unfruchtbarkeit FrauBei einer Gelbkörperschwäche produziert der Follikelrest im Eierstock, aus dem die reife Eizelle stammt (Gelbkörper) nicht genügend Progesteron. Hierdurch ist die zweite Zyklushälfte verkürzt, wodurch die Einnistung eines Embryos unwahrscheinlich wird. Oft geht die Gelbkörperschwäche mit Schmierblutungen einher.

Man nimmt an, dass eine unzureichende Eizellreifung zur Ausprägung einer Gelbkörperschwäche führt, sicher ist dies allerdings nicht. Oft hilft bereits die Einnahme von Mönchspfeffer, um eine Gelbkörperschwäche auszugleichen und damit die Fruchtbarkeit zu verbessern.

Fehlfunktion der Schilddrüse

Manchmal führt bereits eine nur sehr leicht ausgeprägte Unterfunktion der Schilddrüse zur Unfruchtbarkeit der Frau. Denn die Schilddrüsenhormone werden über einen Rückkopplungsmechanismus im Gehirn reguliert. Liegen sie in geringen Mengen vor, so produziert die Hirnanhangdrüse mehr Thyreoidea stimulierendes Hormon (TSH), um deren Bildung voranzutreiben.

Doch hierdurch werden auch andere Hormone beeinflusst, was sich dann wiederum negativ auf den weiblichen Zyklus auswirken kann.

Störungen der Hirnanhangdrüse

Damit eine Eizelle heranreifen kann, muss der Eierstock Signale aus der Hirnanhangdrüse erhalten. So sind das Follikelstimulierende Hormon (FSH) und das Luteinisierende Hormon (LH) für die Fruchtbarkeit zwei entscheidende Faktoren. Bleibt die Produktion dieser Botenstoffe unter dem Normalmaß, so bildet der Eierstock kein Östrogen, und auch der Eisprung bleibt aus.

Die Regelblutung tritt nur noch selten oder gar nicht mehr auf. Es gibt verschiedene Gründe für Störungen dieser Hirnfunktionen. So können zum Beispiel psychischer Stress, Hochleistungssport oder Magersucht die Ausschüttung der Hormone zum Stillstand bringen. Sehr selten vermindern hingegen Tumoren die Durchblutung der betreffenden Hirnregionen.

Prolaktinüberschuss

Fruchtbarkeit FrauProlaktin, ein Hormon der Hirnanhangdrüse, wird vor allem in der Stillzeit vermehrt ausgeschüttet, da es für die Milchbildung nötig ist. Ist es erhöht, so hemmt es die Bildung der für den Zyklus wichtigen Hormone FSH und LH. Daher kann Prolaktin den Eisprung unterdrücken oder die Eireifung vermindern.

Als Ursachen für den Prolaktinüberschuss gelten eine Schilddrüsenunterfunktion, seelischer und körperlicher Stress oder (meist gutartige) Tumoren im Gehirn. Natürlich kann auch Stillen die Fruchtbarkeit einschränken, wenngleich es keinesfalls als sicheres Verhütungsmittel gilt. Zahlreiche Medikamente sind ebenfalls dafür bekannt, den Prolaktinspiegel zu erhöhen und damit zu einem unerfüllten Kinderwunsch zu führen.

Vorzeitige Wechseljahre

Obwohl bei vielen Frauen die Eierstöcke erst mit etwa 50 Jahren ihre Funktion einstellen, kann es auch schon bei wesentlich jüngeren Frauen zu Wechseljahren kommen. Tritt dieses Stadium bereits vor dem 40. Lebensjahr ein, so spricht man von vorzeitigen Wechseljahren. Hiervon sind teilweise bereits 20-jährige Frauen betroffen, wobei die Ursachen nicht bekannt sind.

Vorzeitige Wechseljahre sind manchmal nur vorübergehend, so dass sich die Fruchtbarkeit nach einiger Zeit wieder einstellt. Anerkannte Therapiemaßnahmen, die trotz Wechseljahre einen Kinderwunsch erfüllen können, gibt es allerdings nicht. Lediglich eine Eizellspende, die in Deutschland nicht erlaubt ist, kann bei vorzeitigen Wechseljahren zu einer Schwangerschaft führen.

Eileiterverklebung

Fruchtbarkeit FrauIst der Eileiter nicht durchgängig oder ist er mit dem umgebenden Gewebe verwachsen, so wird es schwierig für die Eizelle bis zur Gebärmutter zu gelangen. Ist der obere Teil des Eileiters, der Flimmertrichter, mit dem umliegenden Gewebe verklebt, so kann er sich nicht mehr ausreichend bewegen, um die Eizelle aktiv aufzunehmen.

