Menstruationszyklus

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Menstruationszyklus

Fruchtbarkeit steigernEine der wichtigsten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Schwangerschaft ist ein korrekt ablaufender Menstruationszyklus der Frau. Denn hierbei reift eine Eizelle heran, die anschließend vom Spermium befruchtet werden kann. Außerdem stellt sich der Körper der Frau in dieser Zeit optimal auf eine mögliche Schwangerschaft ein.

Die Gebärmutterschleimhaut baut sich auf und der Zervixschleim (Sekret des Muttermundes) wird dünnflüssig und somit leicht für die Spermien passierbar.

Doch nur in der kurzen Phase um den Eisprung herum ist die Frau überhaupt fruchtbar. Daher ist der richtige Zeitpunkt das A und O bei einem bestehenden Kinderwunsch.

Die Eibläschen reifen heran

In der mit Einsetzen der Regelblutung beginnenden Follikelphase reifen im Eierstock mehrere Eibläschen (Follikel) heran. Nachdem die alte Schleimhautschicht in der Gebärmutter gemeinsam mit dem Menstruationsblut ausgestoßen wurde, beginnt dort der Neuaufbau einer nährstoffreichen Zellschicht.

Die wichtigsten Hormone in der ersten Zyklushälfte sind das Follikelstimulierende Hormon (FSH) und das weibliche Sexualhormon Östrogen, wenngleich für deren korrekte Ausschüttung zahlreiche andere Botenstoffe nötig sind.

Die Follikelphase dauert bei einem regelmäßigen Menstruationszyklus (28 Tage) ungefähr zwei Wochen. Doch ihre Dauer kann bei unregelmäßigen Zyklen sehr stark variieren.

Der Eisprung

Wenn einer der Follikel (in seltenen Fällen auch zwei oder mehrere) sein Reifestadium erreicht hat, stößt er die Eizelle aus dem Eierstock heraus (Ovulation oder Eisprung), so dass diese in den Eileiter gelangt. Die reife Eizelle ist für etwa zwölf bis 24 Stunden befruchtungsfähig. Trifft sie in dieser Zeit auf ein Spermium, so kommt es zur Verschmelzung der Zellen, woraufhin die Entwicklung des Embryos beginnen kann.

Das Ei nistet sich ein

FruchtbarkeitDie befruchtete Eizelle wandert den Eileiter entlang bis zur Gebärmutter, wo sie nach etwa fünf bis zehn Tagen mit der Einnistung beginnt. Der in dem Eierstock verbliebene Follikel bildet das weibliche Geschlechtshormon Progesteron in großen Mengen und gibt es über den Blutkreislauf in den gesamten Körper ab. Aufgrund der auffälligen Färbung des Progesterons wird der Follikel jetzt als Gelbkörper bezeichnet. Demensprechend heißt die zweite Zyklushälfte auch Gelbkörperphase.

Die zweite Zyklushälfte dauert konstant zwölf bis 16 Tage. Ist diese Phase verkürzt, so kann sich der Embryo nicht einnisten und wird mit der nächsten Regelblutung ausgestoßen.

Der Embryo entwickelt sich weiter

Waren die Befruchtung, die frühen Zellteilungen und die Einnistung erfolgreich, so signalisiert der Embryo dem Gelbkörper, weiterhin Progesteron zu produzieren. Dieses Hormon wiederum sorgt dafür, dass die Gebärmutterschleimhaut erhalten bleibt und es zu keiner Blutung kommt. Der Körper der Frau stellt unter Beeinflussung der beteiligten Hormone den gesamten Stoffwechsel auf die Schwangerschaft um.

Nicht schwanger

Wurde die Eizelle hingegen nicht befruchtet oder nistet sie sich nicht ein, so verkümmert der Gelbkörper. Somit versiegt auch die Produktion des Progesterons. Da gleichzeitig die Ausschüttung von Östrogen abnimmt, kommt es in der Folge zu einer Blutung, bei der die Gebärmutterschleimhaut abgestoßen wird. Der Kreislauf beginnt von Neuem.

Unfruchtbarkeit der Frau oft durch Hormone bedingt

Da eine Schwangerschaft nur eintreten kann und aufrecht erhalten wird, wenn das sensible Gleichgewicht der Botenstoffe stimmig ist, kann eine Unfruchtbarkeit häufig auf einen Hormonmangel oder -überschuss der Frau zurückgeführt werden. Sehr oft führt eine Gelbkörperschwäche zu dem unerfüllten Kinderwunsch, denn sie bewirkt, dass sich die zweite Zyklushälfte verkürzt.

Doch auch eine Veränderung des Östrogenspiegels oder eine fehlerhafte Konzentration der Schilddrüsenhormone können die Unfruchtbarkeit auslösen. Selbst wenn die Zykluslänge im normalen Bereich (zwischen 25 und 35 Tagen) liegt, können einzelne Abweichungen die Eizellreifung oder andere Faktoren empfindlich stören.

Fruchtbare Tage und Kinderwunsch

Fruchtbarkeit MenstruationWer sich seinen Kinderwunsch erfüllen will, sollte die fruchtbaren Tage kennen. Eine Eizelle kann, wie beschrieben, nur in der Zeit kurz nach dem Eisprung befruchtet werden. Spermien überleben ebenfalls nicht unendlich lange im Genitaltrakt der Frau. Man geht davon aus, dass sie dort etwa drei bis fünf Tage lang fortpflanzungsfähig sind. Die männlichen Keimzellen benötigen außerdem ungefähr drei Stunden, bis sie den Eileiter erreicht haben.

Demnach beginnen die fruchtbaren Tage etwa fünf Tage vor dem Eisprung und enden am Tag nach der Ovulation. Der perfekte Zeitpunkt für den Geschlechtsverkehr liegt etwa einen Tag vor dem Eisprung, denn dann treffen besonders viele aktive Spermien auf die befruchtungsfähige Eizelle.

2016-11-15T12:52:03+00:00Fruchtbarkeit Frau|0 Comments

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