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Männer reagieren auf die fruchtbaren Tage von Frauen

schwanger werden Kinderwunsch

Die Biologie des Menschen ist hochkomplex und uns in den Details noch garnicht erschlossen. Von vielen Sachverhalten wissen wir, dass es so ist, aber nicht warum und wie im Detail die Mechanismen funktionieren. So ist es auch mit der Fruchtbarkeit der Frau und wie die Frau ihre Umwelt darauf aufmerksam macht.

Die Signale, die die Frau aussendet, sind nicht so “plump” wie beim Schimpansen, bei dem das Weibchen mit einem  erröteten Po ihre Fruchtbarkeit zeigt. Bei uns Menschen ist das viel subtiler, beiden Partnern sehr oft garnicht bewusst, aber trotzdem messbar. Zumindest haben das jetzt Forscher herausgefunden:

Männer können unbewusst sehen, ob Frauen ihre fruchtbaren Tage haben oder nicht!

Dass es so ist, war schon länger bekannt ud ist mehrfach nachgewiesen worden, indem man Männer Photos von ein und derselben Frau während ihres Eisprungs und in der unfruchtbaren Phase gezeigt hat. Die Frau während und kurz vor dem Eisprung war für die Männer signifikant attraktiver.

Jetzt haben Forscher von der Universität Bern zwar noch nicht herausgefunden, was genau der Effekt ist. Sie konnten aber zumindest Photos per Computer so verändern, dass die Gesichter “fruchtbare Züge” bekommen haben. Sehr subtile Veränderungen, kaum sichtbar, und trotzdem haben Männer diese Frauenphotos konsistent als fürsorglicher, attraktiver und flirtbereiter eingeschätzt.

Übrigens verändert sich auch der Gang einer Frau, wenn sie fruchtbar ist. Französische Forscher haben herausgefunden, dass die Frauen dann nämlich im Auge der Männer attraktiver gehen.

 

Heilpflanzen und Kinderwunsch

Seit Jahrhunderten wird die positive Wirkung verschiedener Heilpflanzen bei Zyklusstörungen, Kinderwunsch und prämenstruellen Beschwerden beschrieben. Die Wirksamkeit einiger Heilkräuter ist wissenschaftlich belegt, denn die Pflanzen enthalten Vitalstoffe, die das natürliche Gleichgewicht des Körpers wiederherstellen. Doch bei vielen Pflanzen gibt es bisher keine gesicherten Studien, die die positiven Effekte belegen. Dies bedeutet aber nicht, dass die Pflanzen auf jeden Fall unwirksam sind. So sind Heilpraktiker, Naturheilkundler und zahlreiche betroffene Frauen von der fruchtbarkeitssteigernden Wirkung der Kräuter überzeugt – auch wenn die Wirkung in den meisten Fällen wissenschaftlicht nicht nachweisbar ist.

Halten Sie sich bei der Dosierung deshalb auch immer an die Herstellerangaben. Denn selbst, wenn es sich „nur“ um Naturkräuter handelt, können die Inhaltsstoffe bei falscher Anwendung doch unerwünschte Reaktionen in Ihrem Körper hervorrufen. Teemischungen, Dragees und andere Heilkräuterzubereitungen gibt es rezeptfrei in der Apotheke, teilweise auch in Reformhäusern, in Teeläden und in Drogeriemärkten.

Einige Heilkräuter wirken spezifisch nur in einer der beiden Zyklushälften, etwa weil sie hormonähnliche Substanzen enthalten, die den weiblichen Botenstoffen ähnlich sind. Daher ist es für die Anwendung sehr sinnvoll, einen Zykluskalender zu führen und den Eisprung beispielsweise mithilfe der Temperaturmessung oder einem Ovulationstest zu bestimmen.

Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus)

Die getrockneten Früchte des Mönchspfeffers können auf sanfte Weise den Hormonhaushalt des weiblichen Körpers verbessern, da ihre Wirkstoffe die Ausschüttung von Prolaktin minimiert (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8369008). Denn erhöhte Prolaktinwerte (Hyperprolaktinämie) bringen den Zyklus durcheinander und verhindern oftmals einen Eisprung. Gleichzeitig verbessert Mönchspfeffer erwiesenermaßen die Bildung des Gelbkörperhormons Progesteron. Daher raten viele Gynäkologen ihren Patientinnen, die an einer leichten Gelbkörperschwäche oder einer Hyperprolaktinämie leiden, Mönchspfeffer-Präparate einzunehmen. Denn die meisten Frauen, bei denen der Hormonhaushalt nur etwas durcheinandergeraten ist, können mit Vitex agnus-castus ihre Zyklen hervorragend regulieren und damit ihre Fruchtbarkeit merklich verbessern.

Eine Verbesserung stellt sich meistens nach etwa zwei bis drei Monaten regelmäßiger Einnahme ein. Der Arzneistoff ist rezeptfrei in der Apotheke erhältlich, er sollte täglich zur etwa gleichen Zeit eingenommen werden. Sprechen Sie vor der Einnahme aber unbedingt mit Ihrem Frauenarzt. Denn wenn die Zyklusstörungen und die verminderte Fruchtbarkeit durch andere Faktoren ausgelöst werden als durch erhöhte Prolaktinwerte oder eine Gelbkörperinsuffizienz, so bringt das Heilmittel den Zyklus möglicherweise sogar noch mehr durcheinander. Setzen Sie das Medikament außerdem ab, sobald Sie merken, dass Sie schwanger sind.

Als Nebenwirkung bei der Anwendung von Mönchspfeffer-Präparaten treten manchmal juckender Hautausschlag oder ein Anschwellen der Brüste auf. Bei Endometriosen oder verschiedenen hormonabhängigen Krebserkrankungen sollte das Medikament auf keinen Fall eingenommen werden, ebenso während der Schwangerschaft und der Stillzeit.

Frauenmantel (Alchemilla vulgaris)

Obwohl die positive Wirkung von Frauenmanteltee wissenschaftlich bisher nicht bestätigt wurde, schwören viele Frauen bei unerfülltem Kinderwunsch, bei Menstruationsbeschwerden und bei zahlreichen anderen Frauenleiden auf das großblättrige Rosengewächs. So soll es den Eisprung anregen, den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut begünstigen und den Uterus kräftigen. Da Frauenmantel unter anderem Inhaltsstoffe enthält, die dem Progesteron ähnlich sind, kann es auch bei Gelbkörperschwäche eingesetzt werden.

Frauenmanteltee können Sie den ganzen Zyklus über trinken. Viele Naturheilkundler empfehlen aber in der ersten Zyklushälfte Himbeerblättertee und erst nach dem Eisprung (beispielsweise erkennbar durch Hochlage der Basaltemperatur) Frauenmantel. In speziellen Frauenteemischungen und in Zyklustees ist das getrocknete Kraut ebenfalls enthalten.