Auch können die feinen Flimmerhärchen des Eileiters vernarbt und verwachsen sein. Diese transportieren die befruchtete Eizelle normalerweise bis in die Gebärmutter. Sind sie aber verstopft, so hat die Eizelle kaum eine Chance, an ihren Bestimmungsort zu gelangen. Vernarbte Eileiter können teilweise operativ geöffnet werden. In anderen Fällen ist eine in vitro Fertilisation (IVF) unumgänglich. Allerdings wird die Diagnose „Unfruchtbar durch verklebte Eileiter“ mitunter auch etwas vorschnell gestellt, so dass es dennoch manchmal in der Folge zu Schwangerschaften kommt.

Eine Frau besitzt zwei Eierstöcke, und dementsprechend auch zwei Eileiter, die bis zur Gebärmutter führen. Ist nur ein Eileiter verklebt, so kann die Frau weiterhin auf natürlichem Weg schwanger werden. Da aber in der Regel immer nur in einem der Eierstöcke eine Eizelle heranreift, ist die Fruchtbarkeit um 50 Prozent vermindert.

Chlamydieninfektion

Das Bakterium Chlamydia trachomatis kann unter anderem Infektionen der Geschlechtsorgane auslösen. Die Chlamydien Erreger werden beim ungeschützten Geschlechtsverkehr übertagen und führen bei der Frau teilweise zu Zwischenblutungen, Unterleibsschmerzen oder verstärktem Ausfluss .Doch sehr häufig verläuft die Infektion völlig unbemerkt. Es kann allerdings zu Verwachsungen und zu Verklebungen der Organe führen, was eine Unfruchtbarkeit zur Folge haben kann.

Andere Entzündungen

Obwohl meistens Chlamydien an den Entzündungen der Eileiter und den damit verbunden Verklebungen und Verwachsungen beteiligt sind, können auch andere Bakterien, wenn sie die Barriere des sauren Scheidenmilieus erst einmal passiert haben, beteiligt sein.

Bakterien können besonders leicht in die Gebärmutter und die Eileiter gelangen, wenn der Muttermund geöffnet ist. Dies ist während der Regelblutung, nach Ausschabungen und nach einer Geburt der Fall. Auch die Spirale als Verhütungsmittel begünstigt das Eindringen von Krankheitskeimen, so dass es hier vor allem bei jungen Frauen zu Infektionen kommen kann.

Sterilisation

Frauen, die mit der Familienplanung abgeschlossen haben, lassen sich häufig gezielt sterilisieren, um unfruchtbar zu werden. Hierbei werden die Eileiter durch Hitze verklebt. Allerdings kommt es vor, dass nach einer Scheidung erneut ein Kinderwunsch mit einem anderen Partner besteht. Auch dann kann man versuchen, mittels einer Operation die Durchgängigkeit wiederzuerlangen.

Endometriose

Bei der Endometriose gelang Schleimhaut aus der Gebärmutter in den Bauchraum und setzt sich dort an den Organen fest. Die Schleimhaut baut sich dort weiterhin zyklisch auf und blutet gleichzeitig mit der Periode ab, so wie es auch in der Gebärmutter üblich ist. Befindet sich das Gewebe an den Eierstöcken, so bildet es manchmal blutgefüllte Hohlräume (Zysten) aus. Die Endometriose kann aber auch den Darm, das Bauchfell oder andere Organe des Bauchraums befallen – dann allerdings seltener mit Zysten.

Die Schleimhaut verbindet und vernarbt die Gewebe miteinander. Recht selten sind die Endometriosen deshalb für eine Verklebung der Eileiter verantwortlich. Aber auch wenn andere Geschlechtsorgane zusammenhaften und hierdurch ihre Beweglichkeit gestört wird, ist die Fruchtbarkeit oft eingeschränkt. Manchmal treten Symptome wie chronische Unterbauchschmerzen, verlängerte und verstärkte Menstruationsblutungen oder Regelschmerzen auf.

Zysten

Neben den Endometriosezysten gibt es weitere flüssigkeitsgefüllte Hohlräume, die die Fruchtbarkeit beeinflussen können. Bei den Funktionszysten geht ein Gelbkörper nicht am Ende des Zyklus zugrunde, sondern verbleibt im Eierstock. Dabei produziert er weiterhin Progesteron, so dass das hormonelle Gleichgewicht gestört wird.

Ein Eisprung findet normalerweise nicht mehr statt. Funktionszysten verschwinden meist von alleine während der Regelblutung in einem der nächsten Zyklen. Sie schränken die Fruchtbarkeit also nur kurzfristig ein.

Myome

Myome, gutartige Geschwulste der Gebärmutter, entstehen aus dem Bindegewebe der Muskelschicht. Sie sind nur selten Grund für eine Unfruchtbarkeit, können aber – je nach Lage – einen Eileiter versperren oder die Einnistung behindern. Auch lösen sie manchmal Fehlgeburten aus. Symptome, die gelegentlich durch Myome auftreten, sind verstärkte Blutungen oder Regelschmerzen. Myome können operativ oder hormonell behandelt werden.

Übergewicht

Ein starkes Übergewicht wirkt sich immer negativ auf die Hormonproduktion aus. Zum einen bilden auch die Fettzellen Östrogene, wodurch das Gleichgewicht der weiblichen Sexualhormone empfindlich gestört werden kann. Allein hierdurch kann eine Unfruchtbarkeit auftreten.

Und auch Androgene, die als männliche Sexualhormone bezeichneten Botenstoffe, werden hier gebildet, was bei einem Zuviel ebenfalls den Zyklus durcheinanderbringt und die Fruchtbarkeit beeinträchtigt. Übergewicht wirkt sich außerdem nachteilig auf den Insulinhaushalt aus. Ein erhöhter Insulinspiegel wiederum regt die Produktion der Androgene weiter an. Häufig kommt es außerdem zum PCO-Syndrom, einer häufigen Ursache für Unfruchtbarkeit und unerfüllten Kinderwunsch.

Insbesondere bei dieser Ursache sollte eine zusätzliche Vitaminversorgung in Betracht gezogen werden. Die Aminosäure L-Carnitin hat in diesem Zusammenhang eine doppelte Funktion: L-Carnitin hilft bei der Fettverbrennung und fördert gleichzeitig die Fruchtbarkeit.

Untergewicht

Bei starkem Untergewicht und Magersucht, aber auch bei Bulimie, schränkt das Gehirn die Produktion des Gondatropin Releasing Hormons (GnRH) so stark ein, dass hiervon viele Funktionen des Körpers betroffen sind. Unter anderem wird auch die Eizellreifung eingestellt, so dass kein Eisprung mehr stattfindet.

Oft bleibt die Regelblutung ebenfalls aus. Hinzu kommt, dass bei extremem Untergewicht viele Nährstoffe nicht in ausreichender Menge vorhanden sind, die für die Fruchtbarkeit nötig sind.

Funktionsausfall der Geschlechtsorgane

Unfruchtbarkeit Ursache FrauEine Fehlbildung der Gebärmutter ist selten. Dennoch kommt es manchmal bei der komplexen Entwicklung zu Fehlern, woraus sich beispielsweise eine Unterversorgung des Embryos mit Nährstoffen und eine hieraus resultiere Fehlgeburt ergeben kann.

Ebenso kann eine Veränderung des Gebärmutterhalses dazu führen, dass die Spermien nur sehr schlecht oder gar nicht hindurch gelangen. Die schlechte Durchgängigkeit kann durch Operationen und damit zusammenhängende Vernarbungen, aber auch durch Entzündungen ausgelöst worden sein.

Manchmal nistet sich eine befruchtete Eizelle nicht in der Gebärmutter, sondern bereits im Eileiter ein. Dies kann für die Mutter lebensbedrohlich werden, wenn es nicht rechtzeitig erkannt wird. Meist muss der Eileiter komplett entfernt werden. Ist der zweite Eileiter weiterhin funktionstüchtig, so ist in der Folge die Fruchtbarkeit lediglich eingeschränkt.

Die operative Entfernung beider Eierstöcke führt zu einer Unfruchtbarkeit. Fällt lediglich ein Eierstock aus, so übernimmt normalerweise der andere die Aufgabe alleine. Hierdurch ist die Fruchtbarkeit also nicht eingeschränkt.

Einige Chemotherapien können das Gewebe der Eierstöcke zerstören, so dass die Frauen in der Folge unfruchtbar werden. Die Eizellreifung kann ausbleiben, aber auch die Hormonproduktion wird beeinträchtigt. Allerdings hängt es sehr von der Menge der Zerstörung ab, wie stark die Fruchtbarkeit eingeschränkt ist.

Einige Krebserkrankungen machen die Behandlung mit solchen Medikamenten nötig, die auch die Keimzellen schädigen. Da die Eizellen der Frau aber bereits vor der Geburt angelegt werden, können sie nicht regeneriert werden. Ob eine Frau nach einer Chemotherapie vorübergehend oder sogar dauerhaft unfruchtbar wird, hängt von der Art der Medikamente, von der Dosis und von der Dauer der Therapie ab.

Antikörper gegen Spermien, Eizelle oder Embryo

Jeder Organismus erkennt körperfremde Bestandteile – etwa Bakterien, Viren und Giftstoffe – um diese gezielt abzuwehren. Dann bildet das Immunsystem Antikörper, um die Eindringlinge zu eliminieren. Doch in seltenen Fällen bildet das Abwehrsystem einer Frau auch Antikörper gegen die Spermien ihres Partners. Diese werden dann durch das Sekret im Gebärmutterhals zerstört, so dass sie den Eileiter nicht erreichen.