Übergießen Sie für eine Tasse etwa zwei Teelöffel getrocknetes Frauenmantelkraut oder frische zerstoßene Blätter mit kochendem Wasser. Lassen Sie den Tee zehn bis zwölf Minuten ziehen, bevor sie die Blätter abseihen. Sie dürfen täglich bis zu drei Tassen des Frauenmanteltees, der aufgrund der Gerb- und Bitterstoffe, recht herb schmeckt, trinken.

Bei korrekter Anwendung sind keine Nebenwirkungen bekannt. Bei einer Überdosierung können die im Frauenmantel enthaltenen Gerbstoffe die Schleimhäute reizen und zu Erbrechen führen.

Himbeerblätter (Rubus idaeus)

Die Blätter der Himbeere enthalten Phytohormone, die denen des Östrogens recht ähnlich sind. Dies kann sich positiv auf die Eizellreifung und auf den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut auswirken. Die Blätter der Himbeere sollen darüber hinaus eine entspannende Wirkung auf die Gebärmutter haben. Daher geht die Naturheilkunde davon aus, dass hierdurch die Durchblutung der weiblichen Geschlechtsorgane gesteigert wird, was sich wiederum positiv auf die Fruchtbarkeit der Frau auswirken kann.

Übergießen Sie für eine Tasse einen Teelöffel Himbeerblätter im Teesieb mit kochendem Wasser. Lassen Sie den Tee fünf Minuten ziehen. Täglich sollten Sie etwa zwei oder drei Tassen Himbeerblättertee trinken.

Es empfiehlt sich, Himbeerblättertee zu Beginn des Zyklus bis zum Eisprung (beziehungsweise bis zur Hochlage Ihrer Basaltemperatur) zu trinken. Bei korrekter Anwendung sind keinerlei Nebenwirkungen bekannt. Allerdings sollte man den Himbeerblättertee in der frühen Schwangerschaft nicht trinken. In den letzten vier bis fünf Schwangerschaftswochen angewendet, kann der Himbeerblättertee aber möglicherweise dabei helfen, das Gewebe zu lockern und so die Geburt zu erleichtern.

Zyklustee

Zyklustee ist eine Mischung verschiedener Kräuter, die bei unerfülltem Kinderwunsch helfen sollen. Es handelt sich dabei meist um zwei verschiedene Mischungen, wobei die eine während der ersten und die andere während der zweiten Zyklushälfte getrunken wird. Es gibt fertige Teemischungen. Sie können den Zyklustee aber auch in der Apotheke anfertigen lassen. Übergießen Sie einen Esslöffel der jeweiligen Kräutermischung mit etwa 200 ml Wasser. Lassen Sie ihn vor dem Trinken etwa zehn Minuten ziehen, bevor Sie ihn abseihen.

Es gibt verschiedene Varianten der Zyklustees. Bewährt hat sich zum Beispiel folgendes Rezept, bei dem alle Heilkräuter zu gleichen Teilen enthalten sind:

Erste Zyklushälfte bis zum Eisprung

  • Beifuß (fördert den Eisprung und entschlackt)
  • Himbeerblätter (siehe oben)
  • Holunderblüten (unterstützt das follikelstimulierende Hormon)
  • Rosmarin (regt die Eierstöcke an; fördert den Eisprung)
  • Salbei (enthält Phytohormone mit östrogenähnlicher Wirkung)

Von dem Zyklustee sollten Sie während der Follikelphase dreimal täglich eine Tasse trinken. Der Tee wird auch als Tieflagentee bezeichnet, da Sie Ihn trinken sollten, solange Ihre Basaltemperatur niedrig ist.

Zweite Zyklushälfte

  • Brennnessel (fördert den Stoffwechsel und entgiftet den Körper)
  • Frauenmantel (siehe oben)
  • Scharfgarbe (Inhaltsstoffe haben progesteronähnliche Wirkung)

Von diesem Zyklustee sollten Sie in der Gelbkörperphase etwa drei Tassen täglich trinken. Beginnen Sie mit diesem Tee, wenn Sie eine Hochlage Ihrer Basaltemperatur bemerken.

Andere Teemischungen, die Frauen während ihrer Kinderwunschzeit unterstützen, können den gesamten Zyklus über genommen werden. Dies hat den Vorteil, dass Sie den Zeitpunkt Ihres Eisprungs nicht exakt kennen müssen. Sie enthalten beispielsweise Frauenmantel, Johanniskraut, Labkraut, Storchenschnabel, Schafgarbe und Steinklee.

Weitere Heilpflanzen

Es gibt viele weitere Heilpflanzen, die bei einem unerfüllten Kinderwunsch helfen und den Zyklus regulieren sollen. So wird das nordamerikanische Heilkraut Falsches Einkorn (Chamaelirium luteum) beispielsweise bei Endometriosen, bei Fehlfunktionen der Eierstöcke und bei Zysten eingesetzt, die die Fruchtbarkeit einschränken. Basilikum, Koriander und Melisse haben eine leicht östrogenähnliche Wirkung, während Wilder Yams in der Gelbkörperphase bei einer Progesteronschwäche helfen kann. Ingwer und Ginseng sollen die Fortpflanzungsorgane stärken, während Schneeallbaum und Gänsefingerkraut ebenfalls dafür verwendet werden, die weibliche Fruchtbarkeit zu steigern.

Vitamine und Omega-3 Fettsäuren

Die wissenschaftlich gesicherte Alternative zur Steigerung der Fruchtbarkeit der Frau: Vitamine, Mineralstoffe und Omega 3 Fettsäuren haben eine nachgewiesene Wirkung auf die Fruchtbarkeit und – sie verhelfen gleich von der ersten Woche der Schwangerschaft an zu einer gesunden, optimalen Entwicklung des Kindes. Denn gerade in dieser Zeit werden grundsätzliche Voraussetzungen geschaffen, die später auch durch gesunde Ernährung nicht mehr korrigiert werden können.

Omega-3 Fettsäuren, die die werdende Mutter vor und während der Schwangerschaft einnimmt und auch während der Stillzeit, wurden in mehreren Studien als die Intelligenz des Kindes fördernd nachgewiesen.

Ähnliches gilt für Folsäure (Vitamin B9): An Folsäure mangelt es über 50% der Frauen. Ist der Folsäurespiegel während der ersten Wochen der Schwangerschaft ausreichend hoch, verringert sich die Gefahr von Neuralrohrdefekten des Fötus um 75%. Eine regelmäßige, präventive Einnahme von Nahrungsergänzungen mit Folsäure ist also jeder Frau in gebährfähigem Alter allein aus diesem Grunde dringend zu raten.