Äußerst selten kommt es auch vor, dass ein weiblicher Organismus Antikörper gegen die eigene Eizelle bildet, so dass diese bekämpft wird. In wieder anderen Fällen wird der Embryo angegriffen. Da dieser ja für das Abwehrsystem der Mutter immer erst einmal als Fremdkörper gilt, muss ihr Organismus eine Immuntoleranz entwickeln. Bleibt diese aber aus, so kommt es zum Angriff auf den Embryo und eine damit verbundene Fehlgeburt.

Lesen Sie auch hier zu Ursachen der Unfruchtbarkeit des Mannes.

Menstruationszyklus

Fruchtbarkeit Menstruation

Fruchtbarkeit steigernEine der wichtigsten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Schwangerschaft ist ein korrekt ablaufender Menstruationszyklus der Frau. Denn hierbei reift eine Eizelle heran, die anschließend vom Spermium befruchtet werden kann. Außerdem stellt sich der Körper der Frau in dieser Zeit optimal auf eine mögliche Schwangerschaft ein.

Die Gebärmutterschleimhaut baut sich auf und der Zervixschleim (Sekret des Muttermundes) wird dünnflüssig und somit leicht für die Spermien passierbar.

Doch nur in der kurzen Phase um den Eisprung herum ist die Frau überhaupt fruchtbar. Daher ist der richtige Zeitpunkt das A und O bei einem bestehenden Kinderwunsch.

Die Eibläschen reifen heran

In der mit Einsetzen der Regelblutung beginnenden Follikelphase reifen im Eierstock mehrere Eibläschen (Follikel) heran. Nachdem die alte Schleimhautschicht in der Gebärmutter gemeinsam mit dem Menstruationsblut ausgestoßen wurde, beginnt dort der Neuaufbau einer nährstoffreichen Zellschicht.

Die wichtigsten Hormone in der ersten Zyklushälfte sind das Follikelstimulierende Hormon (FSH) und das weibliche Sexualhormon Östrogen, wenngleich für deren korrekte Ausschüttung zahlreiche andere Botenstoffe nötig sind.

Die Follikelphase dauert bei einem regelmäßigen Menstruationszyklus (28 Tage) ungefähr zwei Wochen. Doch ihre Dauer kann bei unregelmäßigen Zyklen sehr stark variieren.

Der Eisprung

Wenn einer der Follikel (in seltenen Fällen auch zwei oder mehrere) sein Reifestadium erreicht hat, stößt er die Eizelle aus dem Eierstock heraus (Ovulation oder Eisprung), so dass diese in den Eileiter gelangt. Die reife Eizelle ist für etwa zwölf bis 24 Stunden befruchtungsfähig. Trifft sie in dieser Zeit auf ein Spermium, so kommt es zur Verschmelzung der Zellen, woraufhin die Entwicklung des Embryos beginnen kann.

Das Ei nistet sich ein

FruchtbarkeitDie befruchtete Eizelle wandert den Eileiter entlang bis zur Gebärmutter, wo sie nach etwa fünf bis zehn Tagen mit der Einnistung beginnt. Der in dem Eierstock verbliebene Follikel bildet das weibliche Geschlechtshormon Progesteron in großen Mengen und gibt es über den Blutkreislauf in den gesamten Körper ab. Aufgrund der auffälligen Färbung des Progesterons wird der Follikel jetzt als Gelbkörper bezeichnet. Demensprechend heißt die zweite Zyklushälfte auch Gelbkörperphase.

Die zweite Zyklushälfte dauert konstant zwölf bis 16 Tage. Ist diese Phase verkürzt, so kann sich der Embryo nicht einnisten und wird mit der nächsten Regelblutung ausgestoßen.

Der Embryo entwickelt sich weiter

Waren die Befruchtung, die frühen Zellteilungen und die Einnistung erfolgreich, so signalisiert der Embryo dem Gelbkörper, weiterhin Progesteron zu produzieren. Dieses Hormon wiederum sorgt dafür, dass die Gebärmutterschleimhaut erhalten bleibt und es zu keiner Blutung kommt. Der Körper der Frau stellt unter Beeinflussung der beteiligten Hormone den gesamten Stoffwechsel auf die Schwangerschaft um.

Nicht schwanger

Wurde die Eizelle hingegen nicht befruchtet oder nistet sie sich nicht ein, so verkümmert der Gelbkörper. Somit versiegt auch die Produktion des Progesterons. Da gleichzeitig die Ausschüttung von Östrogen abnimmt, kommt es in der Folge zu einer Blutung, bei der die Gebärmutterschleimhaut abgestoßen wird. Der Kreislauf beginnt von Neuem.

Unfruchtbarkeit der Frau oft durch Hormone bedingt

Da eine Schwangerschaft nur eintreten kann und aufrecht erhalten wird, wenn das sensible Gleichgewicht der Botenstoffe stimmig ist, kann eine Unfruchtbarkeit häufig auf einen Hormonmangel oder -überschuss der Frau zurückgeführt werden. Sehr oft führt eine Gelbkörperschwäche zu dem unerfüllten Kinderwunsch, denn sie bewirkt, dass sich die zweite Zyklushälfte verkürzt.

Doch auch eine Veränderung des Östrogenspiegels oder eine fehlerhafte Konzentration der Schilddrüsenhormone können die Unfruchtbarkeit auslösen. Selbst wenn die Zykluslänge im normalen Bereich (zwischen 25 und 35 Tagen) liegt, können einzelne Abweichungen die Eizellreifung oder andere Faktoren empfindlich stören.

Fruchtbare Tage und Kinderwunsch

Fruchtbarkeit MenstruationWer sich seinen Kinderwunsch erfüllen will, sollte die fruchtbaren Tage kennen. Eine Eizelle kann, wie beschrieben, nur in der Zeit kurz nach dem Eisprung befruchtet werden. Spermien überleben ebenfalls nicht unendlich lange im Genitaltrakt der Frau. Man geht davon aus, dass sie dort etwa drei bis fünf Tage lang fortpflanzungsfähig sind. Die männlichen Keimzellen benötigen außerdem ungefähr drei Stunden, bis sie den Eileiter erreicht haben.

Demnach beginnen die fruchtbaren Tage etwa fünf Tage vor dem Eisprung und enden am Tag nach der Ovulation. Der perfekte Zeitpunkt für den Geschlechtsverkehr liegt etwa einen Tag vor dem Eisprung, denn dann treffen besonders viele aktive Spermien auf die befruchtungsfähige Eizelle.

Kinderwunsch und Unfruchtbarkeit: Immer mehr Paare betroffen

Fruchtbarkeit Frau

FruchtbarkeitJährlich begeben sich etwa 200.000 Paare in Deutschland in eine Kinderwunsch-Behandlung. Denn Zyklusstörungen oder verklebte Eileiter, eine schlechte Spermienqualität oder genetische Anomalien scheinen eine natürliche Schwangerschaft unmöglich zu machen. Allein im Jahr 2003 entstanden hierzulande 20.000 Kinder durch eine künstliche Befruchtung.

Bei anderen Paaren, die als unfruchtbar gelten, genügt hingegen eine Regulierung des Hormonhaushaltes, eine durch Vitalstoffe verbesserte Beweglichkeit der Spermien oder eine Entfernung der Gebärmutterzysten, um den Kinderwunsch doch noch zu erfüllen.

Mangelnde Fruchtbarkeit

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) gelten Paare dann aus medizinischer Sicht als steril, wenn nach zweijährigem regelmäßigen Geschlechtsverkehr ohne Verhütung keine Schwangerschaft eingetreten ist. Dies bedeutet freilich nicht, dass es danach unmöglich wird, auf natürlichem Wege ein eigenes Kind zu bekommen.

Einige Paare warten mehrere Jahre, bevor es dann doch plötzlich noch ganz von alleine klappt. Aber die Wahrscheinlichkeiten sinken mit jedem weiteren erfolglosen Zyklus.

Fruchtbarkeit und Kinderwunsch in Deutschland

Fruchtbarkeit FrauBei etwa 14 Prozent aller Paare, die sich in Deutschland ein Kind wünschen, stellt sich mindestens zwei Jahre lang keine Schwangerschaft ein. Selbst unter optimalen Bedingungen – wenn also beide Partner fruchtbar sind und um den Eisprung herum miteinander Sex haben – liegt die Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung bei jungen Paaren bei gerade einmal 30 Prozent. Denn auch die Zellteilung der befruchteten Eizelle, die Wanderung bis in die Gebärmutter und die Einnistung funktioniert nicht immer reibungslos. Je älter die Frau ist, desto geringer wird außerdem die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Schwangerschaft.

Da sich viele Paare aber erst sehr spät für ein gemeinsames Kind entscheiden, sollten Sie nicht jahrelang „üben“. Schließlich tickt nicht nur die biologische Uhr der Frau. Auch bei Männern vermindert sich die Fruchtbarkeit bereits mit 30 Jahren. Untersuchungen zeigen, dass das beste biologische Alter für eine Schwangerschaft bei beiden Partnern vor dem 26. Lebensjahr liegt. Doch die veränderten Lebensumstände führen dazu, dass Frauen heute durchschnittlich bereits 30 Jahre alt sind, wenn sie ihr erstes Kind bekommen.