Untersuchung der Fruchtbarkeit einer Frau

erfolgreich schwanger Untersuchung

Wenn Sie sich ein Baby wünschen, es aber trotz regelmäßigem ungeschützten Geschlechtsverkehr bisher noch nicht geklappt hat, so werden Sie sicherlich grübeln, woran es nur liegen kann. Zuerst einmal sollten Sie sich und Ihrem Partner natürlich etwas Zeit geben, denn bei kaum einem Paar erfüllt sich der Kinderwunsch bereits innerhalb der ersten Monate.

erfolgreich schwanger UntersuchungWollen Sie schon direkt nach der Entscheidung, Kinder bekommen zu wollen, die Fruchtbarkeit steigern und dabei noch mehr für Ihr Sexualleben tun wollen, so empfiehlt sich für den Mann die Einnahme eines natürlichen Potenzmittels auf L-Arginin Basis. Besonders empfehlenswert: Amitamin Vitalität M forte). Es ist völlig ohne Nebenwirkungen, die Anzahl und Beweglichkeit der Spermien wird nach Studien zu L-Arginin um den Faktor 4 verbessert und “nebenbei” verbessert sich wahrscheinlich auch die Erektionsfähigkeit Ihres Partners.

Die zweite, jeder Frau zu empfehlende Maßnahme ist, die fruchtbaren Tage zu berechnen und darauf zu achten, zu diesen Tagen Geschlechtsverkehr zu haben. Versuchen Sie nicht, das Timing krampfhaft auf die Stunde genau zu optimieren, denn die Spermien überleben mehrere Tage, aber den Termin sollten Sie bzw. das Paar mit Kinderwunsch auch nicht verpassen.

Beobachten Sie als Frau Ihren Körper genau, notieren Sie sich die Länge Ihres Zyklus und mögliche Zwischenblutungen. Wenn Sie einen detaillierten Zykluskalender erstellen, Ihre Basaltemperatur messen und den Zervixschleim kontrollieren, bemerken Sie selber mögliche Unregelmäßigkeiten. Entscheiden Sie sich aufgrund des unerfüllten Kinderwunsches für eine gynäkologische Untersuchung, so bringen Sie Ihre vorhanden Kurvenblätter am besten gleich mit, denn sie können dem Arzt bei der Diagnose sehr hilfreich sein.

Anamnese (Krankengeschichte der Patientin)

Ihr Frauenarzt wird mit Ihnen ein ausführliches Gespräch über chronische Erkrankungen und zurückliegende Infektionen, über vorausgegangene Verhütungsmethoden und Zyklusauffälligkeiten führen. Beim Anamnese-Gespräch werden Sie darüber hinaus Fragen über frühere Fehlgeburten oder Abtreibungen und über Ihr Sexualleben beantworten müssen. Auch wenn die Themen teilweise sehr intim sind, so sind Sie eine wichtige Grundlage für die Ursachenforschung der Unfruchtbarkeit.

Wahrscheinlich wird Ihr Arzt auch Fragen zur Krankengeschichte Ihres Partners stellen. Da der Kinderwunsch beide Partner betrifft, ist der Mann bei dem Gespräch mit dem Frauenarzt natürlich ebenfalls willkommen.

Erste körperliche Untersuchung

Frau Schwangerschaftstest UntersuchungDie körperliche Untersuchung umfasst das vorsichtige Abtasten der Geschlechtsorgane. Gleichzeitig schauen sich die meisten Gynäkologen direkt auch Ihre Genitalien per Ultraschall an. Bei diesem schmerzlosen und ungefährlichen Verfahren wird ein kleiner Stab mit Schallkopf in die Scheide der Frau eingeführt. Die Schallwellen werden vom Körper reflektiert und können auf einem Bildschirm dargestellt werden. Mithilfe der Ultraschalluntersuchung lassen sich auffällige Veränderungen der Gebärmutter, aber auch Zysten und Myome erkennen. Infektionen können mittels dieser Methode ebenfalls manchmal festgestellt werden. Außerdem kann der Arzt so prüfen, in welchem Stadium des Zyklus Sie sich befinden, ob die Eibläschen zeitgerecht entwickelt sind und wie gut die Gebärmutterschleimhaut aufgebaut ist.

Gleichzeitig mit der körperlichen Untersuchung wird auch ein Abstrich vorgenommen, der im Labor untersucht wird. Hiermit lassen sich Bakterien- und Pilzinfektionen, aber auch Zellveränderungen nachweisen.

Urinuntersuchung

Der Urin wird auf Bakterien hin untersucht, die für eine verminderte Fruchtbarkeit ursächlich sein können.

Blutuntersuchung

Da die beteiligten Botenstoffe im Verlauf des Zyklus schwanken und in jeder Phase spezifische Werte annehmen, kann die Bestimmung der Hormonspiegel Auskunft über mögliche Störungen geben. Dazu sind mehrere Blutuntersuchungen zu verschiedenen Zeiten des Zyklus nötig. Stellt sich hierbei beispielsweise eine Gelbkörperschwäche (zu wenig Progesteron in der zweiten Zyklushälfte) heraus, ist es sinnvoll, die Schilddrüse von einem Facharzt ebenfalls überprüfen zu lassen.

Im Labor können außerdem Blutzellen kultiviert werden, um diese auf mögliche Erbkrankheiten zu untersuchen. Dies wird allerdings meist nur dann durchgeführt, wenn bei Ihnen eine familiäre Vorbelastung besteht oder Sie bereits mehrere Fehlgeburten hintereinander erlitten haben.

Postkoitaltest

Spermien Mann QualitätDer Postkoitaltest gibt Auskunft darüber, ob die Spermien den Gebärmutterhals durchdringen können. Dazu entnimmt der Arzt einige Stunde nach dem Geschlechtsverkehr (Koitus) aus dem Gebärmutterhals etwas Zervixschleim und prüft diesen auf vorhandene Samenzellen. Da die Spermien das Sekret nur während der fruchtbaren Tage passieren können, ist der optimale Zeitpunkt für einen aussagekräftigen Postkoitaltest entscheidend.

Mithilfe dieser Untersuchung lässt sich in erster Linie feststellen, ob Ihr Immunsystem Antikörper gegen die Spermien Ihres Partners bildet und sie so am Eindringen in die Gebärmutter hindert. Gleichzeitig lassen sich aber auch die Beschaffenheit, der Säuregrad und die Menge Ihres Zervixschleimes bestimmen.

Bauchspiegelung

Bei der Bauchspiegelung (Laparoskopie) wird ein winziges optisches Gerät über die Bauchdecke in den Körper eingeführt, um dort die Organe betrachten zu können. Die Untersuchung, die unter Vollnarkose stattfindet, kann Aufschluss darüber geben, ob Verwachsungen der Eileiter oder Myome der Gebärmutter vorliegen. Gleichzeitig wird meist eine Chromopertubation durchgeführt. Hierbei wird eine ungiftige gefärbte Flüssigkeit in die Gebärmutter gespritzt, um zu zeigen, ob die Eileiter durchgängig sind. Ist dies der Fall, so gelangt das Kontrastmittel von der Gebärmutter aus über beide Eileiter in den Bauchraum.

Häufig vereinbaren die Ärzte mit ihren Patientinnen bereits im Vorfeld, dass sie versuchen, mögliche Verwachsungen noch während derselben Operation zu lösen. Auch Endometriosen und Myome können, wenn von Ihnen gewünscht, direkt behandelt werden.

Bevor Sie eine Bauchspiegelung oder andere aufwändige Verfahren zur Diagnose der Unfruchtbarkeit durchführen lassen, sollte auf jeden Fall das Sperma Ihres Partners untersucht werden, um auszuschließen, dass die Unfruchtbarkeit von Seiten des Mannes kommt. Denn auch wenn die Bauchspiegelung als relativ harmlos gilt, so birgt sie doch – wie jede Operation – Gefahren für Ihre Gesundheit.

Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie)

Bei der Hysteroskopie wird das Innere der Gebärmutter mit einer kleinen Kamera betrachtet. Die Kamera wird dabei auf dem natürlichen Zugangsweg über die Scheide eingeführt, so dass hierfür kein Operationsschnitt erforderlich ist. Dennoch ist meist eine kurze Vollnarkose nötig. Oft wird die Hysteroskopie mit der Bauchspiegelung kombiniert, sie kann aber natürlich auch alleine durchgeführt werden. Die Gebärmutterspiegelung kann Myome und Fehlbildungen sichtbar machen, die Grund einer Unfruchtbarkeit beziehungsweise einer erhöhten Fehlgeburtsrate sein können.

Fruchtbarkeit und Menopause bei der Frau

fruchtbarkeit Tage Eisprung

Die Fruchtbarkeit (Fertilität) einer Frau beginnt mit ihrem Eisprung zwei Wochen vor der ersten Periode und endet mit der letzten Menstruationsblutung (Menopause). Doch bereits in den Jahren vor der Menopause werden die Zyklen aufgrund der hormonellen Umstellung unregelmäßiger.

Da es seltener zu Eisprüngen kommt und das hormonelle Ungleichgewicht den Zyklus durcheinanderbringt, nimmt bereits in dieser Zeit die Fruchtbarkeit sehr stark ab. Außerdem treten während dieser Phase (Klimakterium) häufig die typischen Wechseljahrsbeschwerden auf. Die Wechseljahre können zwar recht beschwerdefrei und fast unbemerkt vorübergehen, können den weiblichen Körper aber auch jahrelang stark belasten.

Beginn der sinkenden Fruchtbarkeit

Während einige Frauen noch bis zu ihrem 55. Lebensjahr (meist unregelmäßige) Zyklen haben, endet bei anderen bereits zehn Jahre früher die fruchtbare Zeit. Durchschnittlich findet die Menopause mit etwa 50 bis 55 Jahren statt. Die Eierstöcke (Ovarien) produzieren in der Zeit zuvor immer weniger Östrogen und Progesteron, wodurch die Hirnanhangdrüse mehr Hormone bereitstellt, um diesen Zustand auszugleichen und eine verstärkte Ausschüttung der ovariellen Botenstoffe herbeizuführen.

Da die Eierstöcke auf die Stimulation aber nicht wie gewohnt reagieren, kommt es zu einem sehr komplexen und langwierigen Prozess, wobei sich der Hormonhaushalt langsam auf einem niedrigeren Level einpendelt. Meist dauert es etwa fünf bis zehn Jahre, bevor der weibliche Körper sich an die Umstellung des Hormonhaushalts gewöhnt hat.

Kinderwunsch ZellteilungSolange unregelmäßige Zyklen auftreten, besteht weiterhin die Chance auf eine Schwangerschaft. Da die Eisprünge aber seltener werden und das hormonelle Gleichgewicht durcheinandergeraten ist, wird die Wahrscheinlichkeit für eine erfolgreiche Befruchtung und Einnistung immer geringer. Ältere Frauen erleiden überdies wesentlich häufiger eine Fehlgeburt als beispielsweise 20-Jährige.

Mit dem Alter der Mutter nehmen aber auch Gendefekte beim Nachwuchs, etwa Trisomie 21, zu. Dies liegt daran, dass die Keimzellen der Frau schon während ihrer Embryonalentwicklung angelegt werden und bis zur vollständigen Reifung in den Eierstöcken verharren.

Dort sind sie im Laufe der Zeit vielen schädlichen Substanzen (etwa Umweltgiften) ausgesetzt, die beispielsweise eine vermehrte Fehlerhäufigkeit bei der Zellteilung begünstigen. Je älter die Eizellen, desto wahrscheinlicher ist es also, dass sich hierdurch Defekte entwickeln. Auch steigt mit dem Alter die Komplikationshäufigkeit während der Schwangerschaft.

Die Fruchtbarkeit sinkt bereits vor den Wechseljahren

Fruchtbarkeit FrauDie Fruchtbarkeit nimmt aber nicht erst mit Beginn der Wechseljahre stetig ab. Bereits mit 35 Jahren liegt die Wahrscheinlichkeit, während eines Zyklus schwanger zu werden, schon nur noch bei 15 Prozent (im Gegensatz zu etwa 30 Prozent bei 20-jährigen Frauen). Ab dem 40. Lebensjahr sinkt die Wahrscheinlichkeit je Menstruationszyklus sogar auf fünf Prozent. Selbst mithilfe der modernen Reproduktionsmedizin lassen sich diese Werte nicht verbessern.

Zwar können Kinderwunschkliniken oft auch älteren Frauen zu einer Schwangerschaft verhelfen, doch dauert dies in der Regel wesentlich länger als bei jungen Paaren. Mit dem Eintritt der Menopause ist es einer Frau dann nicht mehr möglich, auf natürlichem Wege schwanger zu werden.

Die einzige Möglichkeit ist eine Eizellspende, die in Deutschland allerdings verboten ist.

Vorzeitige Wechseljahre

Treten die Wechseljahrsbeschwerden und das Ausbleiben der Monatsblutung schon vor dem 40. Lebensjahr auf, so spricht man von einer vorzeitigen Menopause. Die betroffenen Frauen leiden ebenso unter Hitzewallungen, Schweißausbrüchen und Schlafstörungen, weshalb auch die Bezeichnung „Vorzeitige Wechseljahre“ geläufig ist. Die verfrühte Menopause kann durch einen organisch bedingten Ausfall der Eierstöcke bereits bei 20-jährigen Frauen auftreten und führt bei ihnen ebenso zu einer Unfruchtbarkeit. Obwohl die genaue Ursache für diese Erkrankung unbekannt ist, kommt es gelegentlich vor, dass die Fruchtbarkeit sich später wieder einstellt.

FruchtbarkeitWird die vorzeitige Menopause hingegen durch operative Eingriffe an den Eierstöcken ausgelöst, so bleibt die Unfruchtbarkeit zeitlebens bestehen. Die vorzeitigen Wechseljahre können außerdem durch Bestrahlung oder die Behandlung mit Antiöstrogenen – etwa bei der Brustkrebstherapie – herbeigeführt werden. Selbst Operationen nahe den Eierstöcken können zu einem Funktionsverlust der Ovarien führen.

So können auch eine Gebärmutterentfernung oder eine Sterilisation vorzeitige Wechseljahre auslösen. Gleiches kommt bei der Myomembolisation, einer neuen Methode zur Behandlung gutartiger Wucherungen in der Gebärmutter, vor.

Höheres Alter der Paare beim Kinderwunsch

Kinderwunsch MenopauseEs gibt zahlreiche Gründe, warum Paare ihren Kinderwunsch immer weiter nach hinten verschieben. Sie stehen fest im Berufsleben und können nach der Elternzeit problemlos an ihren alten Arbeitsplatz zurückkehren, sie sind hierdurch finanziell abgesichert und nicht auf fremde Hilfe angewiesen. Die Partnerschaft ist seit vielen Jahren gefestigt. Und die beiden konnten ihre kinderlose Zeit für zahlreiche Urlaubsreisen, Partys oder eigene Hobbys nutzen, so dass sie später nicht das Gefühl haben, durch die Familie etwas im Leben verpasst zu haben.

Doch wissen viele Paare gar nicht, dass ihre Fruchtbarkeit bereits mit 35 Jahren sinkt – nicht nur die Fertilität der Frau, sondern auch die Fruchtbarkeit des Mannes nimmt ab. Umso schockierender ist es für sie, wenn es plötzlich mit Ende 30 oder Anfang 40 nicht mehr mit dem eigenen Baby klappt.

Daher raten Fachleute, mit der Familienplanung nicht zu spät zu beginnen. Denn gegen die biologische Uhr können selbst Reproduktionsmediziner nichts ausrichten.

Fehlgeburten als Ursache des unerfüllten Kinderwunsches

Fruchtbarkeit Fehlgeburt

Fruchtbarkeit FehlgeburtStirbt ein Embryo ab, bevor er ein Gewicht von 500 Gramm erreicht hat, so spricht man von einer Fehlgeburt. Meist geschieht eine Fehlgeburt bereits innerhalb der ersten Tage nach der Einnistung, so dass die Frauen noch gar nichts von der Schwangerschaft bemerkt haben.

Doch auch wenn die Empfängnis bereits durch Tests oder Ultraschall bestätigt wurde, sind Fehlgeburten keine Seltenheit und betreffen immerhin etwa zehn bis 15 Prozent aller Schwangerschaften.

Meist suchen Mediziner erst dann, wenn eine Frau drei Fehlgeburten nacheinander erlitten hat, nach den Ursachen. Als Gründe kommen Infektionen und Myome, genetische Erkrankungen und eine Gelbkörperschwäche in Frage.

Aber ebenso wie bei einer verminderten Fruchtbarkeit können Schilddrüsenunterfunktionen, ein erhöhter Prolaktinwert oder das PCO-Syndrom ursächlich für die Fehlgeburt sein. Häufig lassen sich keine Faktoren nachweisen, die die häufigen Fehlgeburten hervorgerufen haben können.

Wer seinen Kinderwunsch erfüllen möchte, sollte nach zwei bis drei Fehlgeburten mit ärztlicher Hilfe den Ursachen auf den Grund gehen.

Lesen Sie weiter hier über Ursachen für eine Unfruchtbarkeit der Frau.

Ursachen der Unfruchtbarkeit bei der Frau

Unfruchtbarkeit Frau

Schwanger UnfruchtbarkeitSowohl bei Frauen als auch bei Männern können viele Faktoren eine Unfruchtbarkeit hervorrufen. Nicht immer können diese umfassend geklärt werden. Doch mittels modernen medizinischer Methoden lassen sich sehr häufig die Ursachen für die verminderte Fruchtbarkeit finden.

In diesem Artikel führen wir die vielfältigen Ursachen für eine mögliche Unfruchtbarkeit der Frau auf.

Es ist vielleicht wichtig zu verstehen, dass es verschiedene Stufen von Unfruchtbarkeit gibt. Teilweise ist die Fruchtbarkeit überhaupt nicht mehr gegeben.

Oft aber ist die Fruchtbarkeit nur mehr oder weniger eingeschränkt. Die Ursache ist dann zumindest teilweise ein Mangel an Nährstoffen. Dieser kann relativ einfach durch spezialisierte Nahrungsergänzungen behoben werden, die wir Ihnen unter den “Produkten” forstellen.

Mögliche Ursachen einer Unfruchtbarkeit der Frau

Hormonelle Störungen

Bei ausbleibenden oder zu kurzen Menstruationszyklen entsteht entweder keine reife Eizelle, der Eisprung findet nicht statt oder die Aufrechterhaltung der Schwangerschaft ist unmöglich. Dies hängt sehr häufig mit einem Ungleichgewicht der beteiligten Hormone zusammen.

Dieses Ungleichgewicht kann wiederum durch eine Stoffwechselstörung, durch Nährstoffmangel oder durch äußere Faktoren verursacht werden. Blutuntersuchungen zu verschiedenen Zeiten des Zyklus geben Aufschluss darüber, ob die Konzentrationen der Botenstoffe stimmig sind.

Polyzystisches Ovarialsyndrom (PCO-Syndrom)

Eine sehr häufige hormonelle Störung bei Frauen im gebärfähigen Alter ist das Polyzystische Ovarialsyndrom. Hierbei bilden sich meist mehrere recht umfangreiche Zysten in den Eierstöcken (Ovarien), wodurch auch deren Größe stark zunimmt. Gleichzeitig ist oft der Zyklus unregelmäßig und beträgt dann mehr als 35 Tage. Die Regel kann aber auch ganz ausbleiben.

Es werden vermehrt männliche Sexualhormone gebildet, wodurch es unter anderem zu Akne, zu Bartwuchs, aber auch zu Haarausfall auf dem Kopf kommen kann. Obwohl die Ursachen für ein PCO-Syndrom noch nicht gänzlich geklärt sind, scheint ein erhöhter Insulinspiegel im Blut eine entscheidende Rolle bei der Ausbildung des Krankheitsbildes zu spielen.

Übergewichtige Frauen sind vom PCO-Syndrom besonders häufig betroffen. Manchmal können bereits eine Ernährungsumstellung und viel Bewegung das Syndrom – und damit die Unfruchtbarkeit – beseitigen. In anderen Fällen helfen Medikamente, den Kinderwunsch zu realisieren.

Überproduktion männlicher Geschlechtshormone

Obwohl Androgene als männliche Sexualhormone bezeichnet werden, müssen auch Frauen sie bilden, um wichtige Körperfunktionen aufrechtzuerhalten. Allerdings liegen die Androgene bei Frauen normalerweise in einem wesentlich geringeren Umfang vor als beim anderen Geschlecht. Sind die Werte zu hoch, kann dies den weiblichen Zyklus und damit die Fruchtbarkeit empfindlich stören.

Nicht nur beim PCO-Syndrom, bei einer auftretenden Insulinstörung und bei Übergewicht sind häufig vermehrt männliche Sexualhormone im Blut nachweisbar. Auch ein Enzymdefekt kann eine übermäßige Bildung der männlichen Geschlechtshormone bewirken. Sehr selten sind es Tumoren, die für die verstärkte Ausschüttung der Androgene verantwortlich sind.

Gelbkörperschwäche

Unfruchtbarkeit FrauBei einer Gelbkörperschwäche produziert der Follikelrest im Eierstock, aus dem die reife Eizelle stammt (Gelbkörper) nicht genügend Progesteron. Hierdurch ist die zweite Zyklushälfte verkürzt, wodurch die Einnistung eines Embryos unwahrscheinlich wird. Oft geht die Gelbkörperschwäche mit Schmierblutungen einher.

Man nimmt an, dass eine unzureichende Eizellreifung zur Ausprägung einer Gelbkörperschwäche führt, sicher ist dies allerdings nicht. Oft hilft bereits die Einnahme von Mönchspfeffer, um eine Gelbkörperschwäche auszugleichen und damit die Fruchtbarkeit zu verbessern.

Fehlfunktion der Schilddrüse

Manchmal führt bereits eine nur sehr leicht ausgeprägte Unterfunktion der Schilddrüse zur Unfruchtbarkeit der Frau. Denn die Schilddrüsenhormone werden über einen Rückkopplungsmechanismus im Gehirn reguliert. Liegen sie in geringen Mengen vor, so produziert die Hirnanhangdrüse mehr Thyreoidea stimulierendes Hormon (TSH), um deren Bildung voranzutreiben.

Doch hierdurch werden auch andere Hormone beeinflusst, was sich dann wiederum negativ auf den weiblichen Zyklus auswirken kann.

Störungen der Hirnanhangdrüse

Damit eine Eizelle heranreifen kann, muss der Eierstock Signale aus der Hirnanhangdrüse erhalten. So sind das Follikelstimulierende Hormon (FSH) und das Luteinisierende Hormon (LH) für die Fruchtbarkeit zwei entscheidende Faktoren. Bleibt die Produktion dieser Botenstoffe unter dem Normalmaß, so bildet der Eierstock kein Östrogen, und auch der Eisprung bleibt aus.

Die Regelblutung tritt nur noch selten oder gar nicht mehr auf. Es gibt verschiedene Gründe für Störungen dieser Hirnfunktionen. So können zum Beispiel psychischer Stress, Hochleistungssport oder Magersucht die Ausschüttung der Hormone zum Stillstand bringen. Sehr selten vermindern hingegen Tumoren die Durchblutung der betreffenden Hirnregionen.

Prolaktinüberschuss

Fruchtbarkeit FrauProlaktin, ein Hormon der Hirnanhangdrüse, wird vor allem in der Stillzeit vermehrt ausgeschüttet, da es für die Milchbildung nötig ist. Ist es erhöht, so hemmt es die Bildung der für den Zyklus wichtigen Hormone FSH und LH. Daher kann Prolaktin den Eisprung unterdrücken oder die Eireifung vermindern.

Als Ursachen für den Prolaktinüberschuss gelten eine Schilddrüsenunterfunktion, seelischer und körperlicher Stress oder (meist gutartige) Tumoren im Gehirn. Natürlich kann auch Stillen die Fruchtbarkeit einschränken, wenngleich es keinesfalls als sicheres Verhütungsmittel gilt. Zahlreiche Medikamente sind ebenfalls dafür bekannt, den Prolaktinspiegel zu erhöhen und damit zu einem unerfüllten Kinderwunsch zu führen.

Vorzeitige Wechseljahre

Obwohl bei vielen Frauen die Eierstöcke erst mit etwa 50 Jahren ihre Funktion einstellen, kann es auch schon bei wesentlich jüngeren Frauen zu Wechseljahren kommen. Tritt dieses Stadium bereits vor dem 40. Lebensjahr ein, so spricht man von vorzeitigen Wechseljahren. Hiervon sind teilweise bereits 20-jährige Frauen betroffen, wobei die Ursachen nicht bekannt sind.

Vorzeitige Wechseljahre sind manchmal nur vorübergehend, so dass sich die Fruchtbarkeit nach einiger Zeit wieder einstellt. Anerkannte Therapiemaßnahmen, die trotz Wechseljahre einen Kinderwunsch erfüllen können, gibt es allerdings nicht. Lediglich eine Eizellspende, die in Deutschland nicht erlaubt ist, kann bei vorzeitigen Wechseljahren zu einer Schwangerschaft führen.

Eileiterverklebung

Fruchtbarkeit FrauIst der Eileiter nicht durchgängig oder ist er mit dem umgebenden Gewebe verwachsen, so wird es schwierig für die Eizelle bis zur Gebärmutter zu gelangen. Ist der obere Teil des Eileiters, der Flimmertrichter, mit dem umliegenden Gewebe verklebt, so kann er sich nicht mehr ausreichend bewegen, um die Eizelle aktiv aufzunehmen.

Auch können die feinen Flimmerhärchen des Eileiters vernarbt und verwachsen sein. Diese transportieren die befruchtete Eizelle normalerweise bis in die Gebärmutter. Sind sie aber verstopft, so hat die Eizelle kaum eine Chance, an ihren Bestimmungsort zu gelangen. Vernarbte Eileiter können teilweise operativ geöffnet werden. In anderen Fällen ist eine in vitro Fertilisation (IVF) unumgänglich. Allerdings wird die Diagnose „Unfruchtbar durch verklebte Eileiter“ mitunter auch etwas vorschnell gestellt, so dass es dennoch manchmal in der Folge zu Schwangerschaften kommt.

Eine Frau besitzt zwei Eierstöcke, und dementsprechend auch zwei Eileiter, die bis zur Gebärmutter führen. Ist nur ein Eileiter verklebt, so kann die Frau weiterhin auf natürlichem Weg schwanger werden. Da aber in der Regel immer nur in einem der Eierstöcke eine Eizelle heranreift, ist die Fruchtbarkeit um 50 Prozent vermindert.

Chlamydieninfektion

Das Bakterium Chlamydia trachomatis kann unter anderem Infektionen der Geschlechtsorgane auslösen. Die Chlamydien Erreger werden beim ungeschützten Geschlechtsverkehr übertagen und führen bei der Frau teilweise zu Zwischenblutungen, Unterleibsschmerzen oder verstärktem Ausfluss .Doch sehr häufig verläuft die Infektion völlig unbemerkt. Es kann allerdings zu Verwachsungen und zu Verklebungen der Organe führen, was eine Unfruchtbarkeit zur Folge haben kann.

Andere Entzündungen

Obwohl meistens Chlamydien an den Entzündungen der Eileiter und den damit verbunden Verklebungen und Verwachsungen beteiligt sind, können auch andere Bakterien, wenn sie die Barriere des sauren Scheidenmilieus erst einmal passiert haben, beteiligt sein.

Bakterien können besonders leicht in die Gebärmutter und die Eileiter gelangen, wenn der Muttermund geöffnet ist. Dies ist während der Regelblutung, nach Ausschabungen und nach einer Geburt der Fall. Auch die Spirale als Verhütungsmittel begünstigt das Eindringen von Krankheitskeimen, so dass es hier vor allem bei jungen Frauen zu Infektionen kommen kann.

Sterilisation

Frauen, die mit der Familienplanung abgeschlossen haben, lassen sich häufig gezielt sterilisieren, um unfruchtbar zu werden. Hierbei werden die Eileiter durch Hitze verklebt. Allerdings kommt es vor, dass nach einer Scheidung erneut ein Kinderwunsch mit einem anderen Partner besteht. Auch dann kann man versuchen, mittels einer Operation die Durchgängigkeit wiederzuerlangen.

Endometriose

Bei der Endometriose gelang Schleimhaut aus der Gebärmutter in den Bauchraum und setzt sich dort an den Organen fest. Die Schleimhaut baut sich dort weiterhin zyklisch auf und blutet gleichzeitig mit der Periode ab, so wie es auch in der Gebärmutter üblich ist. Befindet sich das Gewebe an den Eierstöcken, so bildet es manchmal blutgefüllte Hohlräume (Zysten) aus. Die Endometriose kann aber auch den Darm, das Bauchfell oder andere Organe des Bauchraums befallen – dann allerdings seltener mit Zysten.

Die Schleimhaut verbindet und vernarbt die Gewebe miteinander. Recht selten sind die Endometriosen deshalb für eine Verklebung der Eileiter verantwortlich. Aber auch wenn andere Geschlechtsorgane zusammenhaften und hierdurch ihre Beweglichkeit gestört wird, ist die Fruchtbarkeit oft eingeschränkt. Manchmal treten Symptome wie chronische Unterbauchschmerzen, verlängerte und verstärkte Menstruationsblutungen oder Regelschmerzen auf.

Zysten

Neben den Endometriosezysten gibt es weitere flüssigkeitsgefüllte Hohlräume, die die Fruchtbarkeit beeinflussen können. Bei den Funktionszysten geht ein Gelbkörper nicht am Ende des Zyklus zugrunde, sondern verbleibt im Eierstock. Dabei produziert er weiterhin Progesteron, so dass das hormonelle Gleichgewicht gestört wird.

Ein Eisprung findet normalerweise nicht mehr statt. Funktionszysten verschwinden meist von alleine während der Regelblutung in einem der nächsten Zyklen. Sie schränken die Fruchtbarkeit also nur kurzfristig ein.

Myome

Myome, gutartige Geschwulste der Gebärmutter, entstehen aus dem Bindegewebe der Muskelschicht. Sie sind nur selten Grund für eine Unfruchtbarkeit, können aber – je nach Lage – einen Eileiter versperren oder die Einnistung behindern. Auch lösen sie manchmal Fehlgeburten aus. Symptome, die gelegentlich durch Myome auftreten, sind verstärkte Blutungen oder Regelschmerzen. Myome können operativ oder hormonell behandelt werden.

Übergewicht

Ein starkes Übergewicht wirkt sich immer negativ auf die Hormonproduktion aus. Zum einen bilden auch die Fettzellen Östrogene, wodurch das Gleichgewicht der weiblichen Sexualhormone empfindlich gestört werden kann. Allein hierdurch kann eine Unfruchtbarkeit auftreten.

Und auch Androgene, die als männliche Sexualhormone bezeichneten Botenstoffe, werden hier gebildet, was bei einem Zuviel ebenfalls den Zyklus durcheinanderbringt und die Fruchtbarkeit beeinträchtigt. Übergewicht wirkt sich außerdem nachteilig auf den Insulinhaushalt aus. Ein erhöhter Insulinspiegel wiederum regt die Produktion der Androgene weiter an. Häufig kommt es außerdem zum PCO-Syndrom, einer häufigen Ursache für Unfruchtbarkeit und unerfüllten Kinderwunsch.

Insbesondere bei dieser Ursache sollte eine zusätzliche Vitaminversorgung in Betracht gezogen werden. Die Aminosäure L-Carnitin hat in diesem Zusammenhang eine doppelte Funktion: L-Carnitin hilft bei der Fettverbrennung und fördert gleichzeitig die Fruchtbarkeit.

Untergewicht

Bei starkem Untergewicht und Magersucht, aber auch bei Bulimie, schränkt das Gehirn die Produktion des Gondatropin Releasing Hormons (GnRH) so stark ein, dass hiervon viele Funktionen des Körpers betroffen sind. Unter anderem wird auch die Eizellreifung eingestellt, so dass kein Eisprung mehr stattfindet.

Oft bleibt die Regelblutung ebenfalls aus. Hinzu kommt, dass bei extremem Untergewicht viele Nährstoffe nicht in ausreichender Menge vorhanden sind, die für die Fruchtbarkeit nötig sind.

Funktionsausfall der Geschlechtsorgane

Unfruchtbarkeit Ursache FrauEine Fehlbildung der Gebärmutter ist selten. Dennoch kommt es manchmal bei der komplexen Entwicklung zu Fehlern, woraus sich beispielsweise eine Unterversorgung des Embryos mit Nährstoffen und eine hieraus resultiere Fehlgeburt ergeben kann.

Ebenso kann eine Veränderung des Gebärmutterhalses dazu führen, dass die Spermien nur sehr schlecht oder gar nicht hindurch gelangen. Die schlechte Durchgängigkeit kann durch Operationen und damit zusammenhängende Vernarbungen, aber auch durch Entzündungen ausgelöst worden sein.

Manchmal nistet sich eine befruchtete Eizelle nicht in der Gebärmutter, sondern bereits im Eileiter ein. Dies kann für die Mutter lebensbedrohlich werden, wenn es nicht rechtzeitig erkannt wird. Meist muss der Eileiter komplett entfernt werden. Ist der zweite Eileiter weiterhin funktionstüchtig, so ist in der Folge die Fruchtbarkeit lediglich eingeschränkt.

Die operative Entfernung beider Eierstöcke führt zu einer Unfruchtbarkeit. Fällt lediglich ein Eierstock aus, so übernimmt normalerweise der andere die Aufgabe alleine. Hierdurch ist die Fruchtbarkeit also nicht eingeschränkt.

Einige Chemotherapien können das Gewebe der Eierstöcke zerstören, so dass die Frauen in der Folge unfruchtbar werden. Die Eizellreifung kann ausbleiben, aber auch die Hormonproduktion wird beeinträchtigt. Allerdings hängt es sehr von der Menge der Zerstörung ab, wie stark die Fruchtbarkeit eingeschränkt ist.

Einige Krebserkrankungen machen die Behandlung mit solchen Medikamenten nötig, die auch die Keimzellen schädigen. Da die Eizellen der Frau aber bereits vor der Geburt angelegt werden, können sie nicht regeneriert werden. Ob eine Frau nach einer Chemotherapie vorübergehend oder sogar dauerhaft unfruchtbar wird, hängt von der Art der Medikamente, von der Dosis und von der Dauer der Therapie ab.

Antikörper gegen Spermien, Eizelle oder Embryo

Jeder Organismus erkennt körperfremde Bestandteile – etwa Bakterien, Viren und Giftstoffe – um diese gezielt abzuwehren. Dann bildet das Immunsystem Antikörper, um die Eindringlinge zu eliminieren. Doch in seltenen Fällen bildet das Abwehrsystem einer Frau auch Antikörper gegen die Spermien ihres Partners. Diese werden dann durch das Sekret im Gebärmutterhals zerstört, so dass sie den Eileiter nicht erreichen.

Äußerst selten kommt es auch vor, dass ein weiblicher Organismus Antikörper gegen die eigene Eizelle bildet, so dass diese bekämpft wird. In wieder anderen Fällen wird der Embryo angegriffen. Da dieser ja für das Abwehrsystem der Mutter immer erst einmal als Fremdkörper gilt, muss ihr Organismus eine Immuntoleranz entwickeln. Bleibt diese aber aus, so kommt es zum Angriff auf den Embryo und eine damit verbundene Fehlgeburt.

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Menstruationszyklus

Fruchtbarkeit Menstruation

Fruchtbarkeit steigernEine der wichtigsten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Schwangerschaft ist ein korrekt ablaufender Menstruationszyklus der Frau. Denn hierbei reift eine Eizelle heran, die anschließend vom Spermium befruchtet werden kann. Außerdem stellt sich der Körper der Frau in dieser Zeit optimal auf eine mögliche Schwangerschaft ein.

Die Gebärmutterschleimhaut baut sich auf und der Zervixschleim (Sekret des Muttermundes) wird dünnflüssig und somit leicht für die Spermien passierbar.

Doch nur in der kurzen Phase um den Eisprung herum ist die Frau überhaupt fruchtbar. Daher ist der richtige Zeitpunkt das A und O bei einem bestehenden Kinderwunsch.

Die Eibläschen reifen heran

In der mit Einsetzen der Regelblutung beginnenden Follikelphase reifen im Eierstock mehrere Eibläschen (Follikel) heran. Nachdem die alte Schleimhautschicht in der Gebärmutter gemeinsam mit dem Menstruationsblut ausgestoßen wurde, beginnt dort der Neuaufbau einer nährstoffreichen Zellschicht.

Die wichtigsten Hormone in der ersten Zyklushälfte sind das Follikelstimulierende Hormon (FSH) und das weibliche Sexualhormon Östrogen, wenngleich für deren korrekte Ausschüttung zahlreiche andere Botenstoffe nötig sind.

Die Follikelphase dauert bei einem regelmäßigen Menstruationszyklus (28 Tage) ungefähr zwei Wochen. Doch ihre Dauer kann bei unregelmäßigen Zyklen sehr stark variieren.

Der Eisprung

Wenn einer der Follikel (in seltenen Fällen auch zwei oder mehrere) sein Reifestadium erreicht hat, stößt er die Eizelle aus dem Eierstock heraus (Ovulation oder Eisprung), so dass diese in den Eileiter gelangt. Die reife Eizelle ist für etwa zwölf bis 24 Stunden befruchtungsfähig. Trifft sie in dieser Zeit auf ein Spermium, so kommt es zur Verschmelzung der Zellen, woraufhin die Entwicklung des Embryos beginnen kann.

Das Ei nistet sich ein

FruchtbarkeitDie befruchtete Eizelle wandert den Eileiter entlang bis zur Gebärmutter, wo sie nach etwa fünf bis zehn Tagen mit der Einnistung beginnt. Der in dem Eierstock verbliebene Follikel bildet das weibliche Geschlechtshormon Progesteron in großen Mengen und gibt es über den Blutkreislauf in den gesamten Körper ab. Aufgrund der auffälligen Färbung des Progesterons wird der Follikel jetzt als Gelbkörper bezeichnet. Demensprechend heißt die zweite Zyklushälfte auch Gelbkörperphase.

Die zweite Zyklushälfte dauert konstant zwölf bis 16 Tage. Ist diese Phase verkürzt, so kann sich der Embryo nicht einnisten und wird mit der nächsten Regelblutung ausgestoßen.

Der Embryo entwickelt sich weiter

Waren die Befruchtung, die frühen Zellteilungen und die Einnistung erfolgreich, so signalisiert der Embryo dem Gelbkörper, weiterhin Progesteron zu produzieren. Dieses Hormon wiederum sorgt dafür, dass die Gebärmutterschleimhaut erhalten bleibt und es zu keiner Blutung kommt. Der Körper der Frau stellt unter Beeinflussung der beteiligten Hormone den gesamten Stoffwechsel auf die Schwangerschaft um.

Nicht schwanger

Wurde die Eizelle hingegen nicht befruchtet oder nistet sie sich nicht ein, so verkümmert der Gelbkörper. Somit versiegt auch die Produktion des Progesterons. Da gleichzeitig die Ausschüttung von Östrogen abnimmt, kommt es in der Folge zu einer Blutung, bei der die Gebärmutterschleimhaut abgestoßen wird. Der Kreislauf beginnt von Neuem.

Unfruchtbarkeit der Frau oft durch Hormone bedingt

Da eine Schwangerschaft nur eintreten kann und aufrecht erhalten wird, wenn das sensible Gleichgewicht der Botenstoffe stimmig ist, kann eine Unfruchtbarkeit häufig auf einen Hormonmangel oder -überschuss der Frau zurückgeführt werden. Sehr oft führt eine Gelbkörperschwäche zu dem unerfüllten Kinderwunsch, denn sie bewirkt, dass sich die zweite Zyklushälfte verkürzt.

Doch auch eine Veränderung des Östrogenspiegels oder eine fehlerhafte Konzentration der Schilddrüsenhormone können die Unfruchtbarkeit auslösen. Selbst wenn die Zykluslänge im normalen Bereich (zwischen 25 und 35 Tagen) liegt, können einzelne Abweichungen die Eizellreifung oder andere Faktoren empfindlich stören.

Fruchtbare Tage und Kinderwunsch

Fruchtbarkeit MenstruationWer sich seinen Kinderwunsch erfüllen will, sollte die fruchtbaren Tage kennen. Eine Eizelle kann, wie beschrieben, nur in der Zeit kurz nach dem Eisprung befruchtet werden. Spermien überleben ebenfalls nicht unendlich lange im Genitaltrakt der Frau. Man geht davon aus, dass sie dort etwa drei bis fünf Tage lang fortpflanzungsfähig sind. Die männlichen Keimzellen benötigen außerdem ungefähr drei Stunden, bis sie den Eileiter erreicht haben.

Demnach beginnen die fruchtbaren Tage etwa fünf Tage vor dem Eisprung und enden am Tag nach der Ovulation. Der perfekte Zeitpunkt für den Geschlechtsverkehr liegt etwa einen Tag vor dem Eisprung, denn dann treffen besonders viele aktive Spermien auf die befruchtungsfähige Eizelle.