Überhaupt scheint die Fruchtbarkeit in den Industrieländern seit Jahrzehnten abzunehmen, denn es werden immer weniger Kinder geboren. Die besseren Verhütungsmethoden und der gewollte Verzicht auf eigene Kinder spielen hierbei sicherlich eine überragende Rolle. Doch, wie oben bereits beschrieben, bleibt jede siebte Partnerschaft ungewollt über einen längeren Zeitraum oder gar auf Dauer kinderlos. Das höhere Alter bei Beginn der Familienplanung ist dabei nur einer der Faktoren.

Fruchtbarkeit sinkt – Mangel an Mikronährstoffen

Viele Studien kommen darüber hinaus zu dem Schluss, dass die Fruchtbarkeit in den Industrieländern insgesamt immer geringer wird. Obwohl die Datenlage hierzu nicht ganz eindeutig ist und Vergleiche oft schwierig sind, so scheint sich dieser Trend doch deutlich abzuzeichnen. Als Gründe werden oft Umweltgifte angeführt. Denn in Pestiziden, in Kunststoffverbindungen und in Medikamenten sind hormonähnliche Verbindungen enthalten, die die Entwicklung der Geschlechtszellen sowohl von Männern als auch von Frauen empfindlich stören können.

Mindestens ebenso wichtig ist vermutlich der Faktor, dass es allgemein an der ausreichenden Versorgung mit Mikronährstoffen (Vitamine, Aminosäuren, Spurenelemente und Mineralstoffe, aber auch Omega-3 Fettsäuren und Q10, z.B.) mangelt. Hier kann relativ einfach die Fruchtbarkeit um den vielleicht entscheidenden Schritt verbessert werden: Einfach eine geeignete Nahrungsergänzung zu sich nehmen und die eigene Gesundheit und damit die Fruchtbarkeit fördern!

Fruchtbarkeit des Mannes steigern

Für den Mann ist neben Vitaminen und Zink vor allem die Aminosäure L-Arginin ein oft verkanntes Wundermittel unter den Mikronährstoffen. Weil dieser Stoff so wichig ist, haben wir uns näher dem Thema L-Arginin und Fruchtbarkeit des Mannes gewidmet.

Fruchtbarkeit der Frau steigern

Für die Frau sind vor allem Vitamine, Zink und Omega 3 Fettsäuren wichtig, um die Fruchtbarkeit zu verbessern. Zudem fördert ein guter Vitaminstatus die gesunde Entwicklung des Fötus.

Ein Bewegungsmangel und die Ernährung nährstoffarmer, aber kalorienreicher Fertiggerichte können ebenfalls für die steigende Unfruchtbarkeit bei beiden Geschlechtern verantwortlich sein. Sportliche Fitness und eine gesunde, ausgewogene Ernährung können daher dabei helfen, die Fruchtbarkeit enorm zu steigern.

L-Arginin erhöht die Fruchtbarkeit des Mannes

L-Arginin Fruchtbarkeit schwanger

L-Arginin Fruchtbarkeit schwangerEiner der wichtigsten Vitalstoffe, die für die Spermienproduktion nötig sind, ist die Aminosäure L-Arginin. Sie erhöht die Anzahl der Samenzellen und gleichzeitig deren Fitness. Selbst Wissenschaftler sind immer wieder überrascht darüber, wie sehr sich ein Spermiogramm durch die regelmäßige Zufuhr von L-Arginin verbessern kann.

Diese positiven Eigenschaften von L-Arginin auf die Fruchtbarkeit des Mannes sind seit vielen Jahrzehnten bekannt. So stellte beispielsweise 1973 ein Forscherteam einen Fachartikel vor, in dem der Nutzen der Aminosäure bei einer verminderten Spermienanzahl aufgezeigt wurde. Denn die Menge der produzierten Samenzellen erhöhte sich nach Einnahme der Aminosäure signifikant (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/4803052).

Viele weitere Publikationen zu diesem Thema folgen. Dabei zeigte sich bei der regelmäßigen Einnahme von hochkonzentriertem L-Arginin zusätzlich sowohl eine Verbesserung der Fitness als auch der Beweglichkeit der Spermien. Der Zusammenhang der erhöhten Spermienqualität mit der Fruchtbarkeit wurde teilweise recht schnell offensichtlich. Denn in einigen Fällen kam es bereits während der Studiendurchführung zu erfolgreichen Schwangerschaften durch die Probanden (beispielsweise www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7591579).

Der Experte für Männergesundheit, Prof. Frank Sommer von der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf, betont ebenfalls, wie wichtig Arginin für die Fertilität des Mannes sei. Neben ausreichend körperlicher Fitness, empfiehlt er, auf eine ausgewogene Ernährung mit reichlich Arginin zu achten.

Stabilisierung des Erbguts durch L-Arginin

L-Arginin hat zahlreiche unterschiedliche Funktionen in unserem Organismus, so auch einige im Penis und im Hoden. Unter anderem ist der Vitalstoff in hoher Konzentration im Spermin enthalten. Dieses in der Prostata gebildete Polyamin verleiht dem Sperma nicht nur seinen charakteristischen Geruch, sondern stabilisiert auch die Erbsubstanz in den Samenzellen.

Da aber nur ein Spermium mit funktionstüchtigem Erbgut eine Eizelle befruchten kann, zeigt sich hier bereits die große Bedeutung des L-Arginins für die Fruchtbarkeit des Mannes. Auf der anderen Seite regt Spermin aber auch die Beweglichkeit der Spermien an. Dies ist ebenfalls sehr wichtig für die Fertilität. Denn die Samenzellen bewegen sich mithilfe ihrer Geißel fort, um bis zur befruchtungsfähigen Eizelle in dem Eileiter vorzudringen.

Optimale Versorgung der Spermien

Eine der Hauptaufgaben des L-Arginins ist die Speicherung von Stickstoff. Dieses wiederum ist nötig, um den kleinsten bisher bekannten Botenstoff unsers Körpers, das Stickstoffmonoxid (NO) herzustellen. Stickstoffmonoxid sorgt für eine Gefäßerweiterung, so dass das Blut ungehindert in unserem Körper zirkulieren kann. Dadurch ist die optimale Versorgung der einzelnen Organe mit allen nötigen Nährstoffen garantiert. So erhalten zum Beispiel auch die männlichen Keimzellen in den Hoden dank einer guten Durchblutung die für ihre Reifung wichtigen Substanzen.

L-Arginin verbessert die Libido

L-Arginin stimuliert die natürliche Libido des Mannes. Die Libido, die Lust auf Sex, ist ein entscheidender Faktor beim Kinderwunsch. Denn manchmal lässt eine Schwangerschaft einfach deshalb auf sich warten, weil das Paar während der fruchtbaren Tage nicht oder nur selten miteinander schläft. War man lange Zeit der Meinung, zu häufiger Sex könne die Qualität der Spermien herabsetzen, so scheint genau das Gegenteil der Fall zu sein: Regelmäßiger Sex steigert sogar die Fruchtbarkeit.

Erhöhung der Potenz durch L-Arginin

L-Arginin scheint außerdem die Potenz des Mannes zu verbessern, indem es die zuführenden Gefäße des Schwellkörpers erweitert. L-Arginin gilt deshalb als sanftes Mittel bei Erektiler Dysfunktion. Zwar hängt eine Unfruchtbarkeit in den seltensten Fällen mit einer Erektionsstörung zusammen, doch ist dies manchmal der Grund für eine ungewollte Kinderlosigkeit.

Eine israelische Forschergruppe stellte 1999 eine Studie vor, an der 50 Männer mit einer organisch bedingten Erektilen Dysfunktion teilgenommen hatten. Von den 29 Patienten, die über mehrere Wochen ein Arginin-Präparat erhielten, berichteten 31 Prozent (9 Männer) bei einer anschließenden Befragung von einer deutlichen Steigerung ihrer Sexualfunktion. Bei der Placebogruppe, die als Kontrolle ein Scheinmedikament erhielt, waren es lediglich zwei von 17 Personen, die eine Besserung feststellen konnten (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10233492). Auch weitere Studien beschreiben die Zusammenhänge zwischen der Einnahme von L-Arginin und der Erektionsfähigkeit des Mannes. Man kann daher die Wirkung von L-Arginin auf die Potenz als eindeutig wissenschaftlich belegt ansehen.

Weitere positive Eigenschaften von L-Arginin

L-Arginin wirkt sich nicht nur positiv auf die Furchtbarkeit aus, sondern hat viele weitere Vorteile für die Gesundheit. So verbessert es die Durchblutung, senkt den Blutdruck und schützt vor Arteriosklerose und anderen Herzkreislauferkrankungen. Dies lässt sich auf die oben bereits beschriebene Freisetzung des Neurotransmitters Stickstoffmonoxid aus L-Arginin zurückführen. Denn NO ist ja für die Erweiterung der Gefäße essentiell.

Die drei Forscher, die die Wirkung von NO auf die Blutversorgung erstmals beschrieben haben, erhielten hierfür 1998 sogar den Nobelpreis für Physiologie und Medizin. Eine verbesserte Blutzufuhr ist für alle Körperfunktionen wichtig. Denn hierdurch können die Gewebe optimal mit Nährstoffen versorgt werden, während Stoffwechselendprodukte rasch aus den Geweben ausgeleitet werden.

Da L-Arginin die Insulinfreisetzung anregt, nutzen es außerdem viele Patienten, die an Diabetes mellitus erkrankt sind. Denn mit L-Arginin können sie die anderen Therapiemaßnahmen auf sanfte Weise unterstützen. In hohen Dosen regt L-Arginin außerdem die Ausschüttung des Wachstumshormons an. Dies machen sich Sportler zunutze, die hierdurch den Muskelaufbau und den gleichzeitigen Fettabbau anregen. Und auch die körpereigenen Abwehrkräfte lassen sich mittels Arginin verbessern. Denn die Aminosäure regt die Produktion der weißen Blutkörperchen an und hilft außerdem dabei, Wunden schneller verheilen zu lassen.

L-Arginin und Aminosäuren

Spermiogramm

Arginin FruchtbarkeitL-Arginin ist eine Aminosäure, die als wichtiger Eiweißbaustein in allen Lebewesen vorkommt. Die Substanz mit der Summenformel C6H14N4O2 wird in wissenschaftlichen Darstellungen oft mit Arg oder R abgekürzt. Innerhalb der Proteine und anderer Bausteine unseres Körpers spielt vor allem die L-Form des Arginins eine herausragende Rolle. Um es von der Spiegelbildform (D-Arginin) abzugrenzen, wird es deshalb ganz korrekt L-Arginin genannt.

Produkte, etwa Nahrungsergänzungsmittel, auf denen nicht explizit vermerkt ist, dass es sich um L-Arginin handelt, enthalten vermutlich ein Gemisch aus der L- und D-Form. Da D-Arginin aber nur in sehr geringem Maße von unserem Körper genutzt werden kann, sind diese Präparate bei gleicher Dosierung nicht so wirkungsvoll wie die anderen. Allgemein sollte man auf Qualität aus Apotheken achten, da diese Produkte durch Apotheker kontrolliert sind.

Wir können L-Arginin über den Harnstoffzyklus selber herstellen. Allerdings übersteigt der Bedarf die körpereigene Produktion in vielen Lebenssituationen. Daher wird L-Arginin als semiessentiell, von vielen Wissenschaftlern mittlerweile sogar als essentiell bezeichnet. Das bedeutet, dass wir den Stoff in ausreichende Mengen mit der Nahrung aufnehmen müssen. Der Bedarf an Arginin ist während der Wachstumsphasen, aber auch bei vielen Krankheiten, bei körperlichem oder psychischem Stress und nach Operationen stark erhöht.

Ausreichende L-Argininzufuhr sichern

Weizenprodukte, Nüsse, Fleisch und Fisch enthalten L-Arginin in recht großen Mengen. Auch andere Lebensmittel enthalten Anteile an der essentiellen Aminosäure.

Allerdings empfehlen Wissenschaftler zur Verbesserung der Fruchtbarkeit beim Mann bei einem bestehenden Kinderwunsch eine regelmäßige Zufuhr von etwa drei bis fünf Gramm täglich. Diese Menge ist am besten über hochwertige Nahrungsergänzungsmittel zu erreichen.

Diese gibt es als Mittel gegen erektile Dysfunktion in Apotheken – die Wirkung kann aber eben auch auf die Fertilität vermutet werden.

Nebenwirkungen von L-Arginin? Keine.

L-Arginin gilt in diesen Konzentrationen als gut verträglich und frei von Nebenwirkungen. Bei einer weitaus höheren Dosierung von ab 30 Gramm kann es sehr selten zu Übelkeit, Magenproblemen oder Durchfall kommen. Sollten bei Ihnen solche Symptome auftauchen, so verringern Sie einfach die tägliche Menge an L-Arginin.

Personen, die akut an einer Herpes-simplex-Infektion leiden, sollten Arginin-Präparate in dieser Zeit nicht verwenden. Denn auch das Virus benötigt viel Arginin, so dass hohe Konzentrationen der Aminosäure im Körper die Dauer der Erkrankung erhöhen können.

Da L-Arginin den Herzkreislauf beeinflusst, sollten Patienten, die beispielsweise gleichzeitig blutdrucksenkende Arzneimittel nutzen, vor der Einnahme der Präparate mit dem behandelnden Arzt oder Heilpraktiker sprechen.

Da es mehrere Wochen dauert, bis aus den Vorläuferzellen reife Spermien entstehen, ist eine verbesserte Fruchtbarkeit oft erst nach zwei bis drei Monaten der regelmäßigen Einnahme von L-Arginin feststellbar